Forum: Politik
Menstruationstassen: Was hilft, wenn sich Mädchen in Afrika keine Binden leisten können?
Maria Feck / laif

In Kenia verschenkt eine Initiative Menstruationstassen, die sich bis zu zehn Jahre lang verwenden lassen. Könnten die Tassen auch in anderen Ländern bald Binden und Tampons ersetzen?

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W/Mutbürger 15.07.2017, 20:19
1. Hm

interessanter Beitrag. Da ich keine Frau bin, habe ich zuerst 2 Fragen: Wie sieht es mit dem Tragekomfort aus? Kann sich da was entzünden? Und die Frage nach der Hygiene. Reicht 1 x auskochen nach der Periode tatsächlich aus?
Nachhaltig ist diese Glocke ja, es wird auf alle Fälle weniger Müll produziert. Das ist doch sicher ein Cent-Artikel. Alleine Deutschland könnte schon alle afrikanischen Frauen damit ausstatten.
Vielleicht sollten sich unsere weiblichen Politiker mal damit beschäftigen.

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nemonomi 15.07.2017, 20:42
2. die Tassen sind DIE Lösung

Bei Einhaltung der genannten Reinigungsvorschriften gibt es gar keine Probleme. Viel hygienischer als Binden, billiger, und kein Müll. 15 Jahre Erfahrung, und keine Probleme. Bei SEHR starker Regel muss eventuell im Laufe des Tages mehrfach geleert werden. Gratisverteilung sollte Teil von allen Entwicklungsprojekten werden. Gute Schule, gute Noten, gute Bildung, geringere Geburtenrate, besserer sozioökonimischer Status...

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kuestenvogel 15.07.2017, 21:12
3. Die Tasse ist mittlerweile angekommen

Vor einigen Jahren las ich den ersten Artikel darüber, neulich schrieb Spon auch darüber (Bento). Bzgl. Tragekomfort gibt es verschiedene Größen, in D sollen sie nicht ganz günstig sein, so dass man diese nur testen kann, wenn man genügend Geld über hat &... Es gibt Frauen, die nutzen nur Tampons mit Einführhilfe, weil es ihnen sehr unangenehm ist, anderes zu verwenden.

Sofern sie in Ostafrika verschenkt werden - why not? Sofern die Frauen/Mädchen es annehmen möchten/können. Ein Schulbesuch ist nicht nur von der Periode abhängig, siehe Tansania, Schule für Jungen ist möglich, wenn die Flut außerhalb der Schulzeit ist, denn sie müssen z. B. das Fischen lernen - da sollten westliche Initiativen sich anpassen, nicht umgekehrt, das funktioniert nicht, ergo flexible Schulzeiten, der Umgebung angemessen. Nur am Rande als Ergänzung zu dem Schulbesuch der Mädchen erwähnt... :)

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W/Mutbürger 15.07.2017, 21:13
4. Naja

Zitat von nemonomi
Gratisverteilung sollte Teil von allen Entwicklungsprojekten werden. Gute Schule, gute Noten, gute Bildung, geringere Geburtenrate, besserer sozioökonimischer Status...
ein Allheilmittel der bekannten afrikanischen Probleme ist die Glocke jetzt nun auch nicht. Aber aus meiner Sicht ein guter Anfang. Und anfangen sollte man so langsam.
Was wichtig wäre, ist die Abschaffung des Schulgelds in Afrika.
Warum können die Industrieländer nicht die Lehrer und das Schulmaterial zweckgebunden bezahlen? Das sind Peanuts im Vergleich zu den sonst anfallenden Kosten. Und jedes Kind in Afrika hätte zumindestens die Chance auf Bildung.
So einfache Lösungen, aber da will anscheinend keiner drauf kommen. Da muss man sich fragen,warum das so ist.
Waffenverkäufe sind ja anscheinend kein Problem.

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ditta 15.07.2017, 21:29
5. Undurchdachte Lösung

Wenn gewährleistet werden könnte, daß die Verwendung des Teils unter den hygienischen Bedingungen erfolgen würde, welche den Frauen der westliche Welt zu Gebote stehen, könnte man dieses Novum begrüßen.
Wo aber , wie auch der Beitrag anführt, kein sauberes Wasser für Händewaschen und kaum eine moderne Toilette zur Verfügung stehen, weiterhin Brennmaterial für das Auskochen des Bechers gebraucht wird, vielleicht auf dem ländlichen Drei-Stein-Ofen, sind Anwendungsfehler und möglicherweise gefährliche Infektionen der Frauen vorprogrammiert.
Nicht kalkuliert wurden die Einwände der einflußreichen älteren Frauen der Communities, die früher das Problem für sich auch ohne Extra-Kosten gelöst haben und dennoch keine Aus-Tag von Feldarbeit und anderen Tätigkeiten nehmen konnten.
Afrikanische Frauen kennen durchaus - außer der längst nicht mehr zeitgemäßen Menstruationshütte mancher Regionen - traditionelle diskrete Methoden der Bewältigung dieser Angelegenheit, ähnlich denen unserer Großmütter. Und die kamen auch umweltschonend damit klar!
Wichtiger wären zunächst die generelle Besserung der sanitären Bedingungen, Wasserversorgung ohne Lauferei und akzeptable Toiletten, wie man sie in den Häusern der Reichen oftmals in erstaunlicher Luxus-Ausführung findet.

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kuestenvogel 15.07.2017, 21:56
6. Der Artikel dreht sich um die Städte

Zitat von ditta
Wenn gewährleistet werden könnte, daß die Verwendung des Teils unter den hygienischen Bedingungen erfolgen würde, welche den Frauen der westliche Welt zu Gebote stehen, könnte man dieses Novum begrüßen. Wo aber , wie auch der Beitrag anführt, kein sauberes Wasser für Händewaschen und kaum eine moderne Toilette zur Verfügung stehen, weiterhin Brennmaterial für das Auskochen des Bechers gebraucht wird, vielleicht auf dem ländlichen Drei-Stein-Ofen, sind Anwendungsfehler und möglicherweise gefährliche Infektionen der Frauen vorprogrammiert. Nicht kalkuliert wurden die Einwände der einflußreichen älteren Frauen der Communities, die früher das Problem für sich auch ohne Extra-Kosten gelöst haben und dennoch keine Aus-Tag von Feldarbeit und anderen Tätigkeiten nehmen konnten. Afrikanische Frauen kennen durchaus - außer der längst nicht mehr zeitgemäßen Menstruationshütte mancher Regionen - traditionelle diskrete Methoden der Bewältigung dieser Angelegenheit, ähnlich denen unserer Großmütter. Und die kamen auch umweltschonend damit klar! Wichtiger wären zunächst die generelle Besserung der sanitären Bedingungen, Wasserversorgung ohne Lauferei und akzeptable Toiletten, wie man sie in den Häusern der Reichen oftmals in erstaunlicher Luxus-Ausführung findet.
In den Städten gibt es in so weit Wasser, dass es für Einheimische verträglich ist, nicht für Ausländer (Zähneputzen mit Wasser aus der Flasche). Das sehen Sie doch an den Fotos. Zwar tragen auch die Landkinder Schuluniform - Mädchen, die Jungen arbeiten - , aber an die kommen sie mit den Tassen eh nicht heran. Das gibt der Artikel nicht her, ich kenne nur Tansania, Kenia ist ähnlich, nach allem, was ich gelesen habe. Sollte das eine "Landinitiative" sein, so schätze ich, es ist gut gemeint, aber nicht gut durchdacht, denn dann landen die Tassen im Klosett - Plumpsklo.

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heidi_banerjee 16.07.2017, 00:24
7. Innovation in der Damenhygiene

Menstruationstassen sind absolute Innovation und lösen mehr als ein Problem der monatlichen Blutung.

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dietereng 16.07.2017, 03:55
8. Habe selber In Afrika

Habe selber In Afrika mit jungen Mädchen Besichtigungen auf dem Schiff durchgeführt.
Habe mit dem selben Schiff hunderte von Autos an die Machthaber ausgegeben aber Binden habe ich nur persönlich mitgenommen auf Grund einer Frage .
1000 Binden habe ich der Dame heimlich überreicht
Angola until long time ago.
MFG D.Engel

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stoffi 16.07.2017, 07:46
9.

Zitat von W/Mutbürger
interessanter Beitrag. Da ich keine Frau bin, habe ich zuerst 2 Fragen: Wie sieht es mit dem Tragekomfort aus? Kann sich da was entzünden? Und die Frage nach der Hygiene. Reicht 1 x auskochen nach der Periode tatsächlich aus? Nachhaltig ist diese Glocke ja, es wird auf alle Fälle weniger Müll produziert. Das ist doch sicher ein Cent-Artikel. Alleine Deutschland könnte schon alle afrikanischen Frauen damit ausstatten. Vielleicht sollten sich unsere weiblichen Politiker mal damit beschäftigen.
Entschuldigung, aber mit der Geburtenrate hat das nun wirklich nichts zu tun. Werden die Mädchen verheiratet, bestimmt der Mann und der ist darauf bedacht, viele Kinder zu zeugen, weil das seinem Ansehen dient.
Eine Bekannte, Hebamme, die dort tätig war, hat das berichtet

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