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Kinderstars: Der Thunberg-Effekt
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Der Aufstieg von Greta Thunberg zum Star der Klimaschutzbewegung zeigt die Macht des emotionalen Appells in der Politik. Wer sich nicht von Kinderaugen rühren lässt, muss ein Schuft sein. Oder gibt es Einwände?

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Mikrohirn 07.02.2019, 16:02
1. Wer glaubt,

dass Kinder süß und putzig sind, hat seine Kindheitserlebnisse mit anderen Kindern vergessen (oder verdrängt).

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muellerthomas 07.02.2019, 16:08
2.

"Seht her, las man in einer Reihe von Artikeln, so schlimm wird das Mädchen in rechten Kreisen gemobbt! Damit war die Grenze markiert. Wer sich jetzt noch kritisch zu äußern wagte, befand sich an der Seite von Kinderhassern."

Ne, es wurden nicht alle, die Kritik an ihr übten zu rechten Kinderhassen angestempelt, sondern es wurde gezielt rechte Polemik als solche bloßgestellt.

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erwachsener 07.02.2019, 16:09
3. Keine Strohmannargumente verwenden

Am 02.02. erschien in SPON ein Interview mit Greta Thunberg. Sie machte darin nicht den Eindruck als ob sie erwarte, daß man wegen ihres Alters oder Ihrem Asperger-Syndrom besondere Rücksicht auf sie nimmt. Sie erwartet vor allem, daß man ihr wegen ihres Alters abnimmt, daß sie sich ernsthafte Sorgen um die zukunft macht - eine Zukunft, welche viele derer, die gerade darüber entscheiden, wahrscheinlich nicht mehr erleben werden. Herr Fleischhauer benutzt hier einen sog. Strohmann, indem er eine nie aufgestellte Behauptung angreift.


Greta Thunberg als ein Beispiel für ein außerrhetorisches Mittel ur Beeinflussung hinzustellen ist selbst ein rhetorischer Trick, um Thunbergs berechtigte Sorgen mit einem ad hominem Argument zu entkräften.

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Sonderlich 07.02.2019, 16:13
4. Ja ne, ist klar:

wer die undifferenzierten und unangemessenen Angriffe gegen ein junges Mädchen, welches momentan die um ihre Zukunft besorgten Kinder symbolisiert zurück weist, provoziert damit dass diese argumentlosen Angreifer AfD oder ähnliches wählen ... Fleischhauer, das ist selbst für Ihr Niveau eine Zumutung.

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Stefan_Schmidt 07.02.2019, 16:13
5. Es wird immer dünner, Herr Fleischhauer

Das soll der Punkt Ihrer Kolumne sein? Dass aufgrund von linksliberaler Medienreaktion auf die rechtspopulistische Klimawandelleugner-Reaktion auf Thunberg nun ohnmächtige Wut wächst, die auszudrücken sich die Bürger erst in der Wahlkabine trauen werden? BS. Mal abgesehen davon, dass man schon ganz feste und lange blinzeln muss, um zu übersehen dass Rechtspopulisten sich durchaus und ubiquitär trauen, ihrem Unmut Luft zu machen, finde ich zwei Sachen an Ihrer Kolumne bedenklich: 1.) Sie reduzieren sich immer mehr auf einen Beißreflex gegen alles, was links oder liberal ist, und 2.) Sie kauen schonmal die Rechtfertigung für eventuelle zukünftige Rechtsaußen-Grenzüberschreitungen vor. Ich will Ihnen nicht vorwerfen, wie frustriert Sie sind, aber bitte gehen Sie doch in den Ruhestand. Ihr Beitrag zur Gesellschaft ist nur noch kontraproduktiv. Noch nicht mal "Gedanken anregen" kann man zu Ihrer Verteidigung ins Feld führen, das läuft inzwischen auf "Gedanken verknoten" hinaus.

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cofrap 07.02.2019, 16:13
6. Es sollte um Inhalte gehen ....

nicht um die Person.
Das Mädchen hat eine Meinung geäußert auf welche man, positiv oder negativ, reagieren kann.
Wer immer sich an den privaten Eigenschaften des Mädchens abarbeitet anstatt auf die Argumente und Äußerungen einzugehen muss sich fragen lassen ob er das als erwachsener Mensch nötig hat und welche Art von Mensch er ist.
Ich bin mittlerweile fast 50 und muss zugeben das auch ich manchmal Angst vor der Zukunft habe die ne dem Scherbenhaufen den wir hinterlassen.

Der junge Mensch, welche das Mädchen einfach auch ist, hat vollkommen recht.

So einfach ist das.

Das sollten wir diskutieren, nichts anderes.

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dasbeau 07.02.2019, 16:13
7. Ende fehlt

Herr Fleischhauer, kann es sein, dass Sie versehentlich zu früh auf "senden" gedrückt haben? Offensichtlich fehlt mindestens ein ganzer Absatz: Die Essenz.

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remedias.cortes 07.02.2019, 16:15
8. Greta ist nicht Bambi.....

und mit 16 auch kein Kind, sondern eine Umweltaktivistin im Teenageralter, die sich Sorgen um eine Zukunft macht, die sie mit statistischer Wahrscheinlichkeit länger betreffen wird als sie das die meisten Spiegel- Kommentaristen tut. Wenn Asperger- Autismus hilft, die Dinge klar und wahrhaftig zu sehen und ohne Eigennutz, Seilschaften und falsche Rücksichten rational zu handeln, dann sollten viel mehr Asperger- Autisten in die Politik gehen.

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guidomuc 07.02.2019, 16:15
9. Liebe Greta

es ist toll, wie Du Dich engagierst und für Deine Ziele kämpfst. Aber hab keine Angst. Der Meeresspiegel steigt und er wird es weiter tun, ob wir jetzt oder morgen oder in 10 Jahren etwas versuchen dagegen zu tun. Du und niemand anderes auf der Welt jedoch wird daran sterben, wir Menschen können uns anpassen und werden dies tun so wie wir das schon immer getan haben. Maßnahmen gegen den Klimawandel sind verabschiedet und es werden weitere hinzukommen. Dafür braucht es Kompromisse. Das diese in Deinem schwarz/weiß Denken keinen Platz haben, ist Dir nicht vorzuwerfen.

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