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Laxe Bewachung auf US-Stützpunkt: "Die Tür zur Atombombe stand offen"
AP

Ein Offizier schlief, ein anderer öffnete Handwerkern die Tür zum Atomwaffenlager: Auf amerikanischen Stützpunkten der Air Force ist es zu schweren Sicherheitspannen gekommen. Die Fälle offenbaren massive Probleme beim US-Militär.

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jayram 23.10.2013, 11:56
1. Die USA

sind eines der größten Sicherheitsprobleme des Planeten. Mit Sicherheit nicht das einzige, aber bei dem Zerstörungspotential über das diese Nation verfügt, mit das größte, was ja Vorfälle dieser Art nur noch mehr zementieren. Da ist es auch egal wer Präsident ist.

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hansmaus 23.10.2013, 12:02
2. optional

Tja und nun?
langweiliger Job aus dem es kein Entrinnen gibt und in dem einem eigentlich nix passieren kann...klingt nach Finanzamt essen Nord, statistisches Landesamt Hessen außenstelle Kassel oder so ähnlich....ist es im Grunde genommen seit 1990 auch.

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Duzend 23.10.2013, 12:16
3. Bitte Gerücht vervollständigen!

Zitat von sysop
Ein Offizier schlief, ein anderer öffnete Handwerkern die Tür zum Atomwaffenlager: Auf amerikanischen Stützpunkten der Air Force ist es zu schweren Sicherhe
Der Abberufung von Carey und Giardina ging ausserdem noch voraus, dass der Senator von South Carolina, Lindsay Graham, am 5. September gewarnt hatte, die US-Amerikaner täten gut daran, die Regierung zu einer entschlossenen Haltung gegenüber Syrien und Iran zu stützen, andernfalls könne sonst nicht mehr dafür garantiert werden, dass nicht z.B. an einem Ort der Ostküste (ein Schelm, wer jetzt Charlston ruft) ein atomarer Sprengsatz hochgeht. Die Anspielung sollte öffentlich so verstanden werden, dass man ja nicht wissen könnte, wie weit die Syrer oder Iraner mit ihren Nuklearprogrammen (und wenn es nur die schurkische Beschaffung eines einzelnen Sprengsatzes wäre) und dem Bau ihrer Raketen oder Unterseeboote sind oder welcher Art Terroristen sie solcherlei Sprengsätze alles in die Hände spielen könnten.

Wem jetzt noch nicht die Haare zu Berge stehen, der sei verwiesen auf einen Bericht, demzufolge am 4. September bekannt wurde, dass Nuklearsprengköpfe ohne die sonst üblichen Begleitpapiere aus der DYESS Air Force Base in Richtung South Carolina per LKW auf den Weg gebracht wurden.

Wo sollte es eine hochentwickelte Industriegesellschaft geben, die es sich leisten kann, selbst die verantwortungsvollsten Posten ihrer Landesverteidigung und die hoch- und höchstrangigen Stellen umzubesetzen, weil ein an sonsten untadeliger Offizier in der Freizeit beim Spielen mit gezinkten Karten oder dabei erwischt wurde, kurzen Röcken hinterher zu schauen? Was der SPIEGEL hier schreibt, ist wahr, aber in seiner ostentativen Biederkeit erst nach Ergänzungen glaubwürdig.

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made1973 23.10.2013, 12:23
4. Das erinnert sehr an ....

... den Film 'Wargames' aus dem Jahr 1983. Ach es sind ja erst 30 Jahre vergangen und es hat sich scheinbar nichts geändert. In dem Film sind es 22% der Soldaten, die die Waffen nicht starten würden. Dass es - wie im aktuellen Fall - nicht zu einem Start durch Terroristen gekommen ist, kann man Glück nennen. Naja, mit diesem Bericht werden Terroristen vielleicht aufmerksam und basteln sich ein neues Szenario zurecht. Wir werden sehen!
Siehe Link: http://de.wikipedia.org/wiki/WarGames_–_Kriegsspiele

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lecker 23.10.2013, 12:29
5. Ja klar...

..da wird wieder der Eindruck erweckt, dass der Hausmeister die Raketen hätte starten können oder "die Atombombe" in seine Vesperbox hätte packen können. So ein Unsinn. Dass mal eine Raketeneinheit durch die Sicherheitsprüfung rasselt ist kein Beinbruch. Die sog. "ATT's" sind dermaßen hart, dass ein USAFAD in den 80er Jahren wegen zwei falschen Antworten eines Soldaten gegenüber dem Testteam durch die Prüfung gerasselt ist. Ich stand direkt daneben.
Und dass natürlich gleich wieder die sich hier gerne rumtreibenden "US-Basher" aus ihren Löchern kriechen, ist bedauerlich, aber war leider zu erwarten.

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guteronkel 23.10.2013, 12:36
6. optional

Das überrascht mich jetzt aber überhaupt nicht. Positiv sehe ich an der ganzen Sache, dass Handwerker das Problem erkannten und auch meldeten. Das kann in Deutschland z.B. niemals vorkommen: Erstens kommen Handwerker erst gar nicht (weil es keine mehr gibt), zweitens interessiert das deutsche Handwerker nicht.

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a_friend 23.10.2013, 12:37
7. Die US Air Force...

hat allgemein ein Problem mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Atomsprengköpfen.

Schon vor einigen Jahen gab es einen Vorfall, als nach(!) dem Transport eines Dutzend Cruise Missiles bemerkt wurde: Uups, da waren ja 6 mit Atomsprengkopf dabei!

In Error, B-52 Flew Over U.S. With Nuclear-Armed Missiles

Batürlich sind das dann immer "einzelne Fehler", bei denen grundsätzlich "keine Gefahr für die Bevölkerung" besteht...

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Jan2607 23.10.2013, 12:56
8. Sicherung von Sonderwaffen

Zitat von guteronkel
Das überrascht mich jetzt aber überhaupt nicht. Positiv sehe ich an der ganzen Sache, dass Handwerker das Problem erkannten und auch meldeten. Das kann in Deutschland z.B. niemals vorkommen: Erstens kommen Handwerker erst gar nicht (weil es keine mehr gibt), zweitens interessiert das deutsche Handwerker nicht.
Die Handwerker kamen ganz sicher nicht vom Handwerkernotdienst, den man wie ein Zivilist ruft. Die gehören fest zum Stützpunkt und haben eine Sicherheitsüberprüfung hinter sich.
Man lässt da ganz sicher nicht einen x-beliebigen Handwerker hinein, so als wenn bei Ihnen zuhause ein fenster kaputt ist oder der Wasserhahn undicht ist.

Zum eigentlichen Thema:
Atomwaffen werden mehrfach gesichert. Die Verteidigung besteht aus mehreren Linien.
US-Atomwaffen in Deutschland werden unter anderem von deutschen Soldaten der Luftwaffensicherungsstaffel "S" (S = Sonderwaffen, also Atomwaffen) gesichert, und die sind nur der äußerste Verteidigungsring.
Im Bomben-Shelter selber befinden sich nochmal einige bis an die Zähne bewaffnete US-Soldaten.
Es ist ja nicht so, dass die Waffen von nur den beiden im SPON-Bericht erwähnten Offizieren beschützt werden...

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mr.verloc 23.10.2013, 12:57
9. Tja, Sie sagen es - in den 1980er Jahren

Zitat von lecker
..da wird wieder der Eindruck erweckt, dass der Hausmeister die Raketen hätte starten können oder "die Atombombe" in seine Vesperbox hätte packen können. So ein Unsinn. Dass mal eine Raketeneinheit durch die Sicherheitsprüfung rasselt ist kein Beinbruch. Die sog. "ATT's" sind dermaßen hart, dass ein USAFAD in den 80er Jahren wegen zwei falschen Antworten eines Soldaten gegenüber dem Testteam durch die Prüfung gerasselt ist. Ich stand direkt daneben. Und dass natürlich gleich wieder die sich hier gerne rumtreibenden "US-Basher" aus ihren Löchern kriechen, ist bedauerlich, aber war leider zu erwarten.
In den 1980er Jahren hätte man wahrscheinlich einem psychisch unausgewogenen Gefreiten auch keinen Zugang zu hunderttausenden geheimen Dokumenten gegeben und die NSA hatte damals wahrscheinlich auch genauer hingeschaut, wen sie anstellt und welche Befugnisse sie wem gibt.

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