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Nach Wahlschlappe in Berlin: FDP ringt um künftigen Kurs

Der Streit um den künftigen Kurs der Liberalen ist entbrannt: Nach dem verheerenden Wahlergebnis in Berlin wagen sich die Kritiker in der FDP aus der Deckung -*Staatsministerin Pieper bezeichnete den Anti-Europa-Kurs von Parteichef Rösler als "unglaubwürdig".

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poolkuhn 19.09.2011, 09:33
1. ?

FD..wer? Muss man die kennen? Ich denke nein.

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Originalaufnahme 19.09.2011, 09:36
2. ===

Zitat von sysop
Der Streit um den künftigen Kurs der Liberalen ist entbrannt: Nach dem verheerenden Wahlergebnis in Berlin wagen sich die Kritiker in der FDP aus der Deckung -*Staatsministerin Pieper bezeichnete den Anti-Europa-Kurs von Parteichef Rösler als "unglaubwürdig".
Klingt wie die 25. Wir-haben-den-Warnschuss-gehoert-Aeusserung von Westerwelle. Da es die gestern ausnahmsweise nicht gab (Roesler war ja verschollen), holt das jetzt SPON nach, oder wie?

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Andreas Böttcher 19.09.2011, 09:44
3. Neuwahlen "Kasperei" ?

Volker Kauder bezeichnet die Forderung der Opposition nach Neuwahlen als "Kasperei", über die er nicht einmal nachdenken wolle.

Das ist schon ein starkes Stück. Nicht nur, dass in Deutschland die Stimmung in der Bevölkerung eindeutig ist, auch im Ausland macht man sich schon Sorgen über unsere zerstrittene Chaoten-Regierung.
Und da kommt Herr Kauder mit solche einer Äußerung daher? Angesichts solch einer Ignoranz bei Berufs-Politikern, die völlig den Bezug zur Realität verloren zu haben scheinen, ist es kein Wunder, dass sich immer mehr Bürger einer Alternative wie der Piraten-Partei zuwenden.

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Chris-Gardner 19.09.2011, 09:52
4. Markenkern beschädigt? Markenkern nicht vorhanden!

Wofür steht die FDP eigentlich?

Für die Vertretung reicher Erben und Familienunternehmen?! Für das Wohl von HartzIVler? Ganz sicher nicht für die Interessen der Leistungserbringer dieses Landes!

Die FDP hat sich mit der Regierungsbeteiligung jeglicher Ernsthaftigkeit entbunden. Keine der nennenswerten Inhalte ihres Wahlprogramms wurden umgesetzt.

Die FDP ist nicht wirtschafts-liberal sondern einfach nur peinlich.

Das Machtvakuum und die Vielzahl an Nichtwählern im konservativ-liberalen Sektor müssten durch eine rechts-liberale Partei mobilisiert werden, um ein erforderliches Gegengewicht gegen mittlerweile 4 links bis linksradikale Parteien zu bilden. Diese Partei sollte dann aber nicht mehr FDP heißen - deren Markenkern ist nun mal nachhaltig beschädigt!

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Andena 19.09.2011, 10:57
5. Guido W. als Sündenbock

Nun geht sie los, die Suche nach einer einfachen Erklärung der krachenden Wahlniederlage und der Suche nach dem einen Sündenbock bzw den Sündenböcken.

Natürlich ist die derzeitige F.D.P.-Bundesführung versucht, die Schuld (tm) an diesem Berlin-Ergebnis dem alten Parteivorsitzenden Guido W. ihn die Schuhe zu schieben, denn jetzt gilt es Kritik am derzeitigen Vorsitzenden und seinem Generalsekretär zu verhindern, um ja nicht ins innerparteiliche Chaos zu versinken.

Dabei ist jedem beteiligten klar, dass dieses und die beiden vorhergehenden Niederlagen die gelieferte Leistung von P.Rösler und C.Lindner ist. Guido W. hatte wenigstens noch bei den Wahlen dieses Jahr, die er verantwortet, entweder wie in Hamburg dank einer charmant lächelnden Frau Suding zugelegt oder die Verluste noch einigermaßen im rahmen gehalten.

So verlor die F.D.P. in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg lediglich zwischen 43% und 50% ihres Stimmenanteils. Mit P.Rösler haben die Neoliberalen sogar zwischen 60% (Bremen) und 76% (Berlin) ihres Wähleranteils verloren und das sogar mit steigender Tendenz.

Diese Niederlage hat der Parteivorsitzende zu schultern, der im Interesse seiner Partei schnellstmöglich zurücktreten sollte, um für den neuen Vorsitzenden und bisherigen Bundesschatzmeister P.Döring Platz zu machen und somit eine Erneuerung der F.D.P. zu ermöglichen.

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ugt 19.09.2011, 11:34
6. Das an der Macht sein ..

... und das um jeden Preis, kostet jetzt die Liberalen die Federn.

Wenn man seine Ideale und Politik verrät nur um mit den "Grossen" mitzuspielen verrät, dann passiert so etwas.

War es nicht Guido der noch vor einigen Jahren von dem Überspringen der 20% Hürde träumte? Leere Versprechungen, ungeschicktes Taktieren und hohles rausposaunen von undurchdachten Ideen haben die FDP die Wähler gekostet. Die FDP ist nicht die CSU deren Chef jede Woche einen neuen Unfug herrausposaunt und dafür von seinen Bauern als König gefeiert wird. Bundesweit würde eine CSU nicht mal die 1% Hürde schaffen, weil sie jede Woche eine andere Sau durchs Dorf treibt.

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limauniform 19.09.2011, 12:19
7. Hallo,

Zitat von sysop
Der Streit um den künftigen Kurs der Liberalen ist entbrannt: Nach dem verheerenden Wahlergebnis in Berlin wagen sich die Kritiker in der FDP aus der Deckung -*Staatsministerin Pieper bezeichnete den Anti-Europa-Kurs von Parteichef Rösler als "unglaubwürdig".
..da hat die ostdeutsche Quoten-Liberale etwas komplett missverstanden. Die FDP-Haltung zur EURO/Griechenland-Rettung als Anti-Europa-Kurs zu bezeichnen, kann nur von Ahnungslosigkeit oder böser Absicht geleitet sein. Oder handelt Frau Pieper gar im Auftrag ihres Chefs, dem Aussenminister, der seinem Nachfolger als Parteichef jetzt eins auswischen möchte?

(Übrigens SYSOP scheint die Diskussion zuz diesem Thema bereits abgeschlossen zu haben, denn mein erster Kommentar hat den Weg ins Forum noch nicht gefunden).

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khid 19.09.2011, 13:26
8. Partei ohne Profil oder "PoP"

Zitat von sysop
Der Streit um den künftigen Kurs der Liberalen ist entbrannt: Nach dem verheerenden Wahlergebnis in Berlin wagen sich die Kritiker in der FDP aus der Deckung -*Staatsministerin Pieper bezeichnete den Anti-Europa-Kurs von Parteichef Rösler als "unglaubwürdig".
Die FDP hat sich nicht erst mit Guido W. von den Idealen der einstigen "Freidemokraten" entfernt - dieser Prozess setzte bereits zu Wirtschaftswunderzeiten ein - und hat nun seinen Höhepunkt erreicht.
Die Folge: Die FDP hat nix mehr in Sachen "Ideologie" zu bieten, für das sich eine größere, denkende Masse an Menschen begeistern lässt!

Das Problem teilt die FDP auch längst mit der CDU/CSU - und auch der SPD.
Letztere leidet bis heute unter der "Linken"...

Nähme man "Die Linke" aus der Parteienlandschaft heraus - oh Du meine Güte, wohin gingen deren Wähler?
Zur SPD, zu den Grünen - einige gar woanders hin...
Angela M. wäre niemals Kanzlerin geworden...

In einer Zeit, in der es der MASSE der Menschen in diesem Land wirtschaftlich schlechter geht als Jahrzehnte zuvor; in der selbst die so genannte "Mittelschicht" ernsthaft Angst um Altersversorgung, Rente, Pflege, Familie, Haus, Grund und Lebenshaltung allgemein haben muss, gebärdet sich die FDP als "Klüngelpartei", die offenbar für alle "käuflich" ist und "Wahlgeschenke" für wenige verteilt...

Das "System Kohl" basierte noch darauf, solche Dinge "geheim" zu halten...
Schäuble ist heute gar "Finanzminister" (das war der mit dem schwarzen Koffer, von dem er nicht wusste, was drin war... lol)...
Das "System Merkel" funktioniert ganz ähnlich, da bin ich sicher! Allein der Deal mit der Atomlobby spricht hier eine für mich allzu deutliche Sprache: Auch die CDU ist käuflich!

Betrachtet man die Spendentabelle des deutschen Bundestages, so fällt auf:
CDU/CSU bekommen etwa 10 mal soviele Spendengelder, wie die SPD und die Grünen zusammen...
Selbst die FDP (die neue 2% Partei!) bekommt allein noch mehr Zuwendung an Außenspenden als Rot/Grün zusammen...

Woran liegt das bloß?

Könnte es sein, dass "Die Wirtschaft" und "Das Kapital" sich von einer "Unterstützung" (ich würde es eher Bestechung/Korruption nennen) der CDU/CSU und FDP lange Jahre zu Recht Vorteile erhofft hat?!

Was bleibt ist "Der Bürger", der "Einfache Mann von der Straße", der hart für Löhne und Gehälter arbeiten muss, die heutzutage schon eher als "Hungerlohn" und "Almosen" begriffen werden müssen - denn: Am Wohlstand der Drittgrößten Volkswirtschaft dieses Planeten hat die Masse der Menschen längst immer weniger Anteil!

Für die FDP heißt das:
"Platte Antworten" (Rösler) können gut tun!
Es müssen nur die Richtigen sein!
Etwa die:
"Das Volk ist nicht so dumm, wie ihr gedacht habt."
"Freiheit entsteht nicht, wenn man eine Minderheit protegiert - nämlich die "des Geldes"!"
"Liberal hatte mal den Anspruch gerade den NICHT-
Priviligierten zu helfen"...

Vielleicht lesen die Herren Rösler und dieser andere kleine Kautz, mal die Entstehungsgeschichte und Ideologie, die einst vor über 100 Jahren zur Gründung der "Liberalen" geführt hatten...
Damals stand die Erkenntnis im Vordergrung, dass es Aufgabe der Eliten sei, gerade den Schwächeren ernsthaft und ehrlich zu helfen mehr vom Kuchen der Macht und des Geldes bekommen zu können!

Was ist hiervon übrig? 2% - oder weniger?

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cassandros 19.09.2011, 13:54
9. Wieso Streit?

Zitat von sysop
Der Streit um den künftigen Kurs der Liberalen ist entbrannt: Nach dem verheerenden Wahlergebnis in Berlin ....
Liebe FDP!
Es kann nur einen Kurs geben:
WEITER SO !

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