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Libyscher General Haftar: Putins Wüstenfuchs
REUTERS

Russland baut seine Macht am Mittelmeer aus: Der vom Kreml protegierte General Khalifa Haftar kontrolliert die Hälfte Libyens. Das gibt Wladimir Putin ein neues Druckmittel gegen die EU in die Hand.

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marinero7 20.03.2017, 14:52
0. Was ist da schief gelaufen?

Er war in den USA im Exil? Und hat in der Nähe der CIA-Zentrale in Washington gewohnt? Und die USA haben keinen Einfluß auf ihn?
Wer soll das glauben oder was ist da schief gelaufen?

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vox veritas 20.03.2017, 14:55
1. Spielchen

Mir scheint als würde Putin das geopolitische Spiel besser beherrschen als die Politiker der EU. Es wäre bestimmt nicht schlecht, wenn man sich etwas in diese Richtung orientieren würde. Es sieht nämlich so aus, als würde Putin "Schachfiguren" positionieren und irgendwann mal "Schach Matt" rufen

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Paul-Merlin 20.03.2017, 15:06
2. Besser ein Hafta als

30 Warlords. Der Punkt ist doch, das in allen arabischen Ländern eine Demokratie westlichen Zuschnitts schlichtweg nicht funktioniert. Bevor rivalisierende Stämme permanent übereinander herfallen und sich neben weiteren regionalen Scheichs und islamistisch angehauchten Gotteskriegern auch noch schlichte Banditen um die Fleischtöpfe Libyens balgen ist ein möglichst gemäßigter starker Mann das deutlich geringere Übel. Es wäre daher sinnvoll, dass nicht nur Russland sondern auch der Westen General Khalifa Haftar unterstützt. Schlimmer als die angeblichen demokratischen Parteivertreter in Tripolis ist der auch nicht. Das verhindert dann auch, dass überflüssige und sinnlose Stellvertreterkriege das Leid der geschundenen Bevölkerung nur noch mehr vergrößert.

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westin 20.03.2017, 15:08
3. Mit Haftar zu verhandeln

Wäre gar nicht so schlecht,wenn Russland da mal aufräumt.
Denn die islamistischen Rebellen,die Ghadafi umgebrachten,haben keinen Rückhalt mehr in der Bevölkerung.
Ausserdem spricht nichts dagegen auch mit Haftar zu verhandeln,
denn auf Ihn kann man sich verlassen.

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horstvonork 20.03.2017, 15:11
4. Wunderbar...

... wie abhängig sich die EU von Despoten macht. Der eine liefert das Gas (Russland), der nächste blockiert die Durchleitungen oder zapft den eigenen Anteil ab (Urkaine), der dritte hortet Flüchtlinge zu Hundertausenden als Faustpfand (Türkei), der nächste sorgt dafür dass diese überhaupt ihr Land verlassen (Syrien), den Rest macht die Terrororganisation Hamas (Libanon, Gaza), zwischen drin muss das kleine Israel gegen alle Nachbarn verteidigt werden, der nächste schafft es kaum noch Touristen ins Land zu locken (Ägypten), weiter gen Westen streiten sich ost- und West-Lager um die Vormachtstellung (Lybien), Tunesien ist weder sicher noch sonstwie attraktiv und scheinbar aif der Schiene sich weiter zu radikalisieren, kommen wir nach Algerien und Marokko was aus europäischer Sicht ja fast ruhig ist. Also vom Nordpol bis ums Mittelmeer problembehaftet - das wünscht man sich doch als direkte bzw. indirekte Aussengrenze...

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chinataxi 20.03.2017, 15:16
5. Und das äußerst effizient

Hat Russland doch angekündigt für 2018 sein Militärbudget um 25% zu kürzen.
Erfahren wir davon in den Qualitätsmedien, oder passt das nicht zur "russischen Bedrohung"?

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geradsteller 20.03.2017, 15:17
6. Handeln, statt Angst

vor dem Druckmittel. Sich nicht ausliefern. Klar: Man darf niemanden im Mittelmeer umkommen lassen, man muss aber, nach Seerecht, Leben retten und Gerettete an die nächstliegende Küste zurückbringen, nicht die Überlastung nach Italien importieren. Dies sollte umgehend erklärt und praktiziert werden, um nicht erpressbar zu sein.

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beate56 20.03.2017, 15:19
7. nicht komplett

zur kompletten Geschichte gehört auch die Tatsache das die Regierung Fayez Sarraj eine vom Westen installierte Regierung ohne jegliche demokratische Rechtfertigung ist, die sich lediglich mit militärischer Hilfe der Nato ( Italien etc. ) halten kann (und Geld) und ohne diese schon längst wieder verschwunden wär. Wenn die Russen so etwas gemacht hätten wär das Geschrei wieder gross gewesen. Wenn Haftar mehr Leute hinter sich vereinigen kann, was defakto der Fall ist, hat er auch mehr demokratische Berechtigung. Was in Libyen läuft ist hegemonialpolitik nach Lehrbuch (vom Westen), nachdem der Westen dort einen failed State erschaffen hat. Wann werden die Verantwortlichen nach denHaag gebracht?

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Marvin__ 20.03.2017, 15:19
8. Eine Ironie des Schicksals ...

... dass ausgerechnet Putin für uns in Nordafrika die Ursachen der Flüchtlingsströme reduziert, während wir mit NATO und EU immer schärfere Bedrohungsszenarien aufbauen. Und Trump Geld dafür versprechen, Flüchtlingskrise und Spannungen im Osten noch zu verschärfen.

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