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Koalitions-Journalismus: Keine weiteren Fragen bitte
AP

Die Große Koalition hat auch im deutschen Journalismus tiefe Spuren hinterlassen: Wer spitz nachfragt, gilt mittlerweile als gefährlicher Ruhestörer.

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skylarkin 07.09.2017, 13:04
1.

Danke, so ist es. Kritische Fragen nicht erwünscht bzw.nur von links und sich dann wundern, dass das Vertauen in den Journalismus schwindet.

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Bondurant 07.09.2017, 13:05
2. Wohl erkannt

Wahrscheinlich meinen die Leute, die mehr Wahlkampf anmahnen, man müsste Merkel stärker von links kritisieren.

So ist es. Aberr es ist wirklich nicht nur lächerlich, sondern in höchstem Grade beunruhigend, dass die drei wirklichen Schicksalfragen dieses Landes - EUROPA/Euro, Energiewende und Massenzuwanderung aus muslimischen Kulturen - in diesem Wahlkampf keine Rolle spielen. Statdessen beschäftigt man sich mit läppischen Scheinproblemen wie der Rente mit 70 oder der Frage, ob man sofort stirbt oder erst später, wenn man in Stuttgart eine Luft einatmet, die noch in den Goldenen Siebzigern der alten BRD als geradezu klinisch sauber gegolten hätte. Und - natürlich - ob Transfrauen auch richtige Frauen sind oder was das überhaupt heißt. Nun ja. Wäre ich VTen zugeneigt, ich würde hinter diesen Ablenkungsmanövern System vermuten.

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flintenuschi 07.09.2017, 13:08
3. Fundierte Analyse

Herr Fleischhauer, interessante Analyse unseres journalismuses. Herr strunz kann man aber nur dann bewerten, wenn man seine zum Teil stupiden und populistischen Sendungen im frühstücksfernsehen betrachtet. wünschenswert wäre eine Erwähnung zu seinen absolut unpassenden und unqualifizierten Aussagen im tvduell der kleinen("finden Sie Herrn lindner scharf?") etc.

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Freidenker10 07.09.2017, 13:09
4. Wow!

Ehrlich, das war der beste und ehrlichste Artikel den ich seit laaangem gelesen habe! Mit dem meisten sprechen Sie mir aus der Seele! Vielleicht hört auch endlich mal die Verunglimpfung derjenigen auf, die die Meinstream Politik nur noch ank***t! Auch habe ich laaange auf eine mediale Selbstkritik gewartet und die einzige die mir außer der Ihren einfällt war von Giovanni di Lorenzo von der Zeit und die ist auch schon länger her. Auch finde ich Ihre Kritik an den ÖR mehr als angebracht und Ihre Schlußfolgerung dann eben einen Stuhl leer zu lassen perfekt! Also, Danke für diesen Artikel und bitte mehr davon!

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erlachma 07.09.2017, 13:10
5.

Ernsthaft? Mit falschen Zahlen agieren und Zitate sinnentstellt verkürzen ist für Fleischhauer "spitz nachfragen"?
Dann ist die AfD ja sicher nur eine Partei der Spitznachfrager.

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phg2 07.09.2017, 13:12
6.

Strunz ist sicherlich nicht mein Fall, aber wo ist denn da jetzt schon wieder das Problem?
Klar, darf der das - dazu noch ein Journalist, der von links kritische und unangenehme Fragen stellt und das "Duell"
wäre ev. nicht komplett vergeudete Zeit gewesen.

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wjr69 07.09.2017, 13:14
7. Mutig..

und mal etwas anderes, dass sich ein Journalist outet, welche Partei er wählen wird. Fleischhauer hat recht, dass sich die Journalisten vor allem darüber aufregen, dass Merkel von rechts und nicht von links durch Strunz kritisiert wurde. Gegen Fragen Kaliber "Warum machen wir überhaupt Aufnahmeverfahren und erkennen ohne Prüfung alle Flüchtlinge sofort an", die bspw. ein Georg Restle von Monitor gestellt hätte, wären bestimmt keine Einwände gekommen.

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Lankoron 07.09.2017, 13:15
8. Dann nehmen sie

aber ihre eigenen Kollegen von SPon und viele etablierte nicht in Schutz. Wo sind denn die kritischen Nachfragen, wenn öffentlich gelogen wird in der Bundespressekonferenz, oder in anderen polititschen Konferenzen? Wo sind denn die kritischen Recherchen, die für Fragen und Antworten in politischen Talkshows sorgen, von denen wir tagtäglich berieselt werden? Die meisten Journalisten haben es sich doch selber so bequem gemacht in ihrem Ressort, das sie die eigene Ethik genauso schnell als verhandlungsmasse benutzen wie Politiker ihre politischen Ziele.

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hauschildbrutillot 07.09.2017, 13:15
9. Journalismus

Ich bin selten mit Herrn Fleischhauer einer Meinung, auch diesmal nicht. Doch in einem Punkt stimme ich ihm zu: ich empfand die Journalisten in dieser Runde als Stichwortgeber, insbesondere Frau Illner. Für mich war Claus Strunz der einzige wirkliche Journalist und mit seiner Frage an SPD-Schulz nach dem Gold, dass Flüchtlinge angeblich für Deutschland bedeuteten hat er diesem eine Steilvorlage geliefert. Er ist seinem Beruf nachgegangen und das ist heute eher eine Seltenheit in Zeiten der Leisetreterei in diesem Gewerbe. Es ist Unsinn, Strunz aufgrund seiner Fragen in die Nähe der AfD zu rücken, vielleicht sympathisiert er mit diesen Herrschaften, das ist seine Sache. Und wenn ich auch mit Herrn Fleischhauer ein wenig übereinstimme, FDP würde ich nie wählen! Künftig lautet die Parole, frei nach Trappatoni: mehr erlauben Strunz!
Salutations de La France (en marche).

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