Forum: Politik
Italienischer Senator Iwobi: Der schwarze Rechtspopulist
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Mit Tony Iwobi wird künftig ein gebürtiger Nigerianer als Senator in Italiens Parlament sitzen - ausgerechnet für die gegen Migranten hetzende Partei Lega. Wie passt das zusammen?

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ky3 19.03.2018, 15:45
1. Man schaue auf den Inhalt nicht auf die Verpackung

Sie fragen "Wie passt das zusammen?"
Sind denn Menschen mit einer anderen Hautpigmentierung für sie anders als andere?
Dunkelhäutige sind genauso lieb, klug, asozial, rassistisch, egoistisch, bescheiden, machtgeil, .... wie alle anderen Menschen auch. Was gibt es da zu fragen oder zu wundern?
Rothaarige, grünäugige und stark pigmenierte Menschen sind derselbe Quark.

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allufewi 19.03.2018, 16:02
2. Warum nicht?

Haben wir jetzt Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit oder nicht?

Warum soll es irgendwie problematisch oder schandhaft sein, wenn ich mich als Schwarzer/Farbiger für eine kontrollierte Einwanderung anstatt Masseneinwanderung unter dem Deckmantel Asyl einsetze? Im Artikel schwingt der Unterton mit, das wäre ja sowas wie Verrat und als Schwarzer *habe* man sich einwanderungspolitisch gefälligst soweit wie möglich nach links zu werfen. (Siehe auch der zitierte Fussballheinz).

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besucher-12345 19.03.2018, 16:10
3. Die Integrierten leiden am meisten unter der Zuwanderung

Hierauf hat bereits Boris Palmer hingewiesen. Denn letztlich schmeissen die Migrationsgegner alle in einen Topf und darunter leiden auch die bereits etablierten Zuwanderer.
Was allerdings nicht paßt ist der Hinweis, dass bereits 2013 die erste schwarze Abgeordnete von der Lega beschimpft wurde. D.h. die Lega war damals bereits klar fremdenfeindlich und nicht erst jetzt, wie zuletzt immer zu Lesen war.

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seine-et-marnais 19.03.2018, 16:11
4. Das Multikulti-Problem

Wenn Sie mit Menschen einer anderen Hautfarbe oder Religion zusammenleben, dann ist nicht die Hautfarbe das Problem. In dem Moment in dem man der gleichen Kultur angehört, indem man die gleichen Werte hat, in dem Moment vergisst man innerhalb kürzester Zeit eine Hautfarbe oder eine andere Religion wenn diese dezent gelebt wird. Erfolgt jedoch ein Auftrumpfen, eine Victimisation von Zuwanderern bezüglich ihrer Hautfarbe oder Religion, dann ist eine 'Eingliederung' kaum möglich.

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tiggowich 19.03.2018, 16:12
5. Ähm

Ich finds eigentlich nur immer wieder erstaunlich wie naiv so viele Menschen offensichtlich sind, wenn sie meinen, dass selbst Einwanderer und rechts zu sein sich gegenseitig ausschließen würden. Das Gegengeil ist der Fall! Ähnlich wie in Deutschland ist die Situation nämlich folgende: Diejenigen die hier schon vor längerer Zeit herkamen, meist als Arbeitskraft und sich integriert haben, sind die größten Verlierer der momentanen Immigrationspolitik Europas! Denn die Masseneinwanderung von ungebildeten, schlecht sozialisierten, stark religiösen, meist männlichen Illegalen führt genau dazu, dass die eigentlich gut integrierten, die sich der Gesellschaft ANGEPASST haben, die SPRACHE sprechen und bemüht sind, Teil der Gesellschaft zu sein, jetzt in einen Topf mit den Neuankommenden geworfen werden. Die sind leider zu großem Teil genau das Gegenteil von den ehemaligen Arbeitsmigranten aus den 70ern/80ern. Nicht umsonst haben gerade rechte Parteien und Vereine über ganz Europa enormen Zulauf von „Altmigranten“, insbesondere aus dem ehemaligen Jugoslavien.

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Le Commissaire 19.03.2018, 16:24
6. Inspirationsquelle

Leute wie Tony Iwobi finde ich inspirierend -- auch, weil sie nicht gleich in Schubladendenken verfallen. Sonst wäre er ja gar nicht erst in der Lega. Für den linken Mainstream ist das natürlich ein unauflösbarer Widerspruch, das finde ich dann immer besonders vergnüglich. .-)

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kalle blomquist 19.03.2018, 16:46
7. Ganz normal

Auch in Deutschland blicken, zumindest in meinem Umfeld, die meisten gut integrierten Migranten (und solche, die im Begriff sind, es zu werden) mit Sorge auf die völlig aus dem Ruder gelaufene Einwanderung meist muslimischer Minderqualifizierter. Ich fürchte sogar, und entnehme das aus Andeutungen, dass etliche unter meinen Bekannten mit "Migrationshintergrund", soweit sie schon Wahlrecht haben, AfD gewählt haben.

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Leser161 19.03.2018, 16:52
8. Nachvollziehbar

Ich finde er erklärt seinen Standpunkt gut. Schade das jemand der sich so gut erklärt trotzdem nur eine politische Heimat in einer Partei finden konnte, die wohl teilweise aus Bananenwerfern besteht. Das ist für mich der tragische Widerspruch.

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t_565 19.03.2018, 17:02
9. rechts oder links? Wen interessiert das?

Ich habe ähnliches auch schon von Kollegen mit ausländischen Wurzeln gehört. Diese Sicht ist interessant, weil gemäß den Regeln des Konstruktivismus am nächsten an der Realität. Es zeigt das Grunddilemma, das sich aus humanitärer Hilfe auf der einen Seite und Wirtschaftsmigration auf der anderen ergibt. Aber es sind wichtige Mosaiksteinchen welche man beim Zusammensetzen des Gesamdbildes nicht außer Acht lassen sollte.

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