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GroKo-Sondierung: Gabriel kritisiert Ablauf der SPD-Abstimmung
DPA

Kommt die Große Koalition wirklich? Die SPD-Führung um Martin Schulz will erst den Parteitag entscheiden lassen, dann die Basis. Keine gute Idee, sagt Sigmar Gabriel.

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Xantos73 13.01.2018, 16:59
1. Das ich das mal über Gabriel sagen würde...

hätte ich nicht für möglich gehalten. Gabriel hat Recht! Abstimmung der Basis würde zum jetzigen Zeitpunkt aber wohl dazu führen, das Schulz, Nahles und Konsorten in die Wüste geschickt würden. Es zeichnet sich eh ab, das es die alte Tante SPD gerade innerlich zereisen wird. Ich glaube Gabriel hat die Zeichen der Zeit erkannt und da er eh schon in der zweiten Reihe steht, kann er sich diese Ehrlichkeit auch erlauben, Herrn Schulz dürfte das nicht gefallen. Ich glaube wir erleben dieser Tage den Niedergang der deutschen Sozialdemokratie, eingeleutet seiner Zeit von einem gewissen Schröder. Die SPD spielt den Steigbügelhalter für die vierte Amtszeit von Mutti - wenn auch nur eine Sache schief läuft in den nächsten 4 Jahren - den schwarzen Peter hat die SPD jetzt schon in der Tasche. Und die Oposition der AfD, FDP, Linken und Grünen ist derart stark - das werden heiße 4 Jahre, wenn das überhaupt noch so lange geht.

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dr.könig 13.01.2018, 17:00
2. Es ist nicht Alles Gold, was glänzt.

Die SPD Sondierer wissen selbst, dass das bisher erreichte äusserst dünn ist !
Deshalb wird jetzt mit allen Tricks das Ergebnis geschönt, um eine Zustimmung zu bekommen.
Wenn die CSU strahlt vor Zufriedenheit, wenn die komplette CDU ausnahmslos in 5 Minuten
das Ergebnis sehr gut findet, dann ist etwas faul ! ?
Ich finde hier fehlt viel, sehr viel. Linke und Grüne zeigen deutlich auf, wo es hapert !!!
Aber wenn Schulz schon bedeutungsschwer von seinem neuen Regierungsamt spricht,
dann hört man doch die Nachtigall trapsen ?

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DocKnow 13.01.2018, 17:01
3. Kein Auftrag

Ich glaube der Parteivorstand und das Sondierungsteam wissen ganz genau, dass die Mehrheit der Parteibasis von Anfang an gegen die Sondierung war und immer noch gegen die Koalitionsverhandlungen ist. Das ganze Verfahren läuft auf pure Erpressung hinaus, denn bei einem Nein wir die Basis gezwungen ihren gesamten Vorstand ins offene Messer laufen zu lassen: entweder die Basis opfert Vorstand und Sondierungsteam - oder die Basis opfert Partei und Demokratie im Land. Eine brutale Auswahl. Erstere Entscheidung wird nur einfacher, weil die zweite abstrakter und zeitlich ferner ist, obwohl viel gravierender.

Würde der Vorstand die Basis respektieren, würder er NEIN zu Frau Merkel sagen.

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kuestenvogel 13.01.2018, 17:04
4. Seeheimer-SPD versus alte SPD

Erst ging es nach der Wahl um die Erneuerung der Partei, nun um ein „Weiter so“. Man könnte auch zweimal die Basis abstimmen lassen: Jetzt und nach den ggf. stattfindenden Koalitionsverhandlungen ;). Auf die Zeit und die Kosten käme es nun auch nicht mehr an, in zwei Jahren ist spätestens wieder Wahlkampf.

Im Vorstand sitzen eher Seeheimer – seltsam, dass es noch manchen in der SPD gibt, die denen nicht vertrauen ;). Die Obersten der SPD begreifen es nicht oder? Ihre SPD ist nicht die SPD der Basis – und auch nicht die der Wähler. Erneuerung oder 15-18% - formulierte man es als Frage, so scheint die Antwort, die H. Gabriel nur unterstreicht, bereits gegeben. Traurig ist es für die noch vorhandene Demokratie in Deutschland.

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ingnazwobel 13.01.2018, 17:12
5.

Das Ergebnis der Sondierungen zeigt, dass die CDU nicht bereit für Veränderungen ist und somit weiter den rechten Rand füttern will und die SPD nicht in der Lage oder auch der Situation dies zu ändern. Im Augenblick gibt es keine Mehrheiten (hoffe ich) an der Basis für eine Fortführung der Groko.

Rente 48% ist ein Scheinerfolg, Kindergeld ist PillePalle solange dies mit dem Kinderfreibetrag verrechnet wird, Bürgerversicherung ist ein Muss und wird nirgends erwähnt, Abschaffung Soli will auch die FDP und bringt allen außer den meisten SPD Wählern was, die paritätsichen KK Beiträge sind längst ein muss - bringen aber nicht viel. Also ich kann nicht viel erkennen was unser Land gerechter machen soll.

Und mas macht Merkel und dioe CDU: alle Verantwortung von sich wegschieben und was von Sehnsucht schwafeln und nicht kapieren das man durch aussitzen keine Probleme beseitigen kann.

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marialeidenberg 13.01.2018, 17:19
6. Das hat die SPD nicht verdient.

So geführt zu werden ist eine veritable Katastrophe. Was Schulz auch immer anfasst und wie er es auch immer anfasst, er macht es ohne politischen Instinkt, ohne Anstand den Geführten gegenüber, er tut es ohne taktisches Geschick und eine strategische Idee hat er schon gar nicht.

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spon_4583183 13.01.2018, 17:28
7. Erst damals Hartz IV unter Schröder jetzt die Neuauflage der GroKo

Man hat den Eindruck die SPD will sich unbedingt selbst abschaffen. Hat man wirklich so wenig Sensibilität um die Stimmung an der Basis zu erkennen oder interessiert es keinen im SPD Vorstand? Es ist faszinierend zu sehen wie eine alte Volkspartei durch deren Führungsspitzen immer weiter marginalisiert wird. Die neue GroKo ist der Untergang der SPD. Darin stimme ich mit den Jusos überein. Ich bin kein Fan der SPD, aber wenn ich von einer Partei etwas verlange, dann Authentizität und Glaubwürdigkeit. Dies kann ich unter Schulz und gerade bei einer Neuauflage der GroKo nicht erkennen. Ich wüsste schlichtweg nicht, warum ich mein Kreuz als Wähler bei der SPD machen sollte denn ich kann ihr nicht vertrauen. Sie ist einfach nur beliebig und vollkommen von ihren Wählern abgewandt. Sie rennt in die falsche Richtung und geradeaus gegen die Wand obwohl kluge Köpfe in der Partei davor warnen. Es macht einen selbst fassungslos. Die SPD hätte eine Funktion im Parteienspektrum. Aber nicht DIESE SPD!

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Fuscipes 13.01.2018, 17:28
8.

"Wenn wir die Basis immer hochhalten, dann muss ich sie auch entscheiden lassen", es ist die Basis der SPD-Wähler, die nun entscheiden werden, da sollte man nicht vorgreifen, sei denn, man möchte die Partei wechseln.

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helmut46 13.01.2018, 17:28
9. 5. Kolonne der CDU ?????

Zitat von kuestenvogel
Im Vorstand sitzen eher Seeheimer – seltsam, dass es noch manchen in der SPD gibt, die denen nicht vertrauen
Oft habe ich den Eindruck, wenn sich Seeheimer äußern, daß diese 5. Kolonne der CDU versucht, der SPD zu schaden.

Beispiel: Nach der Landtagswahl in Hessen als eine Rot-Rot-Grüne Koalition unter der Ministerpräsidentin Andrea Ypsilanti möglich war, fiel ihr die Darmstädter Abgeordnete Dagmar Metzger, ein Mitglied des Seeheimer Kreises, mit drei anderen Abgeordneten in den Rücken und sorgten dafür, daß der Vater der „Jüdischen Vermächtnisse“, Roland Koch, Ministerpräsident blieb.

Sicher freuen sich die Seeheimer, wenn sie erneut Steigbügelhalter von Mutti sein dürfen.

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