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Krise in Venezuela: Parlament erteilt Maduro Sondervollmachten
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Venezuelas Abgeordnete haben sich selbst entmachtet. Das Parlament hat beschlossen, dass Staatschef Maduro neun Monate lang per Dekret regieren darf. Die Sozialisten begründen den Schritt mit der Bedrohung aus den USA.

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Worldwatch 16.03.2015, 06:49
1. Venezuelas Abgeordnete ...

... haben der venezulanischen Farce zu folgen. Wie schon all den Korrupt-Farcen aus der wechselvollen Geschichte des Landes (nicht jedoch, "Staates"!) zuvor.

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abc-xyz 16.03.2015, 07:43
2. Ermächtigungsgesetz auf venezolanisch

Maduro bemüht sich redlich zu zeigen, warum scharf "links" gerichtete Regierungen sich nur mit totalitären "Gesetzen" über Wasser halten können. Dieses Ermächtigungsgesetz dient nur das Volk weiter zu unterdrücken, während Brot und Milch knapper werden. Und das in einem Land das mehr Erdölreserven hat als die Emiraten. Da noch von Missmanagement zu reden ist reichlich niedlich ausgedrückt.

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hansulrich47 16.03.2015, 07:45
3. Der Anfang vom Ende!

Das ist ein typisches Geschehen, wenn einem irrealen System die Luft ausgeht. Erst Feinde im Inneren suchen und einsperren und wenn auch das nicht hilft, Feinde von aussen aufbauen. Zum Glück ist Venezuela so desolat Pleite, dass das Einmarschieren in den Nachbarländern als Standardhilfe für den Systemerhalt auch nicht mehr geht. Ich hoffe, Kolumbien und Brasilien bleiben ungeschoren! Komisch nur, dass so ein Verhalten für Linke und Rechte Diktatoren üblich ist. Beispiele: Argentiniens Falkland-Krieg einerseits und Stalins Säuberungen andererseits. (Oder Griechenlands Deutschland bashing!)

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laotse8 16.03.2015, 08:01
4. Selbstentmachtung des Parlamentes

erscheint in heutigen Zeiten nicht ungewöhnlich. Wenn man dabei an den neuen Gouverneursrat des ESM und dessen Immunität, Einkommenssteuerbefreiung und vor dem BverfG kaum verhohlene Nachforderungsmöglichkeiten in dreistelliger Milliardenhöhe denkt, die das Haushaltsrecht als Königsrecht des Bundestages vollständig konterkarieren können, sieht man, dass die Zeiten des Parlamentarismus schon wieder vorbei, und die Zeiten der großen Anführer, Präsidenten, Generalsekretär/innen und wie sich alle männlichen und weiblichen Großmäuler auch schimpfen lassen, leise und schnell weltweit wiedergekommen ist.

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pecaracas 16.03.2015, 08:23
5.

Venezuela ist das beste Beispiel, dass Linke nicht regieren koennen. Was koennte man auch von einem Busfahrer als Praesident erwarte. Es sind nicht die Amerikaner, die das Land invadieren wollen, so wie von den Linken der Welt, die deutschen Linken eingeschlossen, gesagt wird, sondern es sind die Kubaner, Russen und Chinesen, die das Land ausbeuten.Eine traurige Rolle spielen dabei die suedamerikanischen Staaten, wie UNASUR und die OEA, die diese linke Diktatur wortlos zulassen.

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thunderstorm305 16.03.2015, 09:02
6. In der Diktatur angekommen!

Ob links oder rechts spielt keine Rolle. Sobald eine Regierung zu lange ohne richtige parlamentarische Kontrolle besteht entwickeln sich diktatorische Züge. Und auch wenn die Regierung immer betont im Sinne der Gemeinschaft zu handeln, tritt sie damit immer die Grundrechte der Menschen mit Füßen. In Venezuela kann man das sehr gut sehen. Dort ist mittlerweile eine Gruppe Linker an der Macht, die vor allem eines wollen. Ihre Macht erhalten und niemanden anderen diese zu überlassen. Ein Vorbild ist das schon lange nicht mehr. Und es ist bezeichnend dass gerade Russland an Manövern dort teilnimmt.

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thunderstorm305 16.03.2015, 09:04
7.

Zitat von laotse8
erscheint in heutigen Zeiten nicht ungewöhnlich. Wenn man dabei an den neuen Gouverneursrat des ESM und dessen Immunität, Einkommenssteuerbefreiung und vor dem BverfG kaum verhohlene Nachforderungsmöglichkeiten in dreistelliger Milliardenhöhe denkt, die das Haushaltsrecht als Königsrecht des Bundestages vollständig konterkarieren können, sieht man, dass die Zeiten des Parlamentarismus schon wieder vorbei, und die Zeiten der großen Anführer, Präsidenten, Generalsekretär/innen und wie sich alle männlichen und weiblichen Großmäuler auch schimpfen lassen, leise und schnell weltweit wiedergekommen ist.
M.E. aber es besteht ja schon noch ein Unterschied ob ich die Opposition unterdrücke, polizeilich verfolge und nun das ganze Parlament entmachte. Ansonsten bin ich erstaunt dass der Admin Ihren Beitrag freigegeben hat. Da fragt man sich schon wo die gute Kinderstube geblieben ist.

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piccolo-mini 16.03.2015, 09:14
8. Maidan in Caracas?

Wie kommt der anonyme Autor dazu seine Meinung, dass das Gesetz einen anderen Zweck als den vorgegebenen hätte, in einem Bericht als Tatsache zu verkaufen?
Hast er eine schlechte Ausbildung genossen, oder eine Agenda zu befolgen?
Seit der ersten Wahl von Chávez sabotieren die USA Venezuela, wo sie können. Beginnend mit dem "Volksaufstand" in Venezuela, wie er bereitwillig von der Deutschen Presse genannt wurde, bei dem die korrupten, ehemaligen Eliten gegen die wirtschaftliche Rettung der indigenen Bevölkerung protestierten.
Ein linkes Venezuela darf nicht sein, auch wenn es sich mehrfach hintereinander demokratisch so entschieden hat, also wird es solange attackiert, bis ein neuer Maidan dabei heraus kommt.
Natürlich wieder als Ausdruck des Freiheitswillens der Bevölkerung, ohne Finanzierung durch Konzerne oder ausländische Mächte.

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Hermes75 16.03.2015, 09:15
9.

Ob dieses Ermächtigungsgesetz Manduro wohl helfen wird, dass der Ölpreis wieder steigt oder man in Venezuela wieder Klopapier bekommt? Wohl eher nicht.

Eigentlich ist es immer die gleiche Leier: Wenn Sozialisten irgendwo an die Macht kommen, dann fahren sie die Wirtschaft gegen die Wand und suchen die Schuldigen woanders. Sehr beliebt ist dann immer der Verweis auf die "imperalistischen" USA.

Vielleicht sollte Herr Manduro bedenken, dass die USA der größte Kunde für das venezolanische Öl sind und er den Laden dicht machen kann wenn sie nicht mehr bei ihm einkaufen...

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