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Nach Vorschlag der Grünen: Markus Söder will Behörden ebenfalls im Osten ansiedeln
DPA

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich dafür ausgesprochen, mehr Bundesbehörden nach Ostdeutschland zu holen. Die Idee kam von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt - sie ging noch weiter.

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boeseHelene 11.01.2019, 21:50
1.

Eine bescheuerte Idee die nicht nur große Kosten verursachen würde und warum sollte man ohne Not umziehen? Das Geld kann man sich sparen und für sinnvolle Projekte nutzen.

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maxmarius 11.01.2019, 22:07
2. Ohne Buschzulage?

Es könnte da aber das Problem geben, dass man, außer für Leipzig oder Jena, wenig qualifiziertes Personal findet.
Etliche Bekannte und Schulkameraden würden gerne in die Heimat zurückgehen, aber hinderlich sind nicht nur schlechtere Arbeitsbedingungen oder eine niedrigere Bezahlung. Ich kann es als bekennender Ostprovinzler schlecht beurteilen, aber selbst kulturelle Angebote und der öffentliche Nahverkehr werden bemängelt.
Von den Problemen für einen eventuell leicht "ausländisch" aussehenden Partner ganz zu schweigen.
Das ist ein Kreislauf, der schwer zu durchbrechen ist.

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Tharsonius 11.01.2019, 22:12
3. Wie praktisch

die Löhne für reguläres Personal sind ja auch niedriger und damit lukrativer :>

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loncaros 11.01.2019, 22:19
4.

Man kann sich ja mal anschauen, wo die so sind:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Bundesbehörden

Es gibt genau zwei Behörden, die wirklich im Osten sind (Potsdam kann man wohl ignorieren).

Schifffahrt und Umwelt. Und die Schifffahrt darf sich das ganze noch mit Hamburg teilen.

Pro Behörde sind das tausend bis über 10.000 Arbeitsplätze. Da fragt man sich schon zurecht: Muss dass sein, dass der Osten bei der Bundesverwaltung komplett außen vor ist?

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karl-felix 11.01.2019, 22:28
5. Ich

Zitat von boeseHelene
Eine bescheuerte Idee die nicht nur große Kosten verursachen würde und warum sollte man ohne Not umziehen? Das Geld kann man sich sparen und für sinnvolle Projekte nutzen.
denke auch , dass die Idee von Frau Göring-Eckardt vernünftiger war: Die Bundesregierung daran zu erinnern , neue Behörden in strukturschwachen Gebieten des Ostens anzusiedeln und bei gleicher Qualifikation Landeskinder zu bevorzugen .

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gingermath 12.01.2019, 00:29
6. War das nicht schon geplant?

Ich bin mir nicht sicher, ob der Beschluss von 1992 schon aufgehoben wurde, aber offensichtlich wurde dem nicht Folge getragen.
Sollte es tatsächlich wieder dazu kommen, sollte man sich mal überlegen ob Lippenbekenntnisse nicht als das gezählt werden sollen, was sie sind, Populismus in Reinstform, deswegen begrüße ich es, dass sich die Politiker mit der AfD rumschlagen müssen, und nicht der Bürger ... zum größten Teil.

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new#head 12.01.2019, 01:24
7.

Das Göring Eckert der Planwirtschaft zugeneigt ist, ist bekannt. Dass Söder nun ins selbe Horn bläst ist schon bedenklich.
Für den Osten ist es blamabel, wird er nun auch von ernst zu nehmenden Politikern zum Entwicklungshilfegebiet degradiert.
Mit diesem Vorgehen verhindrrt man die Entwicklung einer eigenständigen Wirtschaftsleistung dieser Region.; man wird erneut versorgt. Aber vielleicht ist das ja der Plan?

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dickebank 12.01.2019, 07:12
8. alles gut

Zitat von loncaros
Man kann sich ja mal anschauen, wo die so sind: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Bundesbehörden Es gibt genau zwei Behörden, die wirklich im Osten sind (Potsdam kann man wohl ignorieren). Schifffahrt und Umwelt. Und die Schifffahrt darf sich das ganze noch mit Hamburg teilen. Pro Behörde sind das tausend bis über 10.000 Arbeitsplätze. Da fragt man sich schon zurecht: Muss dass sein, dass der Osten bei der Bundesverwaltung komplett außen vor ist?
Doch, das muss so.
Die Bevorzugung des Köln-Bonner Raumes ist Folge des Berlin-Bonn-Vertrages.
Ansonsten gibt es in Osten der Republik wesentlich mehr Bundeswehrstandorte als im Westen.
Ebenfalls vergisst die Aufzählung die Gerichtsstandorte der Bundesgerichte in Erfurt und in Leipzig.

Was mich generell stört, ist die schizophrene Sichtweise. Wenn es belieb, ist Berlin Teil des Ostens. Wenn es um Mittelverteilung geht, sind sich die Flächenstaaten im Osten einig, dass Berlin nicht dazu gehört und Ost-Berlin eben zu Berlin gehört.

Die Bevölkerungsverteilung im Osten lässt - außer in den bereits bestehenden Agglomerationsräumen (Leipzig, Jena) - keine größeren Verwaltungsstandorte zu, da vor Ort nicht genügend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht.

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Actionscript 12.01.2019, 07:32
9. Es ist erstaunlich, dass...

...man nach 30 Jahren noch von Ost und West spricht und Unterschiede, was Behörden angeht, macht

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