Forum: Politik Minarettverbot - isoliert sich die Schweiz international?
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Die Schweizer haben sich offenbar in der Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten entschieden. Damit haben die Rechtspopulistischen Parteien ihr Ziel erreicht. Was bedeutet die Abstimmung für die schweizer Gesellschaft? Und wie wird die Entscheidung vom Ausland aufgenommen? Antworten
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#8221 03.12.2009, 10:19 von Samba Bugatti

Zitat von Fred Heine
Das beste Beispiel ist doch die Schweiz selbst: in Appenzell Innerrhoden besteht immer noch das Votum gegen das Wahlrecht der Frauen. Bei den meisten Befürwortern des Verbots stellt sich für mich die Frage, ob die überhaupt wissen, welche Werte sie gegen die Islamisten verteidigen wollen.
Stimmt nicht. Ein kleiner Ratschlag, bevor man irgendetwas in die Welt hinausposaunt, sollte man sich besser informieren. Das erspart manche Peinlichkeit.

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#8222 03.12.2009, 10:19 von tunnelblick

Zitat von Fred Heine
Bei den meisten Befürwortern des Verbots stellt sich für mich die Frage, ob die überhaupt wissen, welche Werte sie gegen die Islamisten verteidigen wollen.
Nun, zumindest scheinen sie zu wissen, dass sie die Werte des Islam nicht wollen. Das ist schon mal besser als nichts.

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#8223 03.12.2009, 10:19 von maan

Bitte etwas präziser!

Zitat von Khaled
Gegen religiöse Unterdruckung weltweit egal was für ne Konfession.
Was meinen Sie? Unterdrückung der Religionen oder
Unterdrückung durch Religionen?

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#8224 03.12.2009, 10:20 von Fred Heine

Zitat von delta058
Da wir Europäer ja bekanntlich intolerant und diskrimminierend sind, fnde ich wir sollten uns dringend die tolerant eund fortschrittliche Türkei als Vorbild nehmen, wie mit religiösen Minderheitne im land zu verfahren ist. Wenn unsere Politiker doch nur mal einen Hauch von Rückgrat hätten würdne sie Edrogan seine verlogenen Luftschlösser links und rechts um die Ohren hauen, das die Fetzen fliegen. Der Typ will uns etwas von Toleranz erzählen bei der Lebensweise in seinem Land?
... wir sollen uns also die Toleranz von den Türken abschauen? Seien Sie doch froh, das wir toleranter sind.

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#8225 03.12.2009, 10:20 von newright

Zitat von arborea
Ich halte den Volksentscheid auch für bindend. Wenn er aus welchen Gründen auch immer zu einem rechtswidrigen Ergebnis führen konnte, hätte die Volksabstimmung erst garnicht stattfinden dürfen. Ich gehe mal davon aus, dass im Vorfeld eine entsprechende jurisrische Prüfung über die Zulässigkeit des Volksentscheids unter Berücksichtigung aller Aspekte stattgefunden hat. Was soll dann aber noch die nachträgliche Einschaltung von Gerichten??
Es gibt kein Gericht das hier anders urteilen kann, da es ein Volksentscheid war. Das Volk hat entschieden, selbstverständlich könnte die EU in der Schweiz einmarschieren und das Ganze ändern. Oder vielleicht am besten noch Deutschland.

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#8226 03.12.2009, 10:21 von THM

Zitat von rebound68
QFT Wenn wir ernst genommen werden wollen, müssen wir uns selbst ernst nehmen. Viele Äußerungen hier entlarven das formale Bekenntnis zu Menschenrechten und Demokratie als opportunistisches Gefasel. Wenn wir die Freiheit hier beschneiden, weil Andere woanders das auch tun, dann sind wir selbst schuld, wenn wir als Heuchler beschimpft werden.
Stimmt.
Passiert ja auch, Sie leicht erfahren können, wenn Sie ein wenig in der Welt herum kommen. "Wir" scheren häufig alle Muslime über den (saudischen) Kamm, und brauchen uns daher nicht zu wundern, wenn wir in der muslimischen Welt mit den Amis in einen Sack gesteckt werden.

Der Scherbenhaufen, den Bush der westlichen Welt hinterlassen hat, wird so schnell nicht wieder zusammen gekehrt.

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#8227 03.12.2009, 10:21 von dasky

Tit - for - tat

Zitat von sysop
Die Schweizer haben sich offenbar in der Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten entschieden. Damit haben die Rechtspopulistischen Parteien ihr Ziel erreicht. Was bedeutet die Abstimmung für die schweizer Gesellschaft? Und wie wird die Entscheidung vom Ausland aufgenommen?
Zitat von SPON
...Wir gegen die: So versteht Europas Rechte das Schweizer Minarettverbot - schließlich ergehe es den Christen in der islamischen Welt nicht besser. Doch in diesem Argument offenbart sich die geballte Macht der Denkfaulheit....
Letztlich offenbart sich mit Herrn Broders Argumentation des Tit - for - tat nicht in erster Linie "Denkfaulheit", sondern der Denunziant, Hassprediger und Volksverhetzer. Das Argument geht nämlich einher mit der Behauptung, es handele sich beispielsweise im Falle des Iran um eine "Diktatur pädophiler alter Säcke", wer das nicht erkenne, sei eine "Pappnase".
Wobei die 'WELT' die "Pappnase" gestern aus dem betreffenden Artikel herausgestrichen hat.

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#8228 03.12.2009, 10:21 von promedico

Falsch!

Zitat von michaelban912
Die "Auge um Auge"-Mentalität welche von der schweizer Mehrheit befürwortet wurde ist konträr dem christlichen Gedanken.
Lieber Forist!
Die "Auge um Auge" Mentalität ist eine der christlichsten Botschaften überhaupt (obwohl aus dem Buch Levitikus)und der Vorläufer unserer heutigen §§ 823 und 831 im BGB - nämlich Schadenersatz - und keineswegs geht es dort um Gewalt - sondern um Verhinderung von Gewalt - die "Blutrache" war damals übrigens schon lange abgeschafft....

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#8229 03.12.2009, 10:21 von Matyaz

Zitat von Torve der Trog
Aber natürlich zahlten Christen im osmanischen Reich eine Extrasteuer, genau wie so ziemlich überall sonst unter islamischen Herrschern. Das nennt man Jizya (in Ägypten Giziya, in der Türkei cizye). Diverse Mullahs im Irak haben diese Schutzgelderpressung unter anderem Namen auch flugs wieder eingeführt: "Zahlen, konvertieren oder abhauen!" Und aus den Reihen der unbelehrbaren Christen im osmanisch beherrschten Territorium holte man dann auch bei der "Knabenlese" die Jungen, die zu Moslems umerzogen wurden und dann den Nachwuchs der Janitscharen-Sturmtruppen bildeten.
Durchaus richtig. Nur wie ging man im Rest Europas damals mit Andersgläubigen um?

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#8230 03.12.2009, 10:23 von Fred Heine

Zitat von aktenzeichen
Frau Antje ist offenbar nicht die Bohne Demokrat! Ein Volksentscheind ist unmittelbar geltendes Recht. Wenn das einem Richter nicht passt, dann muss er sein Amt aufgeben, denn schließlich soll er im Namen des Volkes urteilen!
An welchen der beiden Volksentscheide soll sich der Richter den halten? An die in freier Selbstbestimmung gegebene Bundesverfassung oder an das Minarettverbot. Darüber sollten Sie uns schon aufklären.

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