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GroKo vor dem Start: Dalli, dalli
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Der Koalitionsvertrag von Union und SPD ist unterzeichnet - und die Parteichefs machen Druck: Sie wollen endlich an die Arbeit. Jetzt fehlt nur noch ein bisschen mehr positive Energie.

kirschlorber 12.03.2018, 19:27
1. Freude am Regieren

klingt wie Freude am Fahren. CSU wirds freuen. Dann soll Herr Scholz heute noch etwas über Gerechtigkeit geredet haben. Dafür hätte er als Generalsekretär schon unter Schröder Gelegenheit gehabt. Dann wäre es jetzt nicht so nötig. Aber als Regierungspartei hatte die Arbeiterpartei eher Niedrigrenten und Niedriglöhne im Sinn. Je weniger die Leute haben umso besser gehts der Wirtschaft und damit uns allen. Warum will diese einfache Formel nur keiner verstehen?

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modman 12.03.2018, 19:50
2. Die Medien könnten dabei helfen...

...denn ich muss schon sagen, dass die Berichterstattung von gezielt negativer Stimmungsmache bestimmt war - auch von Seiten der Medien. Aufregungsberichte scheinen sich besser zu verkaufen. Also: bevor der Spiegel und andere Medien die positiven Seiten von Koalitionsgesprächen nicht auch einmal nur wahrnehmen möchte, wird auch beim Wähler nicht viel Positives zurückbleiben. Mich nervt die Ansicht, dass die Politik andauernd in der Bringschuld sein soll! Das empfinde ich als passiv und unreif.

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geranie.rose 12.03.2018, 20:06
3.

Meine Gedanken sind jetzt bei Gabriel, für den dies ein Tag voller Bitterkeit sein muß. Beim Busseln und Gratulieren darf er nicht dabei sein, obwohl er doch so beliebt war. Ich meine: Man muß sich schon die Frage stellen, warum die SPD ihr bestes Pferd im Stall läßt. Meine Gedanken sind aber auch bei Martin Schulz. Wenn man bedenkt, wie hoch er schon gestiegen war ("ich kann Kanzler"), dann wird einem bei dem Gedanken, wie tief ein Mensch fallen kann, ganz schwindelig. Nur noch einfacher Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Dort sitzt er jetzt mit seinen Visionen und ist einsam. Ja, Politik ist ein brutales Geschäft und die SPD eine Schlangengrube. Wäre ich an seiner Stelle, würde ich mich aus der Politik verabschieden und was ganz anderes machen: Buchhändler zum Beispiel oder Bademeister. Aber nun gut, das muß er selbst wissen. Klar ist, Frau Merkel muß nicht weg. Im Gegenteil: Sie macht wieder die Raute - sehr schön zu sehen auf dem Bild - und das beruhigt ungemein. Die Bundestagswahlen und all das, was dem an Irrungen und Wirrungen folgte, waren nur ein kurzes Intermezzo. Ab sofort geht's weiter wie bisher. Mit Energie und Dynamik!

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anyone 13.03.2018, 02:22
4. Je weniger die Leute haben ...

Zitat von kirschlorber
... "umso besser gehts der Wirtschaft und damit uns allen. Warum will diese einfache Formel nur keiner verstehen?"
Ach so, nun verstehe ich endlich auch die Definition von Armut unseres neuen Gesundheitsministers. In dme Sinne ist Hartz IV dann ja in der Tat ausreichend für "die Leute" Aber vielleicht sollte er doch einmal hier nachlesen, wie "die Leute" darüber denken:

https://www.change.org/p/lieber-jensspahn-leben-sie-für-einen-monat-vom-hartziv-grundregelsatz-armut-spahn

Diese Petition wurde innerhalb von 11 Std. von mehr als 10.750 Menschen mit entsprechender Erfahrung unterzeichnet. Bin gespannt, wie viele Untershriften insgesamt zusammenkommen werden.

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