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Heikle EU-Taktik: Volles Risiko für den Brexit-Deal
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In den Brexit-Verhandlungen geht es endlich wieder voran - doch die Gefahr eines Scheiterns ist keinesfalls gebannt. Die EU setzt London jetzt unter maximalen Druck.

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Regimekritisch 10.10.2018, 20:54
1. Wo ist denn das Problem sich für alle Fälle

auf den unkontrollierten Austritt vorzubereiten?. So oder so muß doch was gemacht werden. Die EU sollte London nicht immer wieder die Hoffnungsskarotte vor die Nase halten. Man sollte endlich als Gemeinschaft handeln und mit einer Stimme sprechen. Versuche der Briten die Front aufzuweichen, wie bisher ,abschlägig bescheiden und fertig. Bei dem Gerede kommt man sich ja fast vor als ginge für die EU die Welt unter. Nein, tut sie nicht, aber für die Briten. Vielleicht sollte man mal die Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer in die Nordsee beordern. Wer weiß ob da nachher die Schlauchboote mit Migranten aus dieser Richtung kommen

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wauz 10.10.2018, 21:00
2. Keine Verhandlungen mehr!

Die EU sollte einen Plan entwickeln. Während daneben eben nicht mehr verhandelt wird. Drei Tage vor dem Schlusstermin bekommt der Londoner Premierminister das Ding zur Unterschrift und das Parlament hat dann noch zwei Tage, es zu ratifizieren.

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frank1968 10.10.2018, 21:02
3. No Deal = No Deal

Bei einem No Deal gibt es nichts mehr zu verhandeln. Das ist die logische Konsequenz. Worin besteht hier die behauptete Kompromisslosigkeit der EU? Seltsamer Artikel...

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Atheist_Crusader 10.10.2018, 21:04
4.

Manche Leute glauben, die EU würde im letzten Moment noch um des lieben Friedens willen einknicken. Das halte ich für unwahrscheinlich. Was unerwartete Wendungen betrifft rechne ich eher damit, dass die britische Regierung doch noch einen weichen Brexit aushandelt und dann von den Leavern gestürzt wird die das komplette Abkommen dann für nichtig erklären und einen harten Brexit durchführen.

Was die EU angeht, da kann man nur anraten: auf das Beste hoffen, auf das Schlimmste vorbereiten.
Beziehungsweise: es bleibt zu hoffen, dass diese Vorbereitungen schon länger laufen. Die britische Kopflosigkeit war ja von Anfang an ein Problem und hat sich in den über anderthalb Jahren seit der Austrittserklärung nicht gebessert.

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Outdated 10.10.2018, 21:06
5. Da möchte ich jetzt nicht Urteilen

Man könnte aber wohl argumentieren das, was immer nach dem Austritt kommt vom Abkommen zwischen den beiden Parteien geregelt wird.
Gibt es kein Abkommen, gibt es auch keinen Grund zu kooperieren.
Man könnte sogar argumentieren das so eine Kooperation dann eine art Abkommen durch die Hintertür wäre ...?
Die EU scheint jedenfalls gewillt die gesammte Macht ihres Handelsbündnisses zum tragen zu bringen und so sehr ich den Schaden fürchte, so halte ich es doch für richtig.
Lässt die EU sich hier auspielen wäre der Schaden langfristig wohl deutlich höher.

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micspiegelforum 10.10.2018, 21:07
6. Heikle EU Taktik?

Naja, langsam fange ich an die EU noch mehr zu lieben. Divide et impera. Die Versuche der Briten die EU-Staaten und Gremien zu spalten scheinen fehlzuschlagen. Das ist gut so. Auch wenn der Austritt der Briten am Ende bedauerlich ist und auch wenn es allen weh tun wird. Danke EU.

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andreas.f 10.10.2018, 21:08
7. No deal

Die Lügen der Populisten aufdecken. Selbst wenn am Ende kein Deal steht. Nur so wird es gehen. Wenn die EU die Folgen des krankenPopulismus abfedert, wird dieser nie ein Ende nehmen. Statuiert ein Exempel, wenn dies nötig ist!

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theodtiger 10.10.2018, 21:12
8. Ruhe bewahren

SPON übertreibt ganz schön. Das EU Vorgehen ist genau entsprechend der Vorschriften von Artikel 50 EU Vertrag, wo es heisst (Absatz 2): "Ein Mitgliedstaat, der auszutreten beschließt, teilt dem Europäischen Rat seine Absicht mit. Auf der Grundlage der Leitlinien des Europäischen Rates handelt die Union mit diesem Staat ein Abkommen über die Einzelheiten des Austritts aus und schließt das Abkommen, wobei der Rahmen für die künftigen Beziehungen dieses Staates zur Union berücksichtigt wird." Es geht also einzig um ein Austrittsabkommen und nicht irgendwelche Zusatzmassnahmen, nur weil das VK die eigenen Angelegenheiten nicht geregelt kriegt. Also nichts mit pokern und maximalen Druck ausüben. Dass es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist, fällt allein in den Verantwortungsbereich des VK: zuerst ist es das VK, das eine funktionierende EU verlassen will und damit all diese Probleme schafft. Nicht genug damit, das VK hat mehr als zwei Jahre verplempert, hat auch jetzt noch keine einheitliche Linie und versucht alles, irgendwelche Rosinen an der EU Verträgen vorbei zu ergattern. Der unsinnige Austritt des VK darf nicht auch noch das Funktionieren der EU beeinträchtigen. Notfallmassnahmen können die EU und die Mitgliedstaaten immer noch Anfang nächsten Jahren treffen - sollte das VK wirklich so unvernünfig sein, ohne Abkommen austreten zu wollen. Das würde dann richtig problemaisch für die Insel.

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IrreguläreApokalypse 10.10.2018, 21:14
9. Stur bleiben

Als ein sei Jahrzehnten in London lebender deutscher würde ich der Kommission raten stur zu bleiben. Sonst hört das ewige Gejammer der Briten nie auf. Schon jetzt beschwören die bekannten GB Politiker dass man ja auf jeden Deal eingehen kann um nachher alles wieder zu neu zu verhandeln. Die Briten wollen immer die Extrawurst mit Rosinen- da hilft nur ein eindeutiges NEIN und einen Schubs Richtung Abgrund.

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