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Kritik an EU-Partnern: Mischt Euch ein!
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Kritik ist gut! Und gerade über Grenzen hinweg kann sie zur Auflockerung innenpolitischer Gefechtslagen beitragen. Darum ist es höchste Zeit für uns Europäer, uns in die "inneren Angelegenheiten" der Nachbarn einzumischen.

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mactruth81 10.11.2017, 16:25
1. Sanktionen

Und ich dachte eine Einmischung rechtfertigt internationale Sanktionen?
Manche sind eben gleicher...

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lachina 10.11.2017, 16:26
2.

Ich hätte ja eine Vermittlung der Europäer im Fall "Katalonien" erwartet. Außer dass Deutschland die Unabhängigkeit nicht anerkannt hat, ist nicht viel geschehen. Und wenn die übrigen Europäer den Alleingang von Frau Merkel in der Flüchtlingskrise 2015 offen kritisiert hätten - na was dann. Habe immer das Gefühl, Deutschland als größtes Zahlerland hat das Recht, alle zu kritisieren "Club Med" "Pleite-Griechen" " Widerstand in Polen" , empfindet es aber als Zumutung, etwas einzustecken.

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imo27 10.11.2017, 16:43
3. Polen braucht keine deutsche Arroganz

Was ist denn bitte die "polnische Zivilgesellschaft"? Gehört jene Mehrheit der polnischen Bevölkerung, die die Regierung unterstützt, nicht zur Zivilgesellschaft? Furchtbar, diese Phrasendrescherei.

Ansonsten sollten wir uns als Deutsche beim Polenbashing zurückhalten. Der polnische "Widerstand" braucht die deutsche Unterstüzung so dringend wie Fußpilz. Die Polen haben schon immer den Mächtigen die Stirn geboten, auch der eigenen Regierung. Die werden ihre Regierung abwählen, wenn die nicht die Interessen der Bürger vertritt.
Das wird aber nicht funktionieren, wenn sich deutsche Politiker arrogant einmischen, damit treibt man die Menschen nur in die Arme der PiS. Aber unsere Politiker treten leider öfter wie Elefanten im Porzellanladen auf. Steckt wohl in den Genen.

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seine-et-marnais 10.11.2017, 16:57
4. Um Himmels Willen

Der Autor schlägt offensichtlich eine 'selektive' Einmischung vor. Das ist dann doch allzustarker Tobak. Woher weiss ein Portugiese wie eine Finne reagiert, oder ein Ire wie ein Grieche reagiert, die kennen die Spezifizitäten aufgrund der Geschichte, des sozialen Zusammnehalts oder der Wirtschaft, der Finanzen, des Rechtswesens nicht.. Man kann nicht von einem 'Standard' ausgehen, möglichst dem des Autors, und sich dann kunterbunt in allen möglichen Staaten Europas einmischen. Dem Autor schwebt so etwas wie ein Ideal vor, und in dessen Namen darf man sich dann überall einmischen. Ist gerade in Nordafrika und im Nahen Osten schiefgegangen, warum sollte es in Europa innerhalb der EU klappen. An den Autor gerichtet: Ihr vorgeschlagener Weg ist ein gefährlicher Irrweg. Böse könnte ich sagen, die Deutschen glauben schon wieder dass an ihrem Wesen Europa genesen soll.

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wofgang.dietrich.lorenz 10.11.2017, 17:04
5. Mischt Euch ein!

Dieser Artikel bringt es auf den Punkt. Politische Überkorrektheit innerhalb der EU ist nicht angebracht. Entweder gibt es gemeinsame Werte oder keine. Kein Staat, weder Polen, Ungarn usw. ist gezwungen in der EU zu bleiben. Die EU braucht an sich diese Bettlernationen nicht. Auch Deutschland hat das Recht, Kritik zu üben und vielleicht merkt man, dass die Bürger in Deutschland nichts mehr mit Hitler und dem 2. Weltkrieg zu tun haben. Ich bin 1948 geboren und war nie der Meinung, dass ich auf Grund der Taten unserer Eltern und Großeltern im zweiten Weltkrieg nun mein ganzes Leben lang in Sack und Asche gehen muss. Dies gilt natürlich gegenüber allen Staaten, insbesondere gegenüber Polen, der Slowakei, der Tschechei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien etc., auch gegenüber Israel. Es wird Zeit, dass ein neues Selbstbewusstsein in den Köpfen der Deutschen Bürger heranreift. Es muss ja wahrlich nicht mit dem Gedankengut von ADF und Pegida gedüngt werden.

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flux71 10.11.2017, 17:10
6.

Seht ihr, so geht das: Man darf die Meinung sagen, solange es der eigenen Meinung nicht zuwider läuft. Man darf PiS natürlich hochjubeln und man darf sich einmischen, wenn Protestierende gegen sie sind nach dem Motto: "Was soll der Protest, die Partei ist doch gewählt!"

Aber wehe, man vertritt eine andere Meinung. Dann wird das verachtet und abgetan mit "Was mischen wir uns auch da ein? Das steht uns gar nicht zu."

Ich stimme dem Gastbeitrag zu. Wir _müssen_ uns einmischen, weil nämlich MEINE Meinung genauso viel zählt wie DEINE Meinung. Sie ist gleichwertig wie das Kreuz bei der Bundestagswahl, das uns 12,6 % Rassisten im Parlament beschert hat.

Meine Meinung zählt. Und ich halte nichts davon, sie hinterm Zaum zu halten. Das wäre ja, als würde ich den Rechten Recht geben und sie ermuntern, einfach weiterzumachen.

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Velbert2 10.11.2017, 17:16
7. Auch umgekehrt

Dieses "Einmischen in innere Angelegenheiten" anderer Staaten kann dazu führen, dass auch andere Staaten sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischen könnten. Schliesslich ist so etwas nur rechtens, wenn dies keine Einbahnstrasse bleibt. Ob wir das dann auch so gerne hätten bleibt fraglich.

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citizen01 10.11.2017, 17:21
8. Das mit der Kritik gegenüber anderen wäre überzeugender,

wenn nicht schon Kritik im eigenen Lande so gar nicht gerne gehört würde. Eine der rühmlichen Ausnahmen ist SPON, in dessen Foren nicht nur gelegentlich recht kühne statements zu lesen sind.

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kobold17 10.11.2017, 17:32
9. Bremsklötze?

Strategien funktionieren nur wenn das Gegenüber mitspielt. Seit Jahren beobachte ich nur wie mit dem Fuß gestampft wird und das anschließende mi mi mi. Das Händeaufhalten für die Kollekte ist selbstverständlich geworden ohne eine europäische Leistung zu erbringen. Die Osterweiterung war eine gute Idee, aber wenn ein ICE dauernd auf die Bremse tritt kommt er einfach nicht an. Wer aufspringen möchte ist herzlich willkommen, denn das Ziel ist vorne und nicht hinten. Polen und Ungarn wollten mitfahren, und wenn sie das Tempo nicht ertragen können gibt es auch noch Reisetabletten oder einfach rausschmeißen. Außerhalb von Europa wird kräftig Gas gegeben und viele Stopps können wir uns nicht mehr leisten.

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