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Islam-Kontroverse um Innenminister: "Ohrfeige ins Gesicht der Muslime"

Starke Sprüche, heftige Widerworte: Mit seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland,*ruft der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich*jetzt immer mehr Kritiker auf den Plan - und reißt alte Gräben in der Union neu auf.

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abusalam 05.03.2011, 10:05
1.

Eine Ohrfeige für Muslime hat es nicht gegeben. Es hat eine Einschätzung gegeben, die man teilen kann oder nicht, über das Verhältnis zwischen den muslimischen Einwanderern und der alten Gesellschaft. Daraus eine "Ohrfeige" zu machen ist geistige Brandstifterei.

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Florian Geyer 05.03.2011, 10:06
2. Erdogan nicht Friedrich spaltet!

Zitat von sysop
Starke Sprüche, heftige Widerworte: Mit seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland,*ruft der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich*jetzt immer mehr Kritiker auf den Plan - und reißt alte Gräben in der Union neu auf.
Damit der Islam zu Deutschland gehört sind folgende Maßnahmen durch die unterschiedlichen muslimischen Verbände in einem Staatsvertrag mit der Bundesrepublik Deutschland umzusetzen:

1. Verankerung des Primats des Grundgesetzes über den Koran
2. Unterlassung jeder Hetze gegen den jüdischen Glauben
3. Verurteilung der Christenverfolgungen in den musl.Staaten
4. Religionsfreiheit für alle Religionen in Drittstaaten
5. Deutschsprachiger Islamunterricht an deutschen Schulen
6. Unterricht durch ausgebildete Islamlehrer in Deutschland
7. Verzicht auf Sonderrechte aufgrund der Religion
8. Verzicht auf Sonderrechte im öffentlichen Dienst (Burka)
9. Verzicht auf die Sprachregelung: Wo Türken sind, ist die
Türkei= Erdogan

Dann halte ich den Kirchensteuereinzug und die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts für vertretbar. Da aber im Gegensatz zu den beiden christlichen großen Konfessionen die Muslime keine Einheit bilden sondern, siehe DITB sich als nationalistische religiöse Vereine darstellen, muss zunächst auf Seiten dieser muslimischen Vereine einiges an innerer Integration geleistet werden.

Auch der Zentralrat der Muslime ist im engeren Sinne natürlich kein "Zentralrat" sondern nur eine von vielen Interessenvertretungen der Muslime.

Insoweit ist ein Vergleich mit dem Zentralrat der Juden fehl am Platz, auch wenn dies vom Zentralrat der Muslime so gesehen wird.

Ansonsten können Sie ein paar Tausend Muslime in früheren Jahrhunderten nicht mit 3,5 Mio Muslime unterschiedlichster nationaler Gruppierungen vergleichen. Die Märchen aus „ausenundeiner“ Nacht verblassen dann.

Wobei ich Sie in aller Deutlichkeit auf ein großes Problem der Muslime türkischer Nationalität in Deutschland hinweisen darf, die auch durch die Aussagen des türkischen MP Erdogan
untermauert sind: Die Türken sind immer in erster Linie Türken und erst in zweiter Linie Bürger in Deutschland. Türken wollen Türken bleiben nach dem Motto: Wo ein Türke ist, ist die Türkei und hier kommt erschwerend noch der für uns fremde Glaube hinzu.
Insoweit hat nicht Friedrich sondern Erdogan der Integration einen Bärendienst erwiesen. Die deutsche Regierung sollte in Zukunft solche Wahlkampfauftritte unterbinden. Wir sind nicht der Vorposten der Türkei in Westeuropa, auch wenn Erdogan das gerne so sieht.

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mitbürger 05.03.2011, 10:07
3. Völliges Unverständnis.

Ist dieser Mann denn von allen guten Geistern verlassen? So stolpert man doch nicht durch die Tür ins Haus, sonst verlässt man es gleich wieder durch die Hintertür. Bei einer Einführungsrede bleibt man unverbindlich und moderat. Völliges Unverständnis für diese Entgleisung, die allerdings vielleicht im Zusammenhang mit den Morden an den amerikanischen Soldaten in Frankfurt zu erklären ist.

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be1ua 05.03.2011, 10:09
4. Viel Fe ind - viel Ehr

Zitat von sysop
Starke Sprüche, heftige Widerworte: Mit seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland,*ruft der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich*jetzt immer mehr Kritiker auf den Plan - und reißt alte Gräben in der Union neu auf.
Wenn Künast, Özdemir, Mayzek und wie sie aus dem islamischen Umfeld alle heißen mögen in der Weise aufschreien, dann zeigt das nur, dass der neue Innenminister nichts Falsches gesagt hat.

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mexi42 05.03.2011, 10:11
5. Die Leute, ...

Zitat von sysop
Starke Sprüche, heftige Widerworte: Mit seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland,*ruft der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich*jetzt immer mehr Kritiker auf den Plan - und reißt alte Gräben in der Union neu auf.
die ihn kritisieren, vergessen, dass auch ein Minister
nach GG Art.5 (1) seine Meinung äußern kann.
Das Empörungsritual ist überflüssig.

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la borsa 05.03.2011, 10:12
6. Hegel sagte,

Zitat von sysop
Starke Sprüche, heftige Widerworte: Mit seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland,*ruft der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich*jetzt immer mehr Kritiker auf den Plan - und reißt alte Gräben in der Union neu auf.
es gäbe in Deutschland eine germanisch-christliche Kultur.

Deshalb: Die Abgrenzung zum Islam ist notwendig, wenn dabei die Toleranz nicht auf der Strecke bleibt.

Die CSU will und muss in Bayern punkten. Deshalb wäre der neue Innenminister feige, wenn er die Beschlusslage seiner Partei nicht zum Ausdruck brächte. Die Bayern werden es ihm bei der nächsten Wahl vermutlich danken.

Inwieweit unter diesem Standpunkt die CDU leidet oder profitiert, wird sich bei den kommenden Wahlen zeigen.

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Klapperschlange 05.03.2011, 10:14
7. höchste Zeit

Zitat von mitbürger
Ist dieser Mann denn von allen guten Geistern verlassen? So stolpert man doch nicht durch die Tür ins Haus, sonst verlässt man es gleich wieder durch die Hintertür. Bei einer Einführungsrede bleibt man unverbindlich und moderat. Völliges Unverständnis für diese Entgleisung, die allerdings vielleicht im Zusammenhang mit den Morden an den amerikanischen Soldaten in Frankfurt zu erklären ist.
Soll er weiterhin uns das erzählen, das wir schon lange nicht mehr glauben und spüren? Klare Worte an eine bestimmte Adresse, mehr war nicht. Das Volk läßt sich doch nicht weiterhin verschaukeln.

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jasminee 05.03.2011, 10:14
8. Ich bin selber eingewandert und finde

Sein Zitat wird wieder polemisch aus dem Kontext verzehrt dargestellt. Das Muslime Teil unserer Gesellschaft sind steht fest! Aber das heisst nicht automatisch, dass der Islam Teil Deutschlands ist wie z.B. Teil der deutschen Verfassung

Es stimmt: "Der Islam ist nicht Teil Deutscher Leitkultur" - auch wenn dieses Wort nahezu verpönt ist. "Leitkultur" soll aber beschreiben, auf welchem Boden Deutschland, Europa, und dessen Menschenbild etc. steht.

Das ist nicht verwerflich.

Wie sollen Deutsche denn auf einer Augenhöhe mit den Muslimen in der Islamkonferenz sprechen, wenn Ihnen die eigene (Leit-)Kultur nicht bewusst ist. Den Muslimen ist ihre (Leit-)Kultur auf jeden Fall klar.

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ofelas 05.03.2011, 10:16
9. Wichtig ist es die Probleme zu loesen

Zitat von be1ua
Wenn Künast, Özdemir, Mayzek und wie sie aus dem islamischen Umfeld alle heißen mögen in der Weise aufschreien, dann zeigt das nur, dass der neue Innenminister nichts Falsches gesagt hat.
Nichts falsches, aber etwas verhaltener haette allen nicht geschadet. Das sich der Herr Erdogan wie eine Axt im Walde benimmt schadet, nur ist mir unser Innenminister halt naeher und wichtiger.

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