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#MeTwo-Debatte: Hauptsache, ihr favt meine Tweets
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Die #MeTwo-Debatte ist deshalb so interessant, weil sie so reich an Paradoxien ist. Eine davon: Die Stärke der Bewegung ist gleichzeitig ihre Schwäche - die radikale Subjektivität.

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Kurt-C. Hose 02.08.2018, 14:34
1. Danke

Sehr klug analysiert, Herr Fleischhauer.

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andreas_stöber 02.08.2018, 14:38
2. Danke!

"Die Soziologie kann einen darüber aufklären, dass die anekdotische Evidenz ein äußerst unzuverlässiger Gradmesser zur Beurteilung gesellschaftlicher Zustände oder Veränderungen ist."
Ach hätten doch die dutzenden Kommentatoren vor Ihnen das verstanden.

Danke für den super Kommentar!

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zeitungzeitung 02.08.2018, 14:39
3.

Danke für diesen Artikel Herr Fleischhauer! Endlich wird dieses eigenartige #MeTwo mit Humor und Spitzfindigkeit vorgeführt.

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MerlinXX 02.08.2018, 14:42
4. Was mir in der Diskussion fehlt...

...ist der Hinweis darauf, dass fast alle Menschen - leider - krasses Mobbing wegen ihrem Aussehen erleben müssen, gerade in der Jugend. Ob man eine andere Hautfarbe hat, eine Brille oder dick ist, ist anderen Kindern ziemlich egal, fast jeder wird irgendwann zur Zielscheibe.

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giespel 02.08.2018, 14:42
5. Sehr schön

Fleischhauer versteht es uns mit schönen Worten zu sagen, wofür er die metwo Debatte hält, nämlich für ausgemachten Blödsinn. Womit er Recht hat. Aber das möchten nicht viele hören und es lässt sich auch nicht in Hashtagmanier unters Socialmediavolk streuen.

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Newspeak 02.08.2018, 14:47
6. ...

" Ich wundere mich nur, dass niemandem der inhärente Widerspruch aufzufallen scheint."

Der Widerspruch geht viel tiefer. Was bedeutet Diskriminierung dem Wortsinne nach? Dass man, zunaechst einmal wertungsfrei, unterscheidet. Unterscheiden kann man aber trivialerweise nur, wenn es Unterschiede gibt. Unterschiede, die eine pluralistische, individualistische Gesellschaft im Extrem produziert und sichtbar macht. In welcher Gesellschaft gibt es dagegene keine Diskriminierung? In der Gesellschaft, die nur aus dem "einen Volk" besteht. Im Nazismus und Kommunismus. Ich glaube, dieses seltsame Paradox haben noch nicht sehr viele Menschen bemerkt.

"Wo alles eine Frage des eigenen Erlebens ist und eben nicht der objektivierbaren Fakten, ist alles auch eine Frage der Anschauung und damit relativ."

Ja. Es ist schrecklich, wie heute alles nur nach individuellen Befindlichkeiten geregelt werden soll. Und nach dem, der sich moeglichst viel Aufmerksamkeit verschafft.

In Wahrheit bedeutet eine Individualisierung der Gesellschaft, dass diese Konflikte nur noch weiter zunehmen werden, bis irgendwann jeder nur fuer sich spricht.

Und wo ist eigentlich die Gesellschaftstheorie fuer diese Entwicklung, wenn man sie braucht? Was machen eigentlich die ganzen Philosophen den ganzen Tag?

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dasfred 02.08.2018, 14:48
7. Also alles überflüssig

Lese ich aus diesem Fleischhauer Artikel heraus. Menschen haben die Möglichkeit für sich entdeckt, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen, statt sie weiter mit sich rumzutragen. Natürlich sind sie subjektiv. Jeder hat seine eigene Reizschwelle und nimmt Degradierung anders war. Überflüssig ist Metwo nur für Menschen, die auch sonst sagen, was stört mich mein Geschwätz von gestern. Wer jemanden aufgrund seiner Herkunft herabwürdigt, darf gerne mit der Nase drauf gestoßen werden, was er beim Beleidigten dauerhaft angerichtet hat. Wer degradiert wird, wird niemals integriert.

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Fuxx81 02.08.2018, 14:49
8. Von welcher Unterart bist du denn?

Zitat von
Dennoch ist in der Biologie heute bestenfalls von "Unterarten" die Rede.
Was im Grunde das gleiche ist. Bei Menschen spricht man darum eher von Populationen oder Ethnien (man sollte einen Menschen besser nicht fragen, welcher "Unterart" des Homo Sapiens er angehört, das könnte ins Auge gehen...).
Letztendlich sind aber alle taxonomischen Kategorien mit Ausnahme der Art ohnehin willkürlich definiert.

Was den Hashtag angeht: für die Betroffenen ist es sicher gut, sich mit gleichgesinnten auszutauschen, es bleibt aber eine Sammlung von Anekdoten. Der gesellschaftliche Nutzen ist daher Null.

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Leser161 02.08.2018, 14:49
9. Sehr interessant

Interessante Analyse, das (progressive) Postfaktische nährt das (reaktionäre) Postfaktische und umgekehrt - deshalb gibt es generell soviel davon in der Welt.

Diese Analyse ist fast lobowürdig. Für Argumente gegen Emotionalisierung.

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