Forum: Politik
Katalonien: Recht haben reicht nicht
DPA

Die Lage in Katalonien ist verfahren. Die Nationalisten manövrieren sich in eine Sackgasse, die Zentralregierung hat ihren Spielraum eingeengt. Zeit für einen Mediator - sonst droht eine Eskalation.

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Fincafritz 06.10.2017, 12:09
1. Nachhilfe !

"Zwei junge Frauen mit der katalanischen (rechts) und der spanischen Fahne (links) "
Oh je, peinlich, peinlich, lieber Spiegel, wie wärs denn mit ein paar Nachhilfestunden in Flaggenkunde ?

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fördeanwohner 06.10.2017, 12:13
2. -

Ganz ehrlich, ich habe kein Verständnis für dieses egoistische Anliegen.
Tatsächlich ist wohl der einzige Weg, der die Sache relativ fair beenden könnte, das von dem Autor des Textes genannte Angebot seitens der katalanischen Verantwortlichen. Alles andere könnte viel zu gravierende Folgen haben.
Die auf ihrer Unabhängigkeit beharrenden Katalanen sollten ihre rein eigennützigen, aber auch für sie selbst schädlichen Forderungen aufgeben.

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mielforte 06.10.2017, 12:16
3. Eine schwache Regierung und ein schwacher König

lassen sich ihr Land streitig machen. Wahrlich liegt die Schuld auf beiden Seiten.

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oweh! 06.10.2017, 12:19
4. Von oben herab

Wer die katalanische Regierung dafür kritisiert, was sie alles falsch macht, verkennt mit voller Absicht, dass ihr von der spanischen Zentralregierung ja jeder Spielraum genommen wurde, etwas richtig zu machen. Die Zentralregierung will nur, dass die Aufmüpfigen endlich zu Kreuze kriechen. Die Zentralregierung hat, um Gegensatz zur katalanischen Regierung, die Wahl der Mittel gehabt. Sie hätte ein legales Referendum, das die katalanische Regierung ja auch eigentlich wollte, genehmigen und (mit ziemlicher Sicherheit) gewinnen können. Rajoy hat es vorgezogen, Polizisten zum Prügeln zu schicken anstatt sich eine demokratische Mehrheit für den Verbleib Karaloniens in Spanien zu holen.

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rauchendes_gnu 06.10.2017, 12:19
5. verstehe nur spanisch...

Leider führt der Link bei Art. 155 auf eine spanische Seite. Wem das spanisch vorkommt, der kann den deutschen Text auf der Seite verfassungen.eu abrufen. Der genannte Artikel findet sich in Titel VIII, Kapitel III - Die Autonomen Gemeinschaften.

Davon abgesehen hoffe ich, daß sich ein Mediator findet, der die beiden Seiten zusammen und ins Gespräch bringt. Eine Separierung, ev. sogar unter Anwendung von Gewalt, wäre nicht ein, sondern zwei/drei Schritte rückwärts, hin zur Kleinstaaterei. Damit wäre uns in Europa sicher nicht gedient, zumal dann auch andere Regionen auf diesen Zug würden aufspringen wollen.

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calm 06.10.2017, 12:20
6. Zwei Kampfhähne

Rajoi und Puigdemont sind beide gefangen in ihrem Hahnekampf gegeneinander...und das Volk lässt sich mal wieder, auf der einen, wie auf der anderen Seite, mit hineinziehen! Warum sagen die Menschen nicht: "Geht in einen Karate-Dojo und lasst uns zufrieden mit eurem Machtstreben, mit euren Nationalismen und mit eurer Rechthaberei!"

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smokiebrandy 06.10.2017, 12:21
7. Recht hin Recht her...

Das unverhältnismäßige Vorgehen der spanischen Polizei hat die Zentralregierung selbst außerhalb des Gesetzes gestellt. Wo steht in der Verfassung geschrieben, dass die Polizei und somit die spanische Regierung gegen ihre friedlich demonstrierende Bürger oder diejenigen, die an irgendeinem Bürgerentscheid, der sowieso nicht anerkannt wird, mit einer solchen Brutalität vorgehen darf?
Wenn das erlaubt sein sollte, ist diese Verfassung nur einen Dreck wert!
Unsere Bundesregierung moniert weltweit überharte Polizeieinsätze regelmäßig , besonders wenn diese außerhalb der EU stattfinden. Hier windet man sich und sucht nach Erklärungen.
Passiert soetwas in erhalb Deutschlands, wie in Hamburg, redet man sich damit heraus , dass es Sache der Bundesländer sei...
Die Polizei sollte die Menschen vor Gewalt und Schaden schützen...vor Gewalttätern und Terroristen...sie sollte nicht zur Interessensvertretung einer politischen Gruppierung verkommen, da ansonsten das demokratische Grundvertrauen in die Staatsdiener zerstört wird.

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GSYBE 06.10.2017, 12:21
8. nicht so heiss wie gekocht

Meine Meinung, nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird.
Puidgemont rudert ja schon seit Tagen zurück. Die sog. `Verkündung´ der Unabhängigkeit wird ständig verschoben, die verbotene Versammlung des Parlamentes in Katalonien wird jetzt als `Diskussionsrunde´ deklariert und nicht als Verkündung eines neuen Status´.

Und nicht zuletzt werden die Katalanen selbst noch vernünftiger werden, da sie jetzt am eigenen Leib sehen, dass die Firmen (und Banken) mit internationaler Ausrchtung aus Katalonien verschwinden....genau dies wurde ja immer von den Separtisten verneint und diese beschworen immer wie `toll alles werden wird´.

Auch ist - für Sonntag glaube ich - eine Grossdemonstration gegen die Separation und für Spanien in Barcelona angesagt; da werden wir mal sehen können, wie `friedlich´ die Separatisten und deren Anhänger tatsächlich sind (sind sie nämlich überhaupt nicht).

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angst+money 06.10.2017, 12:22
9. ismen abschaffen

Falls die Menschen nicht lernen, dass Hysterie und Übertreibungen Gift für die Politik sind und noch nie zu was Gutem geführt haben, sehe ich schwarz. Egal ob Islamisten, 'Alternativ'-isten, Separatisten und Konsorten: Manchmal gewinnt ihr vielleicht für kurze Zeit, aber ihr oder eure Kinder werdet verlieren. Und, so lehrt es zumindest die Geschichte - mit weniger da stehen als ihr vorher hattet. Aber wenigstens habt ihr es 'ihnen' mal gezeigt, was?!

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