Forum: Politik
Homophobie-Schelte: Moskau ignoriert Westerwelles Kritik
dapd

Die Beschwerde von Bundesaußenminister Westerwelle über Russlands Vorgehen gegen Schwule und Lesben war deutlich, blieb aber ungehört: Das Außenministerium in Moskau verteidigte jetzt einen umstrittenen Gesetzentwurf, wonach "Propaganda für gleichgeschlechtliche Beziehungen" verboten werden soll.

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MephistoX 30.01.2013, 20:52
1. Homophobie ist in gewisser Weise ...

Zitat von sysop
Die Beschwerde von Bundesaußenminister Westerwelle über Russlands Vorgehen gegen Schwule und Lesben war deutlich, blieb aber ungehört: Das Außenministerium in Moskau verteidigte jetzt einen umstrittenen Gesetzentwurf, wonach "Propaganda für gleichgeschlechtliche Beziehungen" verboten werden soll.
... auch Sexismus, und zwar ein weitaus perfiderer als der um das Brüderle rankende Alltagssexismus - zumal wenn er wie in Russland quasi staatlich pseudolegitimiert wird. Das Putin-Land wirft sich in die Steinzeit zurück und das ist nicht nur bedauerlich, sondern eine schlichtweg menschenverachtende Schande !

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kritik24 30.01.2013, 21:01
2. Heuchelei

Wenn er es denn ernst meinen würde sollte er sich a an die eigene Nase fassen (immernoch keine steuerliche Gleichstellung zwischen hetero und Homoehen ) und sollte den massenaufmarsch von Franzosen gegen Schwule und Lesben hinterfragen .

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jochen1978 30.01.2013, 21:16
3. bis 1994

gabs bei uns auch einen § 175. Deutschland hat also 45 Jahre Demokratie gebraucht, um das zu erreichen. Russland ist erst seit etwa 20 Jahren eine "gelenkte" Demokratie...also Geduld...

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linkslibero 30.01.2013, 21:25
4. feige

Zitat von sysop
Moskau ignoriert Westerwelles Kritik
Is' ja ganz 'was Neues. Westerwelle muß sich schon ein bißchen mehr einfallen lassen, wenn er Moskau beeindrucken will. Die Amerikaner zeigen wie es geht: der Magnitsky Act verbietet kriminellen russischen Beamten die Einreise in die USA und friert deren Konten in den USA ein. Der Bundestag hat es abgelehnt, ein analoges Gesetz zu machen. Als Schockendorff einen Entschließungsantrag in den Bundestag zu Russland eingebracht hat, war es das Außenministerium, das diesen Antrag entschärft hat. Westerwelle hätte es gerne billig und kostenlos. Aber wenn er wirklich 'was erreichen will, dann muß er Butter bei die Fische machen so wie die Amerikaner. Aber dazu ist Westerwelle und mit ihm die gesamte deutsche Politik viel zu feige. Über das bißchen schwule Betroffenheit des deutschen Außenministers zucken die Russen nur mit den Schultern, das ist alles.

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Marshmallowmann 30.01.2013, 21:39
5.

Zitat von kritik24
Wenn er es denn ernst meinen würde sollte er sich a an die eigene Nase fassen (immernoch keine steuerliche Gleichstellung zwischen hetero und Homoehen ) und sollte den massenaufmarsch von Franzosen gegen Schwule und Lesben hinterfragen .

Ich kam her um so etwas in diese Richtung zu sagen, nur mit ein wenig besserem Schreibstil. So lang sich unsere Parteien gegen die Homoehe abstimmen (bisher keine Begründung) und selbst geoutete homosexuelle Politiker sich bei diesem Thema ENTHALTEN (hat Westerwelle getan, hab mir die Liste durchgelesen), haben wir kein Recht dazu bei den Russen rumzumotzen.

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MephistoX 30.01.2013, 21:43
6. Richtig, allerdings ...

Zitat von jochen1978
gabs bei uns auch einen § 175. Deutschland hat also 45 Jahre Demokratie gebraucht, um das zu erreichen. Russland ist erst seit etwa 20 Jahren eine "gelenkte" Demokratie...also Geduld...
... erfuhr der § 175 in der Alt-BRD seit den Endsechzigern bis zu seiner endültigen Streichung kontinuierliche De-Facto-"Lockerungen", während in Russland homophobe Ressentiments zunehmend politisch geduldet bzw. geradezu gepusht werden.

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jochenbrirske 30.01.2013, 22:37
7. Haha...

..."Schaden für die russisch-deutschen Beziehungen"? Soll das ein Witz sein? Sobald es um wirtschaftliche Themen geht, übt dieser Regierung, der Westerwelle angehört vor jedem Unrechtsregime der Welt auf die Knie - die Abhängigkeit von Energie aus Russland oder die Bettelei in Peking, dich bitte Anleihen der bankrotten EU-Staaten zu kaufen. Ein Witz ist das...

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r2t5 30.01.2013, 22:39
8.

Zitat von cccatch
In der Union Der Sozialistischen Sowjetrepubliken gab es die Todesstrafe für Homosexualität , ich glaube sogar auch noch unter Gorbatschow wurde es nie abgeschafft . Matthias
posten/verbreiten Sie bewusst oder unbewusst die Unwahrheit?
max. 6 Jahre haft gab s dafür, aber niemals Todesstrafe.

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chuettler 30.01.2013, 22:43
9. In Deutschland ...

... kann man ja Schwulsein gerne als letzten Schrei ansehen. Warum nicht. Hier in Russland ist man "noch nicht" so weit. In Russland heißt Demokratie immer noch, was die Mehrheit will. Und die ist nun mal hier nicht rosa. Könnt ihr euch auf die Hinterbeine stellen. Is so. Kriegt ihr auch nicht geändert.

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