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Kuba-Reise des US-Präsidenten: "Die Zukunft wird von Kubanern bestimmt - von niemande
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Vor der Annäherung wäre es unvorstellbar gewesen - doch US-Präsident Obama hat nun seinen Besuch in Kuba gestartet. Er schüttelte Staatschef Castro die Hand. Dieser warb für Lockerungen der Blockaden.

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Sangit raju 21.03.2016, 19:46
1. Natürlich...

... müssen alle Blockaden fallen ohne dass Cuba der 51te Staat der USA wird... Was sagt Herr Trump dazu...??? Weiß er überhaupt, wo Cuba liegt...???

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Stäffelesrutscher 21.03.2016, 19:52
2.

»"Hier könnte viel mehr getan werden, wenn die amerikanischen Blockaden gelockert würden", so Castro. ...
US-Präsident Obama bedankte sich für die herzlichen Willkommens-Gesten seiner Gastgeber. Sein Besuch sei vor kurzem noch "unvorstellbar gewesen. Es sei ein "neuer Tag angebrochen", a nueva dia - wie er auf spanisch anfügte.
...
Zum Auftakt des offiziellen Teils seiner in den USA umstrittenen Kuba-Visite hatte Obama am Denkmal des Freiheitshelden Jose Marti am Platz der Revolution einem Kranz niedergelegt.
...
Zudem verlangt er die Rückgabe des US-Stützpunkts Guantanamo auf Kuba,«

*Seufz*

Raúl Castro hat nicht von »amerikanischen Blockaden« gesprochen, sondern von der »Blockade der USA«.
»a nueva dia« ist alles, nur kein Spanisch. Korrekt wäre »un nuevo día«.
Der Freiheitsheld - und Dichter - hieß José Martí.
Der Stützpunkt heißt Guantánamo.

Die kubanische Nachrichtenagentur ACN meldet übrigens, dass Obama nach der Ehrenbekundung für José Martí vom Protokoll abgewichen ist und sich vor den Bildern der Revolutionshelden Che Guevara und Camilo Cienfuegos hat fotografieren lassen.

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brotherandrew 21.03.2016, 19:52
3. Eigentlich ...

... ein schlauer Schachzug von Obama. Indem Touristen und Investoren aus den USA nach Kuba kommen, wird dort über kurz oder lang der american way of Life installiert werden. Kuba kann sich nicht mehr abschotten und wird dafür einen entsprechenden Preis bezahlen.

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tailspin 21.03.2016, 19:53
4. Gerade noch mal gut gegangen

Die Kuba Krise waere um ein Haar in einen haarstraeubenden Atomkrieg ausgeartet.

In den 70'ern habe ich beilaeufig erfahren, dass ich deswegen 1962 fast gestorben were. Besten Dank, ihr Psychopathen aller Laender.

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jj2005 21.03.2016, 19:54
5. Eine neue Ära

Es sei ein "neuer Tag angebrochen", a nueva dia - wie er auf spanisch anfügte.

Na, das kommt dem Spanier sicher sehr spanisch vor. Aber Scherz beiseite, man sollte Obama viel Glück wünschen bei dem Versuch, sich seinen Friedensnobelpreis nachträglich zu verdienen. Und den Kubanern wünsche ich, dass sie nicht auf die neuen Batistas reinfallen, die sicher schon auf der Lauer liegen.

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readme74 21.03.2016, 19:58
6. Es bleibt zu wünschen...

Es bleibt zu wünschen, dass die Kubaner standfest bleiben, und dass sie im Zuge einer "Annäherung" zwischen Kuba und den USA am Ende nicht über den Löffel barbiert werden, wie es in der Vergangenheit oft in Lateinamerika passiert ist.

Die Herrschaft Fulgencio Batistas, des letzten US-amerikanischen Protegés vor der kubanischen Revolution, hat so eindrucksvoll gezeigt wozu die Amerikaner fähig sind, dass man nicht einmal auf andere lateinamerikanische "client states" der USA verweisen muss, in denen in vergangenen Jahrzehnten mithin eine duale Strategie der militärischen Intervention und klandestinen politischen Einflussnahme gefahren wurde.

Basisdemokratischer Widerstand in den "Empfängerländern" gegen diese Strategie, zusammen mit dem Aufkommen neuer Absatzmärkte für lateinamerikanische Bodenschätze und Waren vor allem in Fernost, ist in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren auch der Grund gewesen, warum sich die USA zunehmend machtpolitisch isoliert gesehen haben auf dem nordamerikanischen Kontinent und in Lateinamerika Regierungen demokratisch gewählt wurden, die erfolgreiche Gegenentwürfe zu der neoliberalen Hegemonie des großen Bruders im Norden bieten konnten.

Man sollte sich vor diesem Hintergrund auch nichts vormachen: Obamas "Bemühungen" um Tauwetter zwischen Washington und Havanna sind wenig mehr als Teil eines viel größer angelegten Versuches der USA, ihre alte Dominanz im politischen Machtgefüge des amerikanischen Doppelkontinentes wieder zu erlangen.

Bei einem kompletten Abbau aller Handelsschranken zwischen den USA und Kuba, vielleicht inclusive der Installation eines neuen USA-treuen Regierungs-Regimes als Ablösung des Castro-Clans und seiner Entourage (es gibt gerüchteweise in der Tat bereits amerikanische Diplomaten auf Kuba, die Kontakt zu Dissidenten aufnehmen und diese fördern!), ist jedenfalls für die kubanische Bevölkerung nichts zu gewinnen. Weder wird für die Normalbevölkerung dabei persönlicher Wohlstand und eine Hebung des Lebensstandards herauskommen, noch eine echte demokratische politische Mitbestimmung.

Ich habe die USA viel bereist, und ich war auch vor einigen Jahren auf Kuba. Ich kenne beide Mentalitäten und die Situation in beiden Ländern, und mir graust es vor den gegenwärtigen Entwicklungen. Nicht weil den Kubanern kein Leben in Wohlstand und Demokratie zu wünschen ist, oder an den Segnungen des westlichen Lebens teilzuhaben. Ganz im Gegenteil. Sondern weil zu befürchten steht, dass die Kubaner als ein weiterer ökonomisch und politisch ausgeplünderter Satellitenstaat an der US-amerikanischen Peripherie enden werden.

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air plane 21.03.2016, 20:01
7. Kuba

In ein paar Jahren haben wir dort Crystal Meth, Flatratebordelle, Menschenhandel, Gang-Kriege à la Guatemala.

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weißbrot 21.03.2016, 20:11
8.

"Die Zukunft von Kuba wird von Kubanern bestimmt - und von niemandem sonst"
Naja, son ein paar Wenigen vielleicht. Demokratie ist ja nicht...

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bigtrouble 21.03.2016, 20:14
9.

Durch Kubas Zugang zu US Dollars für internationale Transaktionen bekommt vor allem Russland wieder den Fuß in die Tür...

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