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Hessen-Wahlkampf: Liberale machen Front gegen die CDU
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Bei der Wahl in Hessen droht Schwarz-Grün das Aus. Die FDP könnte zum Schlüssel einer Regierung mit CDU-Führung werden. Doch die Liberalen unter Chef René Rock haben inzwischen andere Pläne.

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im_ernst_56 12.07.2018, 17:16
1. René rockt!

Nach der letzten Umfrage liegt die Ampel bei 44%. Für René Rocks gelb-rot-grüne Träume könnte es eng werden. Außerdem bin ich gespannt, wieviel rot-grüne Kröten die FDP zu schlucken bereit ist. Ob das Hauptquartier der FDP von so viel Geschmeidigkeit begeistert ist? Eins ist klar: Wer in Hessen FDP wählt weiss nicht, was er am Ende bekommt.

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butzibart13 12.07.2018, 17:17
2. Das rockt

So falsch liegt der Herr Rock nicht, dass die Schwarz-Grünen mehr verwaltet haben als regiert, das gilt nicht nur für Hessen, sondern auch für die schwarz-rote Bundesregierung. Und vor allen Dingen will sich die FDP nicht über den Tisch ziehen lassen, was Merkel mit Lindner im letzten Jahr vorhatte, aber nicht gelang. Ein rot-gelbes Bündnis ist ein gewisses Wagnis, obwohl es früher in anderen Bundesländern wie z. B. Rheinland-Pfalz halbwegs funktionierte. Die oben genannten inhaltlichen Themen müssen auch durchgesetzt werden und es darf nicht nur über sie gesprochen werden.

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Neurolog 12.07.2018, 17:35
3. Interessantes Überlegungen der FDP

Gut, dass die Rechtsaußenpartei Afd hier nicht besonders erwähnt wird, zumal sie für eine Regierungsbildung nicht infrage kommt, aber sich sehr wohl mit der CDU in der Opposition wieder finden kann. Interessante Idee, eine sozialliberale Koalition anzustreben oder die Grünen in die Regierung mitzunehmen! Ein konstruktiver Artikel.

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GoaSkin 12.07.2018, 17:41
4.

Vielleicht kann man ja schwarz-grün vorwerfen, Hessen nur verwaltet zu haben, aber ob der Weg, dies zu ändern ausgerechnet in einem Dreierbündnis liegt, mag ich zu bezweifeln. Je mehr Parteien in einer Koalition vertreten sind, desto eher sind die einzelnen Parteien mehr Psychiater als treibende Kraft. Und wird man sich zu den Themen selten einig, so einigt man sich am Ende darauf, die Dinge einfach nicht zu verändern.

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haarer.15 12.07.2018, 18:16
5. Liberale machen Front gegen Schwarz-Grün

Hoffentlich kommt es auch so. Wer möchte sich schon mit dem angestaubten Hardliner Bouffier ins Koalitionsbett legen ? Der ist eher reif fürs Altenteil. Unter ihm haben die Grünen jedenfalls an Kontur verloren. Aber was tut man nicht alles am Schalthebel der Macht ? Von der grünen Truppe werden also noch Stimmen weggehen, auch wenn es im Moment noch nicht so aussieht. Als Steigbügelhalter für Bouffier haben die Grünen jedenfalls bislang keine gute Figur gemacht. Die Liberalen, die bringen immerhin Aufwind - weil sie auch Mut zur Veränderung haben und sich inhaltlich neu positionieren. Es müssen unbedingt wieder neue Bündnisse möglich sein.

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RalfHenrichs 12.07.2018, 18:18
6. Typisch SPON

Nette Unterstützung für die FDP. Dabei liegen laut der hier zitierten Umfage FDP und Linke bei 7%. D.h. wenn es in Hessen für SPD/Grüne/FDP reichen könnte, könnte es auch für SPD/Grüne/Linke reichen. Natürlich müsste dann die Linke zulegen, aber das wäre ja ebenso wie bei der FDP noch möglich. Wenn dann der angeblich SPD-Linke eine Koalition mit der FDP statt mit den Linken macht, kann sich die SPD endgültig beerdigen. Insofern ist es vielleicht gar nicht Rück, der entscheidet, sondern TSG. Wobei ich allerdings nicht damit rechne, dass es für irgendeine Koalition mit der SPD reichen wird (außer mit der CDU). Aber eben wenn, dann sicherlich eher ohne FDP.

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MannAusBerlin 12.07.2018, 18:58
7. Auf der Zunge zergehen lassen

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Die Hessen-FDP, bei der letzten Landtagswahl vom Wähler abgewatscht und mit ach und krach gerade noch in den Landtag gekommen, will jetzt trotzig das Zünglein an der Waage spielen und den Willen der Wähler widerspiegeln!?
Die Logik müsste mir Herr Rock mal erklären: Einerseits die Schwarz-Grüne Regierung kritisieren und nicht "als Steigbügelhalter für eine abgewählte Regierung von CDU und Grünen herhalten" wollen und dann doch mit denselben Grünen ins Koalitionsbett steigen. Hat man als FDP nicht schon im Bund die Jamaika-Koalition genau wegen den Grünen platzen lassen?
Als Partner liegt zusätzlich noch die SPD mit im Bettchen die, wenn die Umfragen stimmen, vom Wähler von 30 % kommend auf knapp über 20 % runtergeprügelt würde. Über 80 % der Wahlberechtigten Hessen lehnen diese Partei ab und ihr will man zur Regierung verhelfen?
Zudem geben die derzeitigen Umfrageergebnisse überhaupt keine Regierungsmehrheit für eine Ampel her. Die Ergebnisse der Grünen dürften noch nach unten gehen und die SPD war bei bisherigen Umfragen im Vergleich zum späteren Wahlergebnis auch eher überbewertet.
Die CDU ist, ob es einem schmeckt oder nicht, weiterhin die stärkste Partei in Hessen. Demnach hat auch sie als allererstes die Koalitionsgespräche zu führen und nicht eine 7 % Partei die vielleicht noch aus dem Landtag fliegt.

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im_ernst_56 12.07.2018, 19:13
8. Die Wahl zwischen Pest und Cholera

Zitat von haarer.15
Hoffentlich kommt es auch so. Wer möchte sich schon mit dem angestaubten Hardliner Bouffier ins Koalitionsbett legen ? Der ist eher reif fürs Altenteil. Unter ihm haben die Grünen jedenfalls an Kontur verloren. Aber was tut man nicht alles am Schalthebel der Macht ? Von der grünen Truppe werden also noch Stimmen weggehen, auch wenn es im Moment noch nicht so aussieht. Als Steigbügelhalter für Bouffier haben die Grünen jedenfalls bislang keine gute Figur gemacht. Die Liberalen, die bringen immerhin Aufwind - weil sie auch Mut zur Veränderung haben und sich inhaltlich neu positionieren. Es müssen unbedingt wieder neue Bündnisse möglich sein.
Die Frage ist, ob Herr Schäfer-Gümbel, der ja eher zum linken Flügel der SPD gehört (wenn auch nicht so links wie Ralf Stegner) aus liberaler Sicht die bessere Alternative ist zu Bouffier, der innerhalb der CDU keineswegs ein Hardliner ist. Sonst hätte er auch nicht mit den Grünen regieren können. Die Wahrscheinlichkeit, dass die FDP im Rahmen einer Ampel von SPD und Grünen untergebuttert wird, ist ziemlich groß. Es geht ja um mehr als Digitalisierung, die vermutlich der kleinste gemeinsame Nenner ist. Eine FDP, die mitregieren will, hat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Warten wir ab.

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im_ernst_56 12.07.2018, 19:19
9. Linke statt FDP?

Zitat von RalfHenrichs
Nette Unterstützung für die FDP. Dabei liegen laut der hier zitierten Umfage FDP und Linke bei 7%. D.h. wenn es in Hessen für SPD/Grüne/FDP reichen könnte, könnte es auch für SPD/Grüne/Linke reichen. Natürlich müsste dann die Linke zulegen, aber das wäre ja ebenso wie bei der FDP noch möglich. Wenn dann der angeblich SPD-Linke eine Koalition mit der FDP statt mit den Linken macht, kann sich die SPD endgültig beerdigen. Insofern ist es vielleicht gar nicht Rück, der entscheidet, sondern TSG. Wobei ich allerdings nicht damit rechne, dass es für irgendeine Koalition mit der SPD reichen wird (außer mit der CDU). Aber eben wenn, dann sicherlich eher ohne FDP.
Problem: Die Linke in Hessen ist linker als im Bund. Wie lange in Hessen R2G hält, ist fraglich. Und wenn man auf Berlin schaut, ist R2G nicht unbedingt der große Hit.

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