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Nato-Übung in Norwegen: Bundeswehr zieht positive Bilanz
DPA

Die Bundeswehr ist mit dem Verlauf der Nato-Übung in Norwegen zufrieden, sieht aber auch Verbesserungspotenzial. Für Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus gehört dazu auch eine bessere Ausstattung.

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charly05061945 08.11.2018, 11:11
1. Positive Bilanz

Positive Bilanz - was sollen die entsprechenden Damen und Herren denn sonst in der Öffentlichkeit sagen - sich selbst in Frage stellen und eine ehrliche Bilanz nach 5 Jahren vdL ziehen?

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auweia 08.11.2018, 11:27
2. Recht so.

Trident Juncture zeigt, dass die Bw ihre Aufgaben durchaus erfüllen kann, wenn sie die dafür notwendigen Mittel (Gerät, Personal, Budget...) hat.
Das ist kein Grund nachzulassen, wir können die künftigen Aufgaben mit ihren jeweiligen Spezoalbedürfnissen nicht kennen. Es müssen also auch Fähigkeiten und Redundanzen vorgehalten werden, die nicht akut gebraucht werden. Daher sollte das 2%-Ziel weiterhin aufrecht erhalten werden.

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Fuscipes 08.11.2018, 11:35
3.

Verantwortung übernehmen, mit den eigenen Ressourcen verantwortungsvoll umgehen bedeutet aber nicht militärisch weltweit präsent zu sein.
Verantwortung übernehmen, heißt auch keine Waffen in Kriege und Spannungsgebiete zu liefern.
Eine weltweite Aufrüstung wird die europäische Lage nicht sicherer machen und im zivilen Bereich liegen dann Projekte auf Eis, die einer friedlichen Entwicklung dienlicher wären.
Herr Trump hat schon einiges angemahnt, Herr Obama und Herr Bush auch, und in ein Weißbuch könnte man auch diese Sätze schreiben.
2006 wurde ein zwei % Ziel definiert der Nato definiert, welches auf den Prüfstand gehört.
Nun wird eine Bereinigungssitzung des Haushalts 2019 abgehalten und die eine oder andere Milliarde oben drauf gepackt, die an anderer Stelle fehlen werden.

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skeptikerjörg 08.11.2018, 11:48
4. Mag ja sein

Es mag ja zutreffen, dass die Übung an sich positiv verlaufen ist und ihren Zweck erfüllt hat. Bestimmt hat auch Verlegung, Transport und Anschlusslogistik der Bundeswehranteile geklappt - man hatte ja auch 2 Jahre Zeit für Vorbereitung und Planung. 2 Jahre, nicht 30 Tage! Tatsache ist aber auch, dass wieder einmal das Material und Großgerät zur Ausstattung der 8.000 deutschen Übungsteilnehmer aus der gesamten Bundeswehr "zusammengeklaut" werden musste. Mit anderen Worten, um 8.000 Mann, davon die Hälfte Logistik- und Kampfunterstützung, zum Einsatz zu bringen, liegt der Rest der Bundeswehr lahm. Das unter zu Guttenberg und de Maziaire erfundene und Ja-Sagern in Uniform mitgetragene Materielkonzept der Teilausstattung schlägt immer noch massiv durch.

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m.klagge 08.11.2018, 13:12
5. Danke, liebe Bundeswehr,

dass du und für dieses mal vor der Invasion der bösen Russen bewahrt hast. Wir werden dir auch weiterhin genug Geld bereitstellen um die besten Waffen und VerteidigungsministerInnen zu kaufen die es gibt. Dann können wir auch weiterhin gut schlafen und müssen uns keine Gedanken darüber machen welchen gefährlichen Kurs unser großer Verbündeter fährt.

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demokrat2 08.11.2018, 14:39
6. Aufrüstung in aller Interesse?

Die CDU betreibt die Aufrüstung der Bundeswehr mit allen Mitteln. Bei der Aufzählung der Interessenten hat Brinkhaus allerdings eine Gruppe vergessen namentlich zu nennen. Das sind die Zulieferer, die mit der Bundeswehr Geschäfte machen wollen. Wie das geht, zeigt zur Zeit Frau von der Leyen. Sie vergibt Aufträge nach ihrem eigenen Gustus. Wer dann zum Zuge kommt, können wir uns denken.

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UweGroßberndt 08.11.2018, 15:14
7. Manöver

Manöver dienen im allgemeinen dazu Mängel und Schwächen der eigenen Soldaten zu erkennen. Aber auch das von den Soldaten gelernte in einem großen Zusammenhang zu sehen.
Und wenn die Führungskräfte sieht, dass es trotz aller Fehler recht gut klappt stärkt das auch das Selbstbewusstsein.

Ein Verteidigungs- oder Bündnisfall wird aber in aller Regel nicht Monate vorher angekündigt. Die Zeiten in denen ein kleiner Graf einem anderen kleinen Graf den Krieg erklärte und man für den nächsten Sommer eine ordentliche Prügelei vereinbarte sind vorbei.
Wenn sonst nichts, dann dieses hätte man aus den letzten Kriegen lernen können.
Es bleibt der Truppe nicht die Zeit sich monatelang die Ausrüstung zusammenzuborgen. Der Soldat steht binnen weniger Stunden oder Tage im Feld mit dem was er hat. Das sollten Politiker egal welcher Couleur bedenken. Der Junge kann nicht darauf warten, dass ihm in zwei oder drei Wochen seine fehlende Ausrüstung gebracht wird, sei es das 4 teilige Essbesteck, Munition, Bekleidung oder sein Fahrzeug.

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yvowald@freenet.de 08.11.2018, 17:22
8. SPD hätte klare Gegenposition einnehmen müssen

Die SPD hätte politisch punkten können, wenn sie sich konsequent gegen dieses NATO-Manöver in Norwegen gestellt hätte. Die NATO darf der Russischen Föderation nicht zu sehr "auf den russischen Pelz rücken". Zu sehr ist Russland bereits von NATO-Staaten umzingelt. Warum vertritt die SPD also keine anti-militaristische Politik und stellt die deutsche "Kriegsministerin" ins Abseits?

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Smutije 08.11.2018, 21:06
9. War doch klar...

...das die Übung ein Erfolg war, jeder hat sein bestes geben, wir rumpeln mit Mietfahrzeugen durch Norwegen. Ausgestattet mit Schutzausstattung die überall in Deutschland zusammen geliehen wird... Kleines Beispiel gefällig? Z.B die CRC Ausrüstung (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Crowd_and_Riot_Control?wprov=sfla1) müssen für eine Ausstattung in Kompaniestärke im gesamten Land geliehen werden auch bei der Polizei!

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