Forum: Politik
Mosambikaner in Chemnitz: Die neue, alte Heimat
Raphael Thelen

Die Industriestadt Chemnitz ist seit Jahrzehnten Heimat vieler Arbeitsmigranten. Probleme gab es immer, auch zu DDR-Zeiten. Trotzdem wollen Menschen wie Damiao ihre Stadt nicht aufgeben.

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werbinichschon 04.09.2018, 21:25
1. is jetzt gut

langsam macht ihr Euch lächerlich, hat keiner behauptet, dass es keine gut integrierten Migranten gibt. Es gehe Ihnen gut.

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yassineng 04.09.2018, 21:28
2. Auch in anderen Städten

Ein Kumpel von mir aus Marokko hat in Leipzig studiert. Leider hat er viele schlimme Ereignisse erlebt. Neonazis waren mit Waffen unterwegs und haben Ausländer attackiert. Die Polizei hat nichts unternommenen und behauptet, dass sind keine Deutschen gewesen. Auch am hellen Tag und in der Straßenbahn wurde er mit einer Pistole bedroht. Das Problem ist sehr groß und die Sicherheitsorgane sind infiziert!

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lathea 04.09.2018, 21:41
3. Es ist schwer in einer solchen.....

......rassistischen Umgebung zu leben. Es ist dennoch schön zu wissen, dass die Partnerschaft hält und ich hoffe, auch noch lange halten wird und die gegenwärtigen perversen Nazi-Tumulte übersteht. In Chemnitz gibt es einfach zu wenig Migranten, damit sich die Chemnitzer an die moderne multikulturelle Gesellschaft gewöhnen und in der Gegenwart ankommen können.

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Haudegen 04.09.2018, 22:13
4. Im Mittelalter machte man Jagd auf Hexen ...

und heutzutage fokussiert ein Teil der Bevölkerung auf Migranten ohne Wenn und Aber. Es ist das gleiche Denkmuster. Migranten haben uns nichts weggenommen - im Gegenteil, sie werden bisher besser in den Arbeitsmarkt integriert als angenommen. Was aber die Armen ärmer gemacht hat und die Reichen reicher - das war eine Politik der sogenannten Volksparteien. Diese Politik gab es auch schon vor 2015. MfG

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woodyallen 04.09.2018, 22:21
5. Traurig

Es ist schon traurig, dass jemand, der über 30 Jahre in Deutschland ist, nur aufgrund seiner Hautfarbe nicht ohne Angst in seiner Stadt leben kann. Das ist Rassismus pur, und die AFD und ihre Anhänger stellen sich mit diesem braunen Mob zusammen in eine Reihe und finden das ganz normal, wie Herr Gauland sagt. Wer AFD wählt, wählt Rassisten!

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suferone 04.09.2018, 22:44
6. So ist das

also in Karl Marx Stadt und vielen anderen Städten im Dunkeldeutschland. Welch Überraschung! Das konnte ja keiner ahnen. Das Menschen die nicht vor all zu langer Zeit, zu ihrerem heute noch berühmten "Wir sind das Volk" aus Angst vor dem represiven Staat auch "kehne Gewalt" riefen. Sie lebten damals in einem Staat der angeblich keinen einzigen Nazi unter seinen Bürgern hatte. Mensch, die hatten das Problem gelöst. Einfach als nicht existent deklarieren. Die paar Arbeiter aus den einstigen sozialistischen Bruderstaaten hatten soweit ich weis auch wenig Kontakt mit den Bürgern. Das gilt sogar für die Rotarmisten. Die Soviet Soldaten hatten dort Siedlungen wie die Amis, Briten und Franzosen bei uns im Westen aber wir hatten tatsächlich Kontakte mit ihnen oder ihren Kindern. Es gab "Amifeste" und alles was die GI's hatten war cool. Jeder schwarze war ein cooler US Soldat und kein "Flüchtling oder Werksarbeiter aus Timbuktu". Damit will ich sagen das wir in der BRD komplett anders Sozialisiert wurden als die Menschen in der DDR. Das ist mit dem Mauerfall nicht einfach anders geworden. Damit müssen wir wohl noch sehr lange leben. Natürlich gab und gibt es rechtes Gedankengut auch im westen aber es ist definitiv nicht so verbreitet bei der Bevölkerung wie im Osten. Entweder gewöhnen sich diese Menschen irgendwann an eine freie Gesellschaft die Multikulturell ist oder unsere bisherige Gesellschaft entwickelt sich wieder zurück und passt sich dem im osten weit verbreiteten Weltbild an. Es ist schon verstörend wenn jemand der erst seit 1989 in der BRD lebt, der für Bananen demonstrieren gegangen ist, mich mit "Ausländer raus" anschreit obwohl ich seit 1975 hier lebe bzw. hier in der BRD geboren bin! Soweit denken diese braunen dumpfbacken aber wahrschlich nicht! Sorry aber dieses Neonazitum ärgert mich so sehr das ich es manchmal diesen Vollpfosten auf gleicher Ebene zurückgeben möchte. Am meisten tun mir Menschen wie der Herr bzw. seine Familie leid und die normal tickenden Menschen dort. Diese problematik gibt es seit dem Mauerfall und sehr viel wurde nicht dagegen unternommen. Jetzt sind auf einmal alle Schokiert! Das ist Scheinheilig!

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paysdoufs 05.09.2018, 23:16
7. Ist ja gut...

Mehrere tausend Demonstranten, vorne ein paar Höckes und Co, irgendwo einige Dutzend Neonazis —> „Also sind alle Rassisten“. Ist das das neue „linksliberale“ Mantra für schlichte Gemüter? Und an die Journalisten: Kommt von Eurem Chemnitz-Trip mal wieder runter. Ihr verfallt gerade wieder 1:1in den 2015er Volkserzieher-Modus, über den Di Lorenzo in der Rückschau so passend geurteilt hat (sinngemäß: „Wir waren alle von unserem Auftrag beseelt“)...

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Bananenschale 05.09.2018, 23:27
8. Irrelevant

Zitat von Haudegen
und heutzutage fokussiert ein Teil der Bevölkerung auf Migranten ohne Wenn und Aber. Es ist das gleiche Denkmuster. Migranten haben uns nichts weggenommen - im Gegenteil, sie werden bisher besser in den Arbeitsmarkt integriert als angenommen. Was aber die Armen ärmer gemacht hat und die Reichen reicher - das war eine Politik der sogenannten Volksparteien. Diese Politik gab es auch schon vor 2015. MfG
Was Migranten uns genommen oder gegeben haben, ist irrelevant. Ihnen gebührt UNABHÄNGIG davon Respekt. Solche Kriterien sind nur hinderlich für ein gemeinschaftliches Zusammenleben. In Bezug auf arm / reich stimme ich Ihnen zu!

Ich kenne Chemnitz flüchtig. Von der Atmosphäre her scheint / schien es eine kraftvolle Stadt zu sein, fähig, Neues zu wagen. Etwas, was es so im Westen nicht gibt / gab ( München, Göttingen, Hildesheim ). Der aktuelle Tiefpunkt dokumentiert ein Versagen der Politik, die stets unbeirrbar west-deutschen Spielregeln folgte. Ich hielt das immer schon für falsch. Wer sich nicht anpassen kann ( an die Erfordernisse der Zeit ), sind die Deutschen selbst. Die DDR ist darüber untergegangen. Die BRD scheint ihr fast folgen zu wollen. Da kriegt man doch Depressionen: Kohl, Schröder, Merkel - fast 2 Generationen ( 25 Jahre )! Hört das denn nie auf?!

Ich bin West-Deutscher ( alte BRD ).

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Aulu 05.09.2018, 23:57
9.

Es ist schwer zu glauben dass alles in dieser Geschichte in Deutschland stattfindet. Andererseits wohnt er seit 32 Jahren in D-Land und sogar Der Spiegel nennt ihn Mosambikaner. Solange diese Denkweise sich nicht aendert braucht man ueber Integration nicht weiter diskutieren.

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