Forum: Politik
Nach den Anschlägen von Brüssel: Wollen wir den totalen Krieg?

Nach den Attentaten von Paris und Brüssel steht dem Westen der Sinn nach Krieg. Statt dessen sollten wir über Versöhnung nachdenken. Wer das lächerlich findet, hat die Osterbotschaft nicht verstanden.

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fritzberg1 28.03.2016, 18:11
410.

Zitat von sandro.herbrand
.... Es genügt, wenn Du zuhörst, was Gott zu Dir spricht. ....
Gut ich versuche zu hören, höre aber nichts.

Das erinnert mich an die Konversation:
"Wie kannst du dich ertreisten über den Mann zu lästern zu dem Gott jeden Freitag persönlich spricht!"
"So? Woher weißt du das Gott persönlich zu ihm spricht?"
"Er hat es mir gesagt."
"Und wenn er lügt?"
"Wie kann einer lügen zu dem Gott persönlich spricht!"

:-)

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schlimmer1 28.03.2016, 18:13
411. Islam vs. Islamismus

Einige Kommentatoren bemängeln die von Jakob Augstein aufgeworfene Schuldfrage. Und da kann ich ihm auch nicht ganz folgen. Aber womit er Recht hat, sofern ich seine Intention richtig verstehe, ist: Wir müssen dafür sorgen, dass möglichst wenige neue Islamisten entstehen. Und da haben wir sehr wohl eine gewisse Verantwortung. Menschen ohne Perspektive (nicht alle, aber leider nicht nur wenige) neigen früher oder später dazu, sich an einem Sündenbock zu radikalisieren. So sehr der Sündenbock auch konstruiert sein mag. Und da sind die isamlisitischen Fanatiker gar nicht mal so weit entfernt von deutschen Rechtsradikalen, die die Schuld an ihrer persönlichen Misere nicht in den bestehenden Verhältnissen (beispielsweise die als Griechenlandrettung verkaufte Bankenrettung, Umverteilung von unten nach oben) sondern in einer angeblichen islamistischen Bedrohung sehen. Natürlich wird es auch unter anderen Umständen weiterhin Islamisten geben. Weil eben leider auch durchgeknallte Chauvinisten nicht aussterben werden. Ich finde nur, dass gerade wir Deutschen uns daran erinnern sollten, dass wir nach dem 2. Weltkrieg im positiven Sinn eine Behandlung erfahren haben, die so überhaupt nicht zu erwarten war. Wichtig ist, jetzt kein Öl ins Feuer zu gießen. Wir dürfen nicht dem gleichen Fehler wie unsere islamistischen Gegner erliegen und alles muslimische in einen Topf werfen. Und wir müssen auch erkennen, dass der Westen in der Vergangenheit oft genug heuchlerisch gehandelt hat, Hauptsache die Ölversorgung brummt. Und da liegt m.E. ein ziemlicher Knackpunkt: Der Westen hat seinen Ruf verspielt. Und ist daran so ziemlich ganz alleine Schuld. Klar: "Der Westen" ist nicht jeder einzelne von uns. Aber genau da geht's ja auch schon los. Nämlich das Schwarz-Weiß-Denken.

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wutbürger2010 28.03.2016, 18:14
412. Herr Augstein hören Sie bitte genau zu !

Lieber Herr Omer Adib,

bitte richten/schreien Sie Ihre Botschaft aus dem ägyptischen Fernsehen/aus Ägypten auch laut heraus in Richtung des Herrn Augstein.

Nur Menschen wie Sie, Herr Adib, können uns den religiösen Irrsinn Ihres Kulturkreises erklären.

https://www.youtube.com/watch?v=BliBBAgdoL4

PS: Man beachte die ständigen Beschwichtigungsversuche und Schuldzuweisungen der Moderatorin.

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anathema 28.03.2016, 18:14
413. Ein Verhältnis wie „Wasser und Öl zueinander“?

Zitat von Beat Adler
Was geht, ist die konsequente Anwendung des geschriebenen Rechtes und der vollen Unterstuetzung der Behoerden, die fuer den Anti-Terrorismus zustaendig sind. Das reicht. 
mfG Beat
Heißt das nicht im Klartext: Eine strikte Diktatur der geltenden Verfassung und folglich also „Bürgerkrieg“ in letzter Konsequenz! Ist es das wozu Sie raten, denn Islam und westliches Menschen- und Staatsverständnis verhalten sich wie „Wasser und Öl zueinander“, so sagte es der Islamkenner Bassam Tibi, der damit von keiner de facto-Koexistenz der islamischen mit der westeuropäischen christlichen Welt ausging, nachdem sich seine Vorstellungen von einem Euro-Islam sich beidseitig als nicht akzeptabel und tragfähig erwiesen?

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spiegelleser_wussten_mehr 28.03.2016, 18:15
414. Noch ein K(r)ampf...

Der totale Krieg wird uns gerade vom Islam/Koran erklärt.

Nicht unsere freie Gesellschaft hat diesen ausgerufen und will diesen führen.

Sie aber wollen dies auch weiter leugnen und ziehen jetzt sogar die Osterbotschaft heran
(sonst ist ihnen die Religion ja eher suspekt ;-))

Aber wie lautet ihre Lösung denn nun?

Sonderstatus für Muslime, noch mehr Förderprogramme, statt Frauenquoten jetzt auch
Moslemquoten und Sonderzonen mit Scharia-Gerichten?

Intoleranz mit totaler Toleranz begegnen?

Ich persönlich würde mich schon freuen wenn Herr Maas und auch sie Herr Augstein dem Kampf gegen den Islamismus genau so viel Aufmerksamkeit schenken würde wie dem „Kampf gegen rechts“……

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fritzberg1 28.03.2016, 18:18
415. Zurückschlagen?

Zitat von rainer_d
... Das Problem beim Terrorismus ist ja, dass man um ihn zu bekämpfen mindestens so hart zurückschlagen muss wie der Terrorismus selbst.....
Nein. Muss man nicht.

Es reicht die Täter zu finden und entsprechend den Gesetzen zu verurteilen.
Darüberhinaus kann man durchaus Maßnahmen ergreifen Terrorattacken im Vorfeld zu erkennen und die versuchenb zu verhindern.

Wahlloses "hartes Zurückschlagen" ist mit ziemlicher Sicherheit keine geignete Lösung.

Zugegeben, es gibt noch keine geeigneten rechtsstaatlichen Mittel gegen jene vorzugehen welche Anschläge nur geplant haben oder die welche da im Hintergrund nur aufhetzen. Aber irgendwie sollte man da durchaus mal etwas nachdenken.

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taglöhner 28.03.2016, 18:19
416. Petrus, Käßmann, Augstein

Prima, Herr Augstein! Und alle machen mit, gell?

Ist wie beim Sozialismus. Man muss die Gesellschaft nur von den Spielverderbern säubern und schon funktioniert's :).

Geht leider nicht ganz ohne Repression, ist aber für einen guten Zweck.

Der IS macht's vor: Wer sich nicht wehrt und die Spielregeln einhält, hat nichts zu befürchten vom Gottesstaat. Integration nennt sich das.

Ich wünschte mir fast, dass Sie Ihre Osterbotschaften bereits in den 30ern hätten formulieren können. Fast.

Bin mir nämlich nicht ganz sicher, welche Perspektive zum Vorschein gekommen wäre.

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niklot1147 28.03.2016, 18:21
417. Neid ist nicht die Ursache

Die Ursache für die Wut und den Hass vieler junger Menschen in den islamischen Ländern ist nicht Neid auf unsere wunderbare Gesellschaft, sondern die Tatsache, dass diese Länder seit Jahren, Jahrzehnten (Jahrhunderten, Jahrtausenden: 333 bei Issus Keilerei) von UNS militärisch angegriffen unterjocht, kolonisiert und ausgeraubt werden. Die Millionen Toten, die wir dort allein in den letzten 10 Jahren auf dem Gewissen haben, trotz unserer ach so christlichen Überzeugungen, sind im Bewusstsein der Menschen tief verankert. Also sollten wir nicht den Krieg erklären, den haben wir längst angefangen, sondern endlich den Frieden. Es wird höchste Zeit, unsere internationalen Truppen zurück zu ziehen und die menschen am Leben und in Freiheit zu lassen. Das wäre ein Anfang vom Ende des Terrors.

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ford_mustang 28.03.2016, 18:21
418. Wer ...

hätte sich zum Anfang der 40er Jahre, des 20. Jahrhunderts, hingestellt und gesagt, versöhnt euch mit Hitler, er fühlt sich nur ungerecht behandelt.
Dieser Krieg, und für die Islamisten ist es einer, wurde nicht vom Westen begonnen.
Versöhnung steht nicht im Programm dieser Irren. Wenn man Bilder aus Syrien und der ganzen Gegend dort sieht, fragt man sich, um was wird da gekämpft? Nur Ödnis und Zerstörte Städte. Die Anführer des IS verheizen ihre Kämpfer um an die Bodenschätze zu kommen und abzukassieren.
Die Kämfer dort haben dann von einem Sieg genauso wenig wie der deutsche Landser etwas vom eroberten Lebensraum im Osten gehabt hätte.
Bildung tut not, ein wichtiges Mittel gegen Extremismusanfälle.
Nach Europa keine Immigranten, die nicht vorher gecheckt wurden (auch wenn das kein Alheilmittel ist). Ghettos in den Großstädten entzerren. Koranschulen überwachen.

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schlawa 28.03.2016, 18:21
419.

Aber mit Bomben eben auch nicht. Der Kampf gegen den Terror ist keine Frage des Kalibers.

Richtig, nicht nur mit Bomben, sondern auch mit Sturmgewehren, schwerer Artillerie, Bodentruppen. Außerdem Hausdurchsuchungen, Grenzkontrollen. Am besten auch mit der schnellen und direkten Abschiebung von Islamisten und Hasspredigern. Putin macht es grade in Syrien vor, was Augstein nicht wahrhaben will. Mit brutaler militärischer Gewalt, ohne Rücksicht. Grozny hat er auch damals eingeäschert (2x), dort ist jetzt Ruhe.

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