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Jerusalem-Konflikt: Herr Trump, Sie ruinieren Ihren "Deal des Jahrhunderts"!
DPA

Mit der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt begeht Donald Trump einen historischen Fehler. Frieden im Nahen Osten schafft man nicht, indem eine Seite die Bedingungen diktiert.

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paulvernica 07.12.2017, 11:07
1. Wollen keinen Frieden

Wenn wir ehrlich sind wollen beide Seiten keinen Frieden. Die Juden wollen keine Muslime in ihrer Nähe haben, und die Muslime keinen jüdischen Staat akzeptieren und die Juden am liebsten im Meer versenken. Die sogenannten Friedensverhandlungen sind den beiden Seiten doch aufgeschwätzt worden und sind nicht ehrlich gemeint. Und so baut Israel weiter Siedlungen in Palästina und Palästinenser bringen weiter Juden um.
Trump gefährdet also gar keine ehrlichen Friedensverhandlungen, weil diesen Frieden dort gar keiner will. Und warum wollen die Muslime unbedingt auch noch Jerusalem haben, sie haben doch bereits Mekka und Medina ! Die Juden haben nur Jersusalem.

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Atheist_Crusader 07.12.2017, 11:13
2.

Manche sagen, Trumps Zug könnte die Verhandlungen tatsächlich weiterbringen - in dem Sinne indem er den Palästinensern deutlich klar macht, dass bestimmte Dinge ganz einfach unerreichbar sind und ihnen mehr politischen Realismus aufzwingt.
Ganz ausschließen will ich die Möglichkeit nicht, aber ich halte sie für einen der unwahrscheinlichsten Ausgänge.

Wahrscheinlicher ist, dass er die Gräben in der Region weiter vertieft und die USA völlig als Vermittler disqualifiziert. Ich meine, den Unparteiischen hat man ihnen schon früher nicht wirklich abgekauft - und das wird jetzt noch schlimmer werden. Wäre eigentlich ein guter Job für die EU, wenn die mal endlich sowas wie eine geeinte Außenpolitik hinbekommt.

Nicht falsch verstehen: meine Sympathien liegen klar aufseiten Israels, des einzigen modernen und demokratischen Staates in der ganzen Region der trotz zahlreicher Probleme immer noch moderner, zukunftsfähiger und lebenswerter ist als der Rest der Region (speziell für Minderheiten). Aber das heißt eben auch nicht dass es alles bekommen kann was es will (z.B. ein ungeteiltes Jerusalem). Oder dass es akzeptabel wäre, aus einer Position der Stärke einfach alles zu diktieren.

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tomasl 07.12.2017, 11:13
3. Die Palästinenser hatten genug Gelegenheit für einen Deal

Die Saudis sind mit sich selbst beschäftigt. Also der beste Zeitpunkt für eine solche Feststellung. Frieden gibt es nur mit einem starken Israel.

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EinInteressierterBuerger 07.12.2017, 11:14
4.

Sehr geehrter Autor,
welchen Friedensprozess meinen Sie? Zb die Hamas erkennt nichtmal das Existenzrecht Israels an, der Iran ebensowenig. Mit der Diplomatie der letzten Jahre hat sich dort exakt gar nix getan. Warum also nicht mal was Neues versuchen. Und objektiv betrachtet gibt es zu dieser Entscheidung keine Alternative oder glauben Sie Israel würd e Teile Jerusalems räumen? Wer sollte sie auch zwingen? Die vergangenen Kriege haben eindrucksvoll gezeigt, das Israel in der Lage ist seine Gegner zu schlagen.

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ironbutt 07.12.2017, 11:20
5. Jerusalem ist die Hauptstadt von Israel und wurde

als solche auch schon vor 20 (?) Jahren von den USA anerkannt. Meiner Kenntnis nach wird alle sechs Monate der Status Quo (Botschaft in Tel Aviv) per Ausnahmeregelung verlängert. Das Wort "Friedensprozess" kann ich nicht zuordnen - was genau tut denn die Hamas typischerweise und täglich für den Frieden? Und welche dieser Friedensbemühungen der Hamas gefähdet Trumps Proklamation. Ich bin sicher kein Freund des amtierenden US Präsidenten, aber hier finde ich sein handeln ... erstaunlich, aber nicht falsch.

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Amadablam 07.12.2017, 11:26
6. Alle sind immer so wütend!

Natürlich legt D. Trump wieder mal Feuer an die Lunte, dient nicht der Sache, sondern nur seinem Ego. Über seinen pathologischen Narzissmus gibt es keine zwei Meinungen.

Aber dass er "Chancen verspielt"? Ich bin ungefähr doppelt so alt wie der Autor uns seit ich denken kann beschert uns dieser winzig kleine Fleck Erde da unten lediglich Negativschlagzeilen. Und jeder Konfliktpartei sind ihre toten Steine so furchtbar heilig! Diese religiös-ethnisch verbohrte Engstirnigkeit, dieser rasende Stillstand, das macht wütend!!!

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frankie2017 07.12.2017, 11:28
7. Es wird richtig schlimm.

Anfangs fand ich die ganze Aufregung bzgl. Trump für übertrieben. Positiv sah ich auch seine Einstellung zu Russland. Was er sich aber inzwischen zum Klima, zur Steuer und jetzt zu Jerusalem geleistet hat sprengt den Rahmen. Er muss weg! Sein Vize dürfte erheblich vernünftiger sein.

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die Stechmücke 07.12.2017, 11:29
8. Das Risiko einer Geisteskrankheit

Trump st offensichtlich ein psychisch kranker Mann. Amerika sollte sich erstmal selbst erneuern und den kranken Mann an der Spitze des Staates unter Kontrolle nehmen. Die Frage, die sich stellt: sind die populistischen, rassistischen und permanenten Nadelstiche auf Dauer in der Lage die Demoktatie und Kultur von Amerika zu untergraben. Es ist an der Zeit, dass der Rest der Welt selbstbewusster ,gegen diesen Despoten, wird.

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meinseiner 07.12.2017, 11:33
9.

Schon in der Einleitung zum Artikel offenbart der Autor eine recht einseitige Wahrnehmung der realen Welt. Lt. Wikipedia (https://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_al-Durrah_incident) fand das von ihm zitierte Ereignis im Rahmen der 2 Intifada statt und war nicht deren Auslöser.
Zu einem bewaffnetem Konflikt gehören auch immer zwei und wenn man sich die Informationslage zum genauen Hergang der Ereignisse anschaut, scheint es doch zumindest deutliche Zweifel daran zu geben, ob der Junge wirklich von israelischen Truppen getroffen wurde (https://www.google.de/search?q=Mohammed+al-Dura&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&dcr=0&ei=IxQpWoXLC4iDX4mHnKgH).

Das sich die nordafrikanischen Staaten und auch die einzelnen Glaubensgruppen permanent gegenseitig die Köpfe einschlagen ist ja schon eine Binse, woher aber die persönliche Wut des Autors kommt, bleibt irgendwie rational nicht nachvollziehbar.
Wut, weil ein Staat anerkennt, das eine Stadt eines anderen Staates die Hauptstadt ist? Wo bitte ist das Problem?
Können die Palestinänser oder die Araber dann plötzlich nicht mehr die Stadt und ihre Heiligtümer besuchen?

Aus meiner Sicht sollte jemand, der wegen so etwas Wut entwickelt und diese dann u.U. unreflektiert auslebt, mal seinen Realitätdetektor justieren lassen und nicht sich selbst oder seine relegiösen Ansichten für den Nabel der WElt halten.

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