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Kampf um den SPD-Vorsitz: Udo Schmitz will auch SPD-Chef werden
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Erst Simone Lange, dann Dirk Diedrich, jetzt will auch Udo Schmitz aus Stadland bei Bremerhaven Andrea Nahles bei der Kandidatur um den SPD-Vorsitz herausfordern. Sein Landesverband hat dazu allerdings eine klare Haltung.

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jejay 14.02.2018, 21:53
1. Prearranged

Der Grund, dass das hier in Deutschland eine Meldung wert ist, ist dass solche Posten nicht ernsthaft basisdemokratisch ausgehandelt werden, sondern prearranged sind. Daher mutet es absurd an, was eigentlich ganz normal sein sollte: Ein Kandidat (ein aussichtsloser) meldet sich für eine Wahl an. Ich kann verstehen dass die leute Politikverdrossen, wenn alle Posten durch langjährige Parteisoldatenlaufbahnen und dem Austausch von Gefallen ausgehandelt werden. In den USA wäre es völlig absurd, wenn der Demokraten-Bundesverband New York stellung dazu nimmt, welchen Präsidentschaftskanditaten er untzerstützt. Hier traut sich nichtmal jemand sich als Gegenkandidat aufzustellen ohne implizit als Nestbeschmutzer zu gelten. Das System des Posten-hin-und-her-schiebens macht es auch unheimlich schwer für Quereinsteiger fuß zu fassen. Nahezu jeder Ministerkandidat hat all seine Erfahrung in Ministerien und Parteiarbeit gesammelt. Das ist nahezug weltfemd. Ich bin kein Freund der AfD, aber alleine dadurch, dass es sie noch nicht so lange gibt, findet man dort sehr viel mehr Leute mit interessanten Lebensläufen mit Erfahrung aus der echten Welt.

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gammoncrack 14.02.2018, 22:38
2. Man kommt ja überhaupt nicht mehr hinterher mit der

Beschäftigung mit den Bewerbern. Gott sei Dank ist dem mit der jetzigen Mitgliederanzahl eine natürliche Grenze gesetzt. Das lässt hoffen.

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fvaderno 14.02.2018, 23:30
3. Gegen die Parteispitze zu argumentieren ...

... das hat sicher Berechtigung. Aber ob dies als Befähigung zu einer solchen Aufgabe genügt?

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kuestenvogel 15.02.2018, 01:05
4. Grundsätzliches Problem seit Jahrzehnten

Unabhängig von der Partei, die Piraten hatten vielleicht eine Vision, beginnt der Machtkampf bereits auf Kreisebene. Politikinteressierte halten sich nach den ersten Versuchen fern, wenn sie keine Ellenbogenkämpfer/-Schleimer sind. Schade, dass Kompetenz nicht zählt.

Ich finde es somit sehr gut, dass "No-Name-Politiker" dieses Problem jetzt zumindest im Ansatz auf der politischen Bühne aufzeigen.

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hansriedl 15.02.2018, 01:42
5. "Wir werden nicht verschwinden in dieser Regierung"

Weg vom Berliner SPD-Personalchaos nach NRW: Nahles versucht an Aschermittwoch vergeblich, die Genossen mitzureißen. Selbst als die designierte Parteichefin eine merkelsche "Göttinnendämmerung" ausruft, ist die Begeisterung verhalten.
Olaf Scholz, ganz langsam Tschüs von Hamburg.
Beim Neujahrsempfang der Hamburger Sozialdemokraten sagt Bürgermeister Scholz nichts zu seinen Wechselplänen nach Berlin, lässt daran aber wenig Zweifel, er will Fr. Nahles beerben.

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quark2@mailinator.com 15.02.2018, 04:34
6.

Hat wirklich der Landesverband eine klare Haltung, oder nur ein paar Leute in der Führungsspitze des Landesverbandes ? Und wie kommen die dazu, derart Einfluß auf die Wahl zu nehmen ? Total undemokratisch. Es geht nicht um das Land, sondern um den Bund.

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sven2016 15.02.2018, 05:56
7.

Stimmt. Gewerkschaften haben es leider schon lange schon vorgemacht. Bei Wahlen zu Spitzenposten galt ein Gegenkandidat als "Kampfkandidatur" und damit unfein.

Es ist erstaunlich, dass in der SPD kein Kandidat mit ernsthaften Chancen sich traut, anzutreten.

Das zeigt etwas von fehlender innerparteilicher Demokratie. Wahlen mit nur einem Kandidaten sollte es nicht geben. 100%-Ergebnisse widersprechen auch dem richtigen Leben.

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koelnrio 15.02.2018, 06:23
8. Landesverband

Niedersachsen sollte sich für Pluralität bei Wahlen einsetzen!

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frank.huebner 15.02.2018, 08:35
9. Nicht zu viele, bitte

Die Basis macht wieder den Kernfehler, zu viele Kandidaten aufzustellen, Um Nahles zu verhindern (was in meinem Sozi-Bekanntenkreis absolut erhofft wird, keiner will Nahles) müsste ein von den Nahles-Verweigerern unterstützter Kandidat aufgestellt werden. So werden viele die Gegenkandiaten wählen, deren Stimmen so zersplittern. Ein guter Kandidat und Nahles hätte keine Chance.

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