Forum: Politik
Migrationsdebatte: So geht's
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In Deutschland wird diskutiert, gestritten, gehasst. Prallen zwei Meinungen aufeinander, geht man selten friedlich auseinander. Der Grund ist meist die Frage, wie sich Deutschland seit 2015 verändert hat. Acht Abrüstungsvorschläge.

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Leser161 06.09.2018, 19:18
1. Ja

Guter Beitrag. Ich hoffe die öffentlichen Akteure in der Debatte lesen ihren Artikel und lassen sich davon anregen. Ich denke man kann nur überzeugen, wenn man die Gegenseite nicht verunglimpft. Und Überzeugen ist das einzige was die Probleme lösen kann.

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3liter 06.09.2018, 19:28
2. Sehr gut...

Auf den Punkt gebracht.

Eine Ergänzung hätte ich noch. Um Himmels Willen, entsorgen Sie, liebe Presse, Buzzwords, Wertungen und Interpretationen aus Ihren Berichten. Recherchieren Sie und stellen Sie möglichst objektive, in jedem Fall aber sachliche Informationen zur Verfügung, anstatt mich zu belehren.

Meine Meinung bilde ich mir dann schon selbst. Und wenn ich IHRE wissen will, lese ich Kommentar oder Kolumne. Oder wahlweise die Forenkommentare.

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verleihnix12 06.09.2018, 19:31
3. Wenn es denn so einfach wäre..

Ich glaube dass ich der ersten Gruppe angehöre, und sehe solche Taten als singuläres Ereignis. Es ist mir aber nicht möglich, mit Menschen der anderen beiden Gruppen zu diskutieren, obwohl ich deren Ängste und Sorgen nachvollziehen kann. Sobald ein Argument meines Gegenübers offensichtlich falsch ist, wird meine Korrektur, mit Quellenangabe, als Unwahrheit dargestellt, da es nicht mit deren gefühlten Wahrheiten harmoniert. So wird es keine zielführende Debatte geben. Ich bin mir sicher, dass es bisher nicht optimal gelaufen ist, die Flüchtlinge zu integrieren, aber die Aufgabe ist da, und wir MÜSSEN das bewältigen. Das wird aber nur funktionieren, wenn alle hier in diesem Land mitarbeiten. Dafür müssen die Rahmenbedingungen durch die Bundesregierung geschaffen werden. Und wir müssen auch die Skeptiker dazu bekommen, zumindest zu akzeptieren, dass es einen Konsens geben muss. Politik besteht immer aus Kompromissen, das muß allen klar sein.

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Actionscript 06.09.2018, 19:42
4. Bürger fühlen sich von Regierenden schon lange nicht verstanden.

Der Autor macht einen Fehler. Die Krise hat nicht 2015 stattgefunden. Die Krise hat schon viel eher stattgefunden. Denn Politiker kümmern sich schon lange nicht mehr, lange vor 2015 um die Sorgen der Bürger. Die Agenda 2010 ist nur ein Beispiel. Man kann viele andere Beispiele nennen wie Armutsrentner, Kinderarmut, niedrige Löhne, verfehlte Schulpolitik etc. Was mein eigenes Umfeld betrifft, so ist es die katastrophale Hochschulpolitik, die Wissenschaftler veranlasst, das Land zu verlassen.

Die Flüchtlingskrise wird von den Rechten nur als Ablassventil für die eigentlichen Probleme benutzt. Und das ist es, was endlich klar gemacht werden muss. Dazu sind aber die momentanen Politiker in der Regierung nicht in der Lage. Wir müssen endlich davon wegkommen, über Flüchtlinge zu diskutieren. Die sind da und Teil der Gesellschaft.

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eule_neu 06.09.2018, 19:48
5. Danke für diesen intelligenten Beitrag!

Ich würde diesen Artikel sofort unterschreiben. Es müssen alle in der Diskussion abrüsten, Hass und unbändige Wut und lautstarkes Debattieren hat noch keine Lösungen für Probleme gelöst. Das geht wirklich alle an, zuallererst Print- und Digtal-Medien, hinzukommen die Führungspolitiker in den demokratischen Parteien. Aber Probleme und deren Lösungen benötigt eine klare, deutliche Sprache, die alle Bürger verstehen. Eine Heidenarbeit besteht uns allen bevor. Packen wir's an ...

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tormos 06.09.2018, 19:51
6.

Zitat von verleihnix12
Und wir müssen auch die Skeptiker dazu bekommen, zumindest zu akzeptieren, dass es einen Konsens geben muss. Politik besteht immer aus Kompromissen, das muß allen klar sein.
Sorry, bei ihnen liest sich das so, als ob der Kompromiss darin besteht, die anderen auf ihre Seite zu ziehen. So funktioniert das nicht.

Im Übrgen ein sehr besonnener Artikel. Liest man leider eher selten in den letzten Wochen. Mehr davon, bitte!

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shotaro_kaneda 06.09.2018, 19:52
7.

Und bitte diese "(Medien)Verhaltensregeln" auch auf alle anderen Artikel und Debatten anwenden. Nicht nur auf die Migrationsdebatte. Und zu brisanten Themen künftig auch mal bei Wissenschaftlern nachfragen, Recherchieren, Fakten liefern und Gegenargumente wahrnehmen und keine "gefühlten" Wahrheiten vorlegen, weil es gerade opportun ist oder dem Zeitgeist entspricht.

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weltgedanke 06.09.2018, 19:53
8. Es wird besser

Mir gefällt der Artikel für die Bereitschaft, auch andere Meinungen in der Debatte ernstzunehmen und nicht Andersdenkenden a priori zu unterstellen, dass sie in irgendeiner Form minderwertig oder geistig zurückgeblieben seien.

Kritik an der Migration zu üben, selbst in Bezug auf Kriegsflüchtlinge, die natürlich Hilfe benötigen, ist nicht Rassismus. Genausowenig wie es tierfeindlich oder sogar Gewalt gegen Tiere ist, sich im Familienrat dagegen auszusprechen, einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen, wenn die Mehrheit der Familie dafür ist. (Man verzeihe mir diesen Vergleich in dem Umfang, in dem man ihn mutwillig falsch verstehen kann.)

Es gibt immer Pro- und Contra-Argumente, und keine Seite kann für sich in Anspruch nehmen, die gesamte Situation schon vollumfänglich zu Ende gedacht zu haben. Deswegen ist eine respektvolle Debatte unerlässlich. Beide Seiten müssen sich hierbei auch gegenseitig etwas gönnen.
Das wird benannt wie selten zuvor auf Spon.


Was mir an dem Artikel nicht gefällt, ist der Duktus, der bei aller Kompromissbereitschaft dennoch darin besteht, dass Immigration gut sei und dass Journalismus das herausarbeiten müsse.

Oder anders ausgedrückt: Wenn man versucht, eine Vermittlerrolle einzunehmen, ist es in der Regel unglaubwürdig, wenn es dabei nicht gelingt, zu beiden Seiten gleich viel Distanz zu wahren und sich auf die moderierende Position zu beschränken. Diesen Anspruch schien Herr Cordt nicht zu haben.
So wurde einmal mehr eine wichtige Chance verschenkt, aber immerhin wird der Ton versöhnlicher, das freut mich sehr.

Vielen Dank dafür.

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Bosse 06.09.2018, 20:53
9. Schöner Kommentar

Runter kommen vom Hochsitz der Selbstgerechtigkeit und der Allwissenheit. Das gilt für einen Großteil der Journalisten und Politiker. Nehmt die Bürger mit all ihren Sorgen ernst! Diese sollten nicht als dumm und unwissend abgestempelt werden. Hinterfragt die Sorgen. Geht den Problemen nach. Nur ein Bruchteil der Bürger ist wirklich rassistisch oder antidemokratisch. Die AFD ist aktuell leider die einzige Partei, die auf die Sorgen der Bürger eingeht. Die sogenannten Volksparteien haben sich entfernt. Aber auch die Journalisten berichten nicht neutral, sondern versuchen immer mehr Meinung zu machen. Journalismus sollte neutral sein!
So wie es seit 2015 hier in Deutschland sich entwickelt hat, kann es nicht weitergehen. Natürlich könnte Deutschland laut der wirtschaftlichen Zahlen noch mehr Flüchtlinge aufnehmen. Nur verkraftet das die Gesellschaft? Diese besteht aus allen Bürgern, und viele machen da nicht mehr mit. Es muss sich etwas ändern. Wenn Kritik an der Flüchtlingspolitik oder an Politik allgemein, insbesondere im Umgang mit Flüchtlingen wieder erlaubt ist, nur dann entsteht auch wieder einer normale Diskussion und dann können alle Bürger mitgenommen werden, ohne dass diese in die Rassistenecke gedrängt werden.

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