Forum: Politik
Merkel auf Europa-Tour: "Ave Angela"
DPA

Angela Merkels Allgegenwart macht Europas Presse skeptisch. Sie trete auf wie Portugals "Lehnsherrin", schrieb der "Diário de Notícias";alles "bloß Wahlkampf", vermutete in Paris "Les Echos". Und "Kathimerini" in Athen bangt: Bis zur Bundestagswahl schwebt Griechenland "in Ungewissheit".

Kernseife 16.11.2012, 15:28
1. Wer bezahlt eigentlich den Milliarden€-Schaden,

den Frau Merkel durch ihr Taktieren entsteht, sie Angst vor einer Nicht-Wiederwahl Herbst 2013 zeigt ,und sie kurzum die Außenpolitik außer Kraft setzt, was der Euro-Krise angeht!

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Brennstoff 16.11.2012, 15:45
2. Vielleicht wird Fr. Merkels Reisetätigkeit

nur missverstanden? Innenpolitisch bringt ihr die Reiseveranstaltung eher negative, denn positive Schlagzeilen.
Das, wenn auch begrenzte, Deutschlandbashing im Süden wird hier nicht besonders wohlmeinend aufgenommen, glaubt man den Stellungnahmen in den Foren.
Die Frage, was will die Kanzlerin dort, stellt sich zumindest mir. Sie fährt doch nicht von Hauptstadt zu Hauptstadt um dort den Sündenbock abzugeben, das ist nun überhaupt nicht ihr Stil!
Welche Strategien sollen vorangetrieben werden, im Prinzip gibt es doch zumindest offiziell keine neuen Entwicklungen.
Andererseits finden natürlich immer häufiger Treffen von europäischen Regierungschefs statt, zu denen die Kanzlerin nicht geladen ist oder an denen sie zumindest nicht teilnimmt, sagen wir es mal so.
Versichert sich Fr. Merkel lediglich, dass die gemeinsamen Beschlüsse überhaupt noch Bestand haben? Ahnt sie etwas, gibt es Grund zu Misstrauen?
Die Lage in Europa ist aktuell ziemlich unübersichtlich, im November sind die Akteure sowieso meist übellaunig und Streitigkeiten vorprogrammiert.
Für die Klärung von Sachthemen und Detailfragen allein muss die Kanzlerin nicht soviel reisen, das können Fachminister, Staatssekretäre bzw. deren Beauftragte erledigen. Zusätzlich hängt die Bundesregierung mit ihren innenpolitischen Aufgaben ziemlich weit zurück.
Also los, heraus mit der Sprache! ;o)

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kolokasimebrizoles 16.11.2012, 16:51
3. Es gibt auch Franzosen die etwas von Wirtschaft verstehen ..

"France Culture", Sonntags morgens um 11 Uhr, Esprit Public von Philip Meyer, vor circa fünf Jahren: Für Frankreich und Italien (von Spanien, Portugal und Griechenland) war noch nicht einmal die Rede, können sich nur retten, wenn sie den Euroraum verlassen. Im Gegensatz zu Deutschland, welches unter Schröder seine Hausaufgaben gemacht hat, sind in beiden Ländern die Lohnkosten um 30 % gestiegen und der Arbeitsmarkt wurde auch nicht ein klein wenig derguliert.

Natürlich sagt Frau Merkel dass sie alle Länder gerne in der Eurozone hätte, alles andere wäre kontraproduktiv weil die Finanzspekulationen sofort wieder begännen, aber es liegt an den Ländern, selbst, den Euro freiwillig zu verlassen da sie niemand zwingen kann. Aber die linken Schreihälse wissen ganz genau, dass das das Ende für ihre Politik zu Lasten Deutschalnds wäre.

die sollen sich mal keine Sorgen um die nächste Wahl in Deutschland machen, Merkel wird gewinnen aber welche Regierung wir haben werden ist natürlich fraglich. Hollande hofft auf die SPD und Grünen, aber es waren ja bekanntlich diese beiden Parteien, die Deutschland so fit füt den gegenwärtigen Krieg gemacht haben. Da aufgrund der Politik von EZB Draghi Zinsen selbst für Bankrotteure wieder erschwinglich sind, ist das Thema der Eurobonds erstmal vom Tisch. Also bleibt nur eines: Haushaltskonsolidierung. Wie jemand glauben kann, Frankreich könne sich mit noch mehr Schulden retten ist mir unerklärlich.

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messwert 16.11.2012, 17:10
4. optional

Es ist wahrlich erstaunlich wie mit welcher Impertinenz Medien der Krisenstaaten die Auswirkungen ihrer HAUSGEMACHTEN Misere auf unsere Kanzlerin projizieren. Mit keinem Gedanken daran, dass das daran schuldlose Deutschland dafür mit hunderten von Milliarden haftet damit ihre Länder überhaupt noch halbwegs zahlungsfähig bleiben. An Stelle der, in anbetracht unserer eigenen Schuldenlast, weiß Gott berechtigten Anerkennung, übt man bei Merkels selbstverständlicher Forderung dafür auch innerstaatliche Eigenleistung einzubringen süffisantes Verständnis. “Merkel stehe halt im Wahlkampf “ sprich, was sie diesen Krisenstaaten an Eigenleistung abverlangt sei taktische Beruhung für das dt. besorgte Wahlvolk. Danach aber wird man mit den gewünschten Zugeständnissen rechnen können.
Nun, diese Medien und ihre Landsleute sollten sich darauf keineswegs verlassen! Steigern sich die deutschen Milliardenverluste durch Haftungseintritt, Schuldenschnitt oder EU- Schulden-VERGEMEINSCHAFTUNG, werden sie mit Staunen feststellen, dass selbst die geduldigen Deutschen ihre -Straßen - zu nutzen wissen.

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nicf 17.11.2012, 22:15
5. Es fehlen noch ein paar Randwahrheiten

Warum berichtet unsere ach so angbeliche freie Presse nicht mal über solche Dinge?:

"Merkels Regierung will öffentliche Ausstrahlung eines Videos über Portugals Sparpolitik verhindern"

https://uhupardo.wordpress.com/2012/11/11/merkels-regierung-will-offentliche-ausstrahlung-eines-videos-uber-portugals-sparpolitik-verhindern/

Das sind neben dem Wirtschaftsskandalen vielmehr dem Eurogau Nebenerscheinungen. Mit dem Island Modell wäre das hierzulande angewandt und Europaweit alles sehr schnell Geschichte.

Die Banken haben lange genug Gewinne an der "Sparsamkeit" der Menschen eingefahren, die man dreist noch als Verschwendung der Bürger ansieht, wie einst der Bilderbeger Steinbrück, darlegte (Urlaubsverzicht). Das bei der seichten Hand der Presse, die Auflagen zurück gehen verwundert da kaum. An den Kommentare erkennt man deutlich, das die Menschen sich nicht mehr verschaukeln lassen, zumindest das was man genehm ist, durch die "Zensur" zu lassen. Was man von unserer Regierung mittlerweile hält, wurde vor Wochen in Stuttgart deutlich. Man hat die Lügen, Bevormundung und Eurodiktatur satt.

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