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Googlen im Wahlkampf: Gesucht, gefunden

Wann verpuffte der Schulz-Effekt? Funktioniert die Marke Merkel? Wie punkten die Kleinen? Die Google-Suchtrends zeigen, wann die Kandidaten im Wahlkampf Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten. Vier Erkenntnisse.

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tullrich 23.09.2017, 16:59
1. Malente?

In Abwandlung eines Werbespots eines Discounters kann man zum Schulz-Zug nur sagen: Dann geh doch nach Malente. Ich habe selten eine größere Autosuggestion erlebt als der angebliche Hype zum Jahresanfang. Und wenn es kein durch die Medien gesteuerter Hype war, umso schlimmer. Kann man eine Bevölkerung wirklich so leicht manipulieren?

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peterka60 23.09.2017, 17:43
2. Und was sagt das jetzt aus ?

Wenn ich solche Auswertungen lese, befällt mich das nackte Grauen. Was da in die Sucheingaben bei Google hineininterpretiert wird ist ja unglaublich und hat ja wohl nichts mit dem Abstimmungsverhalten der Wähler zu tun. Beispiel: Wenn Frau Weidel (man könnte auch jede andere Person nehmen) durch die Presse und die sozialen Medien wegen einer E-Mail und wegen einer nicht scheinbar nicht angemeldeten Hilfskraft schlagartig viel Interesse auf sich zieht, steigen natürlich bei Google die Anfragen massiv. Aber was sagt das über das Wahlverhalten der Wähler aus? Gar nichts! Schon gar nicht, ob Frau Weidel oder die AFD jetzt mehr oder weniger Stimmen bekommen.

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M. Vikings 23.09.2017, 17:51
3. Ja man kann.

Zitat von tullrich
In Abwandlung eines Werbespots eines Discounters kann man zum Schulz-Zug nur sagen: Dann geh doch nach Malente. Ich habe selten eine größere Autosuggestion erlebt als der angebliche Hype zum Jahresanfang. Und wenn es kein durch die Medien gesteuerter Hype war, umso schlimmer. Kann man eine Bevölkerung wirklich so leicht manipulieren?
Gerade Google selbst ist ein Problem.

Vor allem unentschlossene Wähler lassen sich leicht manipulieren.

Google hat die Macht durch die Positionierung bei der Suchanfrage
das Wahlergebnis bei den Unentschlossenen
um bis zu 20 % zu manipulieren.
Damit haben Sie die Macht Wahlen zu entscheiden.

https://tageswoche.ch/gesellschaft/wie-google-wahlen-entscheiden-kann/

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Herr Jedermann 23.09.2017, 17:53
4. Interessant

wird es erst, wenn keine Koalition mit Mehrheit zustande kommen sollte. Soll heissen, SPD unter 20% , CDU zwar über 30% aber die SPD-Deligierten sind gegen eine GroKo. weil die völlige auflösung droht. Jamaika nur knapp abbildbar und für die meisten GRÜNEN schwer zu vermitteln. Die Wahl ist zwar gelaufen, aber spannend bleibt sie trotzdem.
Ich plädiere für Neuwahlen ;-)

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campus22 23.09.2017, 17:54
5. Etwas fehlt noch - z.B. einige Infos zum Schulz-(D)-efekt

Dazu ... FOCUS Magazin | Nr. 6 (2017) "Der Gerechtigkeitsprediger Schulz kassiert gern Steuergeld ohne Arbeit" ... "Alle hätten es wissen können … wie er sich im Europaparlament Tagegeld erschlichen hat ... Er kannte die Tricks wie man Sitzungsgeld kassiert ohne an Sitzungen teilzunehmen ... Der Schwindel funktionierte einfach und dreist. Schulz fuhr zum Parlamentsgebäude, schrieb im Vorraum seinen Namen in die Anwesenheitsliste, drehte sich um und fuhr wieder weg .... Das ARD-Magazin „Report Mainz“ hatte herausgefunden, dass Schulz sich noch im März und April 2014 das steuerfreie Tagegeld hatte überweisen lassen obwohl er als Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten schon europaweit unterwegs war. Aufklärende Einzelheiten verweigerte Martin Schulz dem Südwestrundfunk“.
So etwas könnte man doch eigentlich auch "Betrug" nennen ... oder?
Schulz` Vertraute kamen in den Genuss vorteilhafter Vertragskonditionen, wie Markus Engels, SPD-Wahlkampfmanager. Der wurde auf Dauerdienstreise nach Berlin geschickt obwohl er bereits zuvor in der deutschen Hauptstadt seinen Lebensmittelpunkt hatte. Für Engels bedeutete diese Vertragskonstruktion, dass er von einer Auslandszulage und Tagegeldern profitieren konnte. Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) prüft derweil ob Schulz´ fragwürdige Beförderungen und Prämienzahlungen die Einleitung eines offiziellen Ermittlungsverfahrens rechtfertigen.
Dazu DIE WELT 15.5.2017: „ … hat die SPD den großen Fehler gemacht, sich nicht ausführlich mit der Vita von Schulz zu befassen. Eine Anhörung und Befragung wäre vernünftig gewesen …. . Sie hätte sein steuervergünstigtes Spitzenverdienerdasein durchleuchten können …. kaum denkbar, dass sie nach einer solchen Befragung Schulz auf den Schild des Kanzlerkandidaten gehoben hätte.“
Ich denke mal derartige Sudeleien kämen Merkel nicht in den Sinn!
Und wer sind die 20 bis 24% Immer-Noch-SPD-Wähler?

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tullrich 23.09.2017, 18:16
6.

Zitat von M. Vikings
Gerade Google selbst ist ein Problem. Vor allem unentschlossene Wähler lassen sich leicht manipulieren. Google hat die Macht durch die Positionierung bei der Suchanfrage das Wahlergebnis bei den Unentschlossenen um bis zu 20 % zu manipulieren. Damit haben Sie die Macht Wahlen zu entscheiden. https://tageswoche.ch/gesellschaft/wie-google-wahlen-entscheiden-kann/
Interessanter Link. Vielen Dank & ein schönes und spannendes Wochenende.

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testuser2 23.09.2017, 18:19
7. Wahlbeeinflussung durch die Medien

Es herrschen Wahlkampf-Bedingungen, die nicht allen Parteien die gleichen Chancen einräumen.
Am Vorabend der Bundestagswahl ist auf BILD Online groß die Werbung abgebildet mit Merkel-Foto und der Aufforderung "Beide Stimmen für die CDU". Muss die CDU dafür eigentlich bezahlen, oder spendiert die BILD die Werbung für einen symbolischen 1 Euro. In den Medien wird darüber hergezogen, dass andere Parteien Wahlkampf mit "unlauteren Mitteln" führen. Dass bei dieser Bundestagswahl in den wichtigen Medien Deutschlands der Wahlkampf zugunsten der CDU geführt wird, ist wohl die richtigere Aussage.

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Clausibel 23.09.2017, 18:21
8. Angla Merkel tomaten

Die meisten Suchbegriffe lauten Angela Merkel + irgendeine Stadt und einmal Angla Merkel tomaten. Daraus zwingend auf die Popularität der Kanzlerin zu schließen ist schon etwas gewagt. Vielleicht wollten die Sucher auch einfach nur wissen, wo in der Nähe sie Merkel bei einem öffentlichen Auftritt mit Buh-Rufen und Tomatenwürfen begrüßen können.

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mikn1000 23.09.2017, 18:23
9. Der Schulzeffekt verpuffte,

als nach der Verkündung des Kandidaten nix mehr kam.

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