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Irak: Obama will eingeschlossene Jesiden aus Gebirge befreien
REUTERS

Zehntausende auf einem Berg im Irak gefangene Jesiden können auf Hilfe hoffen. Man wolle sie über "humanitäre Korridore" in Sicherheit bringen, sagt US-Präsident Obama. Gleichzeitig stimmt er die US-Bürger auf einen längeren Einsatz ein.

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noahg 09.08.2014, 20:41
1.

Wenn die USA die Rettung der Jesiden gelingen sollte, könnte Obama endlich mal zeigen dass er den Nobelpreis zurecht bekommen hat. es wäre das erste mal seit langem dass die USA militärisch was richtiges tun.

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wahnsinnisch 09.08.2014, 21:00
2. Und die Deutschen?

Während Frankreich und Großbritannien Hilfe anbietet - um Menschenleben, ja sogar die Freiheit, zu verteidigen - schaut Deutschland einfach nur zu. Wie immer. Ich schäme mich für unsere passive Regierung!

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JKStiller 09.08.2014, 22:08
3. Dies ist ein Religionskrieg

um die Deutung des Islam. Ich habe das schon oft geschrieben, doch es ändert nichts an dem Wahrheitsgehalt der Aussage. Die IS ist nicht einfach so aufgetaucht aus dem Nichts, sondern hat sich über Jahre zu einer schlagkräftigen Bewegung entwickelt. Und das auch noch unter den Augen der US-Streitkräfte, bevor sie abgezogen sind. Die Radikalität, mit der ein Kalifat angestrebt und dieses Ziel mordend durch alle Konfessionen mit Nachdruck betrieben wird, ist für mich Ausdruck einer zutiefst zerrissenen Region und nicht nur eines Landes. Hier destilliert sich das Erbe von hundert Jahren Unterdrückung durch wechselnde Besatzer mit aller Wut, Scham und Ohnmacht zu einem Gebräu von Hass und Mordlust gegen jeden, der nicht die neue, saubere, unbefleckte Herrschaft mit trägt. Für mich eine Apokalypse, die irgendwann zwangsläufig kommen musste, nimmt man die westlichen Werte und vergleicht sie mit den vom Glauben geprägten, arabischen Werten. Zehn Jahre Terror im Irak waren die Saat, die nun aufgeht: Die verhassten Amerikaner sind weg, nun kann die große Abrechnung beginnen. Ob Amerikaner, Nato oder wer sonst: Diesen Kampf werden wir nicht entscheiden. Es sind allein die Sunniten, Schiiten, Jesiden, Kurden und all die Minderheiten, die zusammen diesen von der IS begonnenen Krieg beenden können. Ich hoffe, sie finden endlich zusammen.

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analyse 09.08.2014, 23:06
4. Und wer soll wieder helfen ? Die Amerikaner ! Und womit ?

Mit bewaffneten Drohnen ! Hinterher wird natürlich wieder geschimpft: Es ginge ja nur ums Oel,es gab Kollateralschäden,es wurde j doch weitergekämpft im Nahen Osten usw.usw..Den Foristen wird schon was einfallen,und immerhin haben sie ja Indianer getötet ! Deutsche,Engländer,Spanier und Franzosen waren es nicht ,die haben ihre Staatsangehörigkeit zu Hause gelassen und sind flugs auf amerikanischem Boden zu bösen Amis geworden !

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compan 09.08.2014, 23:15
5. Nicht so schnell ...

Zitat von noahg
Wenn die USA die Rettung der Jesiden gelingen sollte, könnte Obama endlich mal zeigen dass er den Nobelpreis zurecht bekommen hat. es wäre das erste mal seit langem dass die USA militärisch was richtiges tun.
Naja, er ist auch für die Lage mit verantwortlich, und sich jetzt als Samariter darzustellen, finde ich etwas scheinheilig. Es waren doch die USA und EU, die die "Rebellen" in Syrien unterstützt und damit der/dem ISIS einen Rückzugsraum geschaffen haben. Die ISIS konnte dort in Ruhe ihre Strukturen aufbauen und angeblich hat es niemand bemerkt ... Wenn er sagen würde, er möchte die staatliche Integrität Syrien und Iraks wieder herstellen, denn könnte man drüber reden, aber jetzt geht's nur noch um Schadensbegrenzung. Mehr kann und will auch Obama nicht leisten. ;)

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Msc 09.08.2014, 23:20
6.

Ich möchte hier wahrlich nicht zum Krieg rufen oder Forderungen an unsere Partner stellen, aber nur mal so sagen, dass die nächste NATO-Außengrenze gerade mal 50km entfernt ist. Als ich gestern Gabriel in den Nachrichten sagen hörte "Wir können da gar nichts machen!" musste ich kurz auflachen! Kann die europäische NATO nichtmal die 1000-2000 Leute freimachen um die Jesiden da über die Türkei rauszuholen? Falls das wirklich nicht möglich ist, dann fragt man sich doch wofür man eigentlich noch eine Armee unterhält... oder vielleicht ist es aber auch einfach zu teuer und 50000 Jesiden sind es nicht wert? Nur so ein schrecklicher Gedanke, den man in diesen Zeiten leider zu oft hat. Hier muss man die Amerikaner ausnahmsweise mal loben. Denen sind die Kosten egal.

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moeh1 09.08.2014, 23:49
7. Jesiden

Jetzt dürfen wieder die Amerikaner die Drecksarbeit machen, die Europäer und insbesonders die Deutschen sind im Urlaub und schauen beim Völkermord nur zu ! Man kann sich nur schämen Europäer zu sein !

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dherr 09.08.2014, 23:55
8. Weiß...

irgendwer oder kann sich vorstellen, wohin die Menschen sollen?

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hpptrading 10.08.2014, 07:19
9. england und frankreich

haben hilfe zugesagt - und deutschland wurde wohl garnicht erst gefragt? Sehr traurig!

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