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Machtkampf in der Elfenbeinküste: Gewählter Präsident ruft zum Generalstreik auf

Der Streit um das Präsidentenamt erschüttert die Elfenbeinküste: Jetzt rief Wahlgewinner Alassane Ouattara zum Generalstreik auf, um seinen Amtsvorgänger zur Aufgabe zu zwingen. Westafrikanische Nachbarstaaten unterstützen ihn - notfalls mit militärischer Gewalt, wie sie jetzt drohten.

ich_bin_der_martin 26.12.2010, 21:46
1. inner-afrikanisch...

Zitat von sysop
Der Streit um das Präsidentenamt erschüttert die Elfenbeinküste: Jetzt rief Wahlgewinner Alassane Ouattara zum Generalstreik auf, um seinen Amtsvorgänger zur Aufgabe zu zwingen. Westafrikanische Nachbarstaaten unterstützen ihn - notfalls mit militärischer Gewalt, wie sie jetzt drohten.
dieser erteil braucht ruhe zur eigenen entwicklung, hat jedoch schon kraft genug sich selbst zu heilen.
deshalb sollten ausser-afrikanische mächte sich herraushalten.
das werden sie jedoch nicht tun, weil sie den anderen nicht über den weg trauen.
ergo.. wieder jahrelang bürgerkrieg für ein paar petro-dollars.

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Koltschak 27.12.2010, 07:12
2. Ja, wer hat denn nun die Wahl gewonnen?

Es bleibt ein fader Beigeschmack, wenn die USA und Frankreich "ihren" Kandidaten so in den Himmel loben.

Dat ward so nix mit der Coite Ivoire.
Die spielen sehr guten Fußball aber ansonsten?
Bald braucht die UNO zwei Millionen Soldaten, um alle Brandherde auf dieser Erde zu beruhigen.
Das ist doch sehr beruhigend!

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data-x 27.12.2010, 12:45
3. die "Wahlen" sollten transparent ueberprueft werden

Der Wunschkandidat des Mutterlandes Frankreichs (Sarkozy's?) hat Wahlen gewonnen, die als frei und fair bezeichnet wurden.
Die USA, die EU (und damit Deutschland), die UN und sogar das frankophone Afrika (ECOWAS) folgen der Einschaetzung.
Wahlbeobachter haben sich nur im christlichen Sueden gewagt, zu beobachten. Wie frei und fair die Wahlen im muslimischen Norden abliefen, hat niemand beobachtet. Der Kandidat des Nordens Alassane Ouattara hat nicht mal die Staatsbuergerschaft von Elfenbeinkueste nachweisen koennen. Der Buergerkrieg zwischen den Rebellen im Norden und den Regierungskraeften des Suedens ist seit Jahren nur eingefroren worden. Organisatorisch handelt es sich bereits um zwei separierte Staatsgebilde.
Nicht nur das Land, auch die Hauptstadt Abidjan ist geteilt. Der nur eingefrorene Waffenstillstand wurde durch die Wahlen aufgeweicht und viele der Gastarbeiter aus den Nachbarlaendern fliehen bereits der Moeglichkeit, zu arbeiten, vor einem neuen Ausbruch von Kaempfen, welche schnell die Nachbarlaender mit aehnlichen Konfliktlagen anstecken koennten.
Wahrscheinlich haben beide Seiten wieder an den Wahlen kraeftig manipuliert. Sarkozy hat aber entschieden, dass der bisherige Praesident Laurent Gbagbo mal abtreten sollte. Die Massenmedien der Welt folgen. Wie laecherlich die erstaunliche Einschaetzung von korrekten Wahlen ist, zeigt das Dokument unter folgendem Link (Bilder einzustellen ist hier ja nicht moeglich):
http://www.midici.com/midi/photos/101203112100.jpg
Beispiel Zeile #2 fuer Bouake

a) Registriert: 207,951
b) Anzahl der abgegebenen Stimmen: 48,301
c) Anzahl der Waehler, die vor dem Wahllokal noch nicht registriert waren: 2,761
d) Ungueltige Stimmen: 2,662
e) Gueltige Stimmen: 159,788
Wie ist es moeglich, dass die Anzahl der gueltigen Stimmen die Anzahl der Waehler ueberschreitet?
f) Stimmen fuer Gbagbo Laurent: 22,845
g) Stimmen fuer Ouattara Alassane: 42,070

Wenn man d), f) und g) addiert, erhaelt man 67,577! Diese Zahl ist sogar hoeher, als die Anzahl der Menschen, die gewaehlt haben (48,301).
Zu der Zahl unter Punkt e) (159,788) weiss man nicht, wo diese ueberhaupt herkommt. Hat sie Sarkozy festgelegt?

Wieviel Tomaten muss man bereit sein, sich auf die Augen zu druecken, um im diplomatischen Dienst (incl. Pressedienst der grossen Medien) Karriere machen zu koennen, sei es in Deutschland, der EU, den USA, der UN oder auch ECOWAS...
Vielleicht geht es einfach um "Change" (bei der Ausbeutung - hier Afrikas), ein Ruf zu "Veraenderung", mit der anderen Ortes sogar der "Kommunist" Obama den Praesdidentenposten in den USA uebernehmen durfte.

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