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Kanadas Premier Trudeau: "Deutschland ist ein echter Freund"
DPA

Der neue US-Präsident Trump sorgt weltweit für Verunsicherung. Währenddessen betonen Kanadas Premier Trudeau und Kanzlerin Merkel in Berlin ihr eigenes transatlantisches Bündnis.

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hugahuga 17.02.2017, 19:54
0.

Herr Trudeau sollte doch wissen, dass das Nafta Abkommen für viele kanadische Firmen und die Bevölkerung eine Menge Nachteile brachte.
So sagt Wiki zu diesem Thema:
Stephen Gill von der York University in Toronto, einer der „Fifty Key Thinkers of International Relations“, spricht von einer Privatisierung des Handelsrechts und von der „Verrechtlichung neoliberaler Dogmen“. 2014 waren nach einer Studie der NGO Public Citizen's Trade Watch vor den Schiedsgerichten NAFTA-Verfahren mit Schadensersatzansprüchen an Regierungen (vor allem an die kanadische) in Höhe von 12,4 Milliarden US-Dollar anhängig.

und weiter heißt es:

Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Abkommens werden außer von den Hauptnutznießern eher negativ beurteilt: Mexiko, früher Selbstversorger mit dem Hauptnahrungsmittel Mais, wurde mit hochsubventionierten US-amerikanischen Landwirtschaftsprodukten und Fleisch überschwemmt, dessen Preis 20 Prozent unter den Produktionskosten liegt. Die erwartete Spezialisierung der mexikanischen Landwirtschaft trat nicht ein: Millionen Maisbauern mussten nach Angaben des US-amerikanischen Gewerkschaftsdachverbands aufgeben, die vielen Land- und Arbeitslosen konnten aber nicht in den neu entstandenen Zulieferindustrien absorbiert werden. Die Kriminalität stieg. Mexiko muss heute 60 Prozent seines Weizen- und 70 Prozent seines Reisbedarfs importieren.

Wenn nun Frau Merkel meint, dass das CETA Abkommen von Vorteil sei, dann stellt sich die Frage: Für wen? Sicher ist der normale Bürger der Verlierer, aber was macht das schon, wenn nur die Konzerne - auch die US amerikanischen über ihre kanadische Dependance - die großen Gewinne machen können. Wie gestern vor dem NSA Ausschuss, muss auch heute an Merkel die Frage gestellt werden: Für wen und in wessen Auftrag arbeiten Sie, Frau Merkel?

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viceman 17.02.2017, 19:56
1. nach dem,

was frau merkel heute über ceta und die beziehungen zu kanada sagte, kann ich nur bitten, diese frau umgehend von ihrem amt zu entbinden. begründung, politik zum nachteil der übergroßen mehrheit des volkes, zugunsten einer verschwindent kleinen minderheit von profiteuren der neoliberalisierung. die profiteure sitzen zum nicht geringen teil außerhalb deutschlands... spätestens mit der nächsten bundestagswahl wird die kanzlerschaft merkels zu ende sein, zu befürchten ist aber, daß sich herr schulz nur in nuancen von ihr unterscheidet und daß die sog. alternative für deutschland genau nichts anderes zustande bringen würde...

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allesamt 17.02.2017, 20:08
2. Angst vor Trump und Putin

Die meisten EU-- und Nato-Staaten sind wegen der Trump`schen Außen- und Wirtschaftspolitik verunsichert. Darum gilt jetzt: Alle Bündnispartner sprechen sich ab und bilden eine Front gegen Trump. Die Angst, Trump könnte Putin nicht mehr mit dem gleichen Elan bekämpfen wie Obama, treibt unsere Kanzlerin zu fortwährenden Gesprächen mit den Verbündeten. Das primäre Ziel der Bundesregierung ist und bleibt aber die Ausgrenzung Russlands, wobei speziell die Dämonisierung Putins durch die Medien ein wichtiger Faktor ist, um ihre Politik erfolgreich durchsetzen zu können.

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Atheist_Crusader 17.02.2017, 20:19
3.

Zitat von allesamt
Die meisten EU-- und Nato-Staaten sind wegen der Trump`schen Außen- und Wirtschaftspolitik verunsichert. Darum gilt jetzt: Alle Bündnispartner sprechen sich ab und bilden eine Front gegen Trump. Die Angst, Trump könnte Putin nicht mehr mit dem gleichen Elan bekämpfen wie Obama, treibt unsere Kanzlerin zu fortwährenden Gesprächen mit den Verbündeten. Das primäre Ziel der Bundesregierung ist und bleibt aber die Ausgrenzung Russlands, wobei speziell die Dämonisierung Putins durch die Medien ein wichtiger Faktor ist, um ihre Politik erfolgreich durchsetzen zu können.
Was muss man denn noch groß an einem Mann dämonisieren der überall Propaganda und Desinformation sät, Spaltungspolitik betreibt, in fremde Wahlen eingreift, Kritiker ermordet oder wegsperrt, die Opposition einschüchtert, seine Nachbarländer überfällt und Offensivmanöver an deren Grenzen probt*?
Putin schafft es sehr gut, schlecht auszusehen. Dazu braucht er keine Dämonisierung durch Merkel oder sonst Jemanden, sondern nur simple Berichterstattung.



* Und bevor jetzt wieder irgendjemand mit einer schwachsinnigen false equivalency kommt: Nein, die russischen Manöver sind NICHT vergleichbar mit den NATO-Manövern. Die NATO-Manöver sind in ihrem Umfang im Schnitt sehr viel kleiner und behandeln Defensivszenarien. Die russischen sind an Mannstärke und Material sehr viel umfangreicher und proben mehrheitlich Offensivszenarien.

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multi_io 17.02.2017, 20:27
4.

Zitat von hugahuga
Herr Trudeau sollte doch wissen, dass das Nafta Abkommen für viele kanadische Firmen und die Bevölkerung eine Menge Nachteile brachte. So sagt Wiki zu diesem Thema:
"Most economic analyses indicate that NAFTA has been a small net positive for the United States, large net positive for Mexico and had an insignificant impact on Canada.
...
Impact on Mexican farmers[edit]
Several studies have rejected NAFTA as the force responsible for depressing the incomes of poor corn farmers, citing the trend's existence more than a decade before NAFTA's existence, an increase in maize production after NAFTA went into effect in 1994, and the lack of a measurable impact on the price of Mexican corn due to subsidized corn coming into Mexico from the United States, though they agree that the abolition of U.S. agricultural subsidies would benefit Mexican farmers.[73]"

Genau. Danke.

Und jetzt haben wir nur über mexikanische Bauern geredet, nicht über mexikanische Fabrikarbeiter, Ingenieure, Wissenschaftler, Banker, Beamte, Angestellte und so weiter. Das sind größtenteils wesentlich größere Gruppen, und denen nützt das Abkommen. Das mexikanische GDP steigt kontinuierlich, und selbst wenn die Lebensmittelpreise wegen billiger Importe sinken, dann ist das nicht generell schädlich, sondern nützlich gerade für arme Leute, die was anderes mit ihrem Leben vorhaben als Mais anzubauen.

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allessuper 17.02.2017, 20:32
5. Ach Gottchen. Im Kindergarten.

wenn die Weltlage nicht so ernst wäre, so würden wir ob dieser Spielchen schmunzeln. Du bist jetzt nicht mehr meine beste Freundin. Ich gehe mit der XY. usw.

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 17.02.2017, 20:33
6. ein falscher Freund

Verbrauchern, Lohnabhängig beschäftigten sowie Erwerbslosen hat Herr Trudeau nichts zu bieten. Das einzig positive ist, dass dies bei ihm unabhängig von Herkunft, Glaube und Hautfarbe zu sein scheint. Ein Typischer Vertreter des Neoliberalismus der gesellschaftspolitisch progressiv auftritt, aber auch eben diese progressive Gesellschaftspolitik durch den friss oder stirb Kapitalismus, den er vertritt, untergräbt. Trudeau ist ist mit CETA, wie auch entsprechender europäische Politiker, Wegbereiter für Leute wie Trump und schlimmeres.

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taheles 17.02.2017, 20:36
7. Dies ist eine gute Zeit, um neue Freundschaften zu begründen...

...oder bestehende zu intensivieren! Trudeau nennt uns einen "echten Freund". Putin lädt den werdenden Präsidenten Steinmeier ein, wann immer er kommen möchte. Xi Jinping ist ein überzeugter Befürworter der Europäischen Union. Und das sind vermutlich noch nicht alle. Nun, nach dem Zerfall der UDSSR gab es mal eine Friedensdividende. Jetzt gibt es eine "Trump-Dividende". Einfahren, mitnehmen! Wir werden sie noch brauchen. "America_FIRST, America_FIRST!"... das lässt alle "Non-Americans" zusammenrücken, überdenken, was sie denn wirklich für Probleme miteinander hatten - und dann hoffentlich auch enger kooperieren. Viele Chancen, viel Arbeit für das Außenministerium. Eigentlich schade, dass der erfahrene, gut vernetzte Steinmeier gerade jetzt das Außenamt verlässt. Nur innerhalb der EU sehe ich momentan noch keine entsprechende Entwicklung. Im Gegenteil. Die USA machen 9-10% unseres Außenhandels aus. Wenn das durch Protektionismus auf 5-6% zurück geht - so what? Aber wenn Marine Le Pen und Geert Wilders die nächsten Wahlen gewinnen und ihre Länder aus Euro und EU heraus führen, dann macht bitte der Letzte, der Deutschland verlässt hier das Licht aus.

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Sumerer 17.02.2017, 20:37
8.

Zitat von allesamt
Die meisten EU-- und Nato-Staaten sind wegen der Trump`schen Außen- und Wirtschaftspolitik verunsichert. Darum gilt jetzt: Alle Bündnispartner sprechen sich ab und bilden eine Front gegen Trump. Die Angst, Trump könnte Putin nicht mehr mit dem gleichen Elan bekämpfen wie Obama, treibt unsere Kanzlerin zu fortwährenden Gesprächen mit den Verbündeten. Das primäre Ziel der Bundesregierung ist und bleibt aber die Ausgrenzung Russlands, wobei speziell die Dämonisierung Putins durch die Medien ein wichtiger Faktor ist, um ihre Politik erfolgreich durchsetzen zu können.
Das quasi "russische Zarenreich" könnte maximal militärisch dem deutschen wirtschaftlichen Erfolg im Wege stehen. Damit ist auch klar, an welchen Prämissen sich Merkels Politik orientiert, die traditionell nach Beendigung des zweiten Weltkrieges schon alternativ betrieben wird.

Diese politische Ausrichtung Deutschlands könnte man auch nachlesen - in Büchern, in denen schon vorher diese Alternative beschrieben wurde.

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