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Neue Volkspartei: Wagenknecht-Offensive stößt bei Linken auf heftige Kritik
REUTERS

Sie ist die Fraktionschefin der Linken - und wünscht sich eine neue Partei: Sahra Wagenknecht fordert eine linke Sammlungsbewegung. Bei den eigenen Leuten sorgt das für Ärger.

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Causa Sui 13.01.2018, 17:45
1. Raffiniert, die Dame!

Frau Wagenknecht ist eine ehrgeizige Frau. Die Idee, mehr zur Mitte zu ziehen, um dann die eigenen Ideen dann umzusetzten.. wieso ist da eigentlich noch nie jemand drauf gekommen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass mit einem kleinen Schuss Nationalismus im Sozialismus der eine oder andere Prozentpunkt noch drin sein könnte. Ich drücke die Daumen!

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dieter-ploetze 13.01.2018, 17:45
2. erst mal klar werden, was ist denn mit links gemeint

natuerlich muesste erst die linke gespalten werden, sonst haette es keinen sinn. es gibt die linke mit dem absoluten dogmatismus, siehe riexinger und kipping, dagegen stehen die linken pragmatiker, vertreten von lafontaine und wagenknecht. diese positionen sind unvereinbar. wenn nun wagenknecht diesen vorstoss macht, meint sie sicher eine links pragmatische bewegung. diese waere wuenschenswert und koennte auf laengere sicht erfolg haben, laesst sich aber eben nicht mit dem linken dogmatismus der strengen altlinken verbinden. ich bin allerdings der meinung, dass eine linke bewegung neu entstehen muss und keine partei aus der retorte sein kann. der vorstoss von wagenknecht und lafontaine haette dann sinn, wenn beide aus der partei DIE LINKE austreten wuerden und eine neue bewegung protegieren wuerden. so, aus der partei heraus, wirkt der vorstoss
einfach nur spalterisch und unausgegoren und hat so keine chance.

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tim11q 13.01.2018, 17:57
3. Alter Wein...

...in neuen Schläuchen. Macht das doch bitte. Vielleicht nennt ihr euch dann KPD. Der Name ist ja immer noch frei. Wäre doch herrlich ironisch, wenn am Ende SPD und SED zusammen die KPD aufmachten...

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sir wilfried 13.01.2018, 17:57
4. Schade um die LINKE

Es ist schade, daß es der LINKEN nicht gelingen will, eine orientierungslose Frau Kipping, die ihre Partei der Lächerlichkeit preisgibt, loszuwerden.
Es ist schade, wenn Frau Wagenknecht und Hr. Lafontaine die Intrigen dicke haben und die LINKE verlassen. Das war´s dann nämlich für diese Partei.
Auch in der SPD gibt es sicher viele, die nicht in einer Einheitspartei CDUSPD aufgehen wollen. Daß die GRÜNEN überhaupt noch Mitglieder haben, ist kaum zu glauben.
Eine linke Sammlungsbewegung wäre hoffentlich der entscheidende Schuß vor den Bug dieser Parteien, die ihre Grundsätze und ihre Mitglieder längst verraten haben.

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Haudegen 13.01.2018, 17:57
5. Sahra Wagenknecht ist eine Politikerin, die zum Volk auf Augenhöhe ...

spricht und deren Interviews am meisten Substanz zeigen, weil sie die übliche Polemik gar nicht nötig hat. Sie denkt klar, redet klar und beweist mit Ihrer Idee auch Mut einen neuen Weg zu gehen. Genau das ist es, was der politischen Landschaft in Deutschland ansonsten eher fehlt. Wer das Buch Wolf Biermanns "warte nicht auf bessere Zeiten" gelesen hat, wird vielleicht verstehen weshalb ich in der neuen politischen Gruppierung einen Gregor Gysi eher nicht sehen möchte. Mit einer neuen linksgerichteten Partei bestünde auch die Chance, SED-Altlasten abschütteln zu können mit denen die jetzige Linke - m.E. zu recht - konfrontiert wird. Frau Wagenknecht hat mein volles Vertrauen, auch weil sie mit beiden Beinen in der Realität steht und die Leute nicht für dumm hält. Zaubern wird auch Frau Wagenknecht nicht können - aber es wäre ja schon etwas gewonnen, wenn die soziale Schere endlich wieder mehr geschlossen werden würde. Klar muss Leistung sich lohnen - aber wenn z.B. in solch' einem reichen Land wie Deutschland so viele Menschen zur Tafel gehen müssen und das von der Politik totgeschwiegen wird, dann ist das nichts Anderes als politisches Versagen. MfG

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matijas 13.01.2018, 18:02
6. Kapitalismus nach Ludwig Erhard

Zitat von Causa Sui
Ich könnte mir gut vorstellen, dass mit einem kleinen Schuss Nationalismus im Sozialismus der eine oder andere Prozentpunkt noch drin sein könnte.
Hatten wir schon in der Weimarer Zeit: Sozialisten werden zu Nationalisten. Was ist denn noch "Sozialismus" bei Sahra Wagenknecht? Sie begeistert sich für den Kapitalismus nach Ludwig Erhard, mit lauter ehrbaren Mittelständlern - na danke. Eine Partei für sie gibts in diesem Fall doch schon: die FDP.

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gesellschaft 13.01.2018, 18:02
7. Spaltung der Gesellschaft-Realität

Daraus entsteht eine gesellschaftliche Bewegung hin zu sozialer Gerechter- harmonischer Gesellschaft. Frau
Wagenknecht erkennt richtig, Linkspartei MUSS ohne Wenn und Aber, dazu gehört keine Realitätsferne Asyl-
politik---das zum Ziel haben. Wir leben in einer Diktatur des Kapitals mit Lobbyabhängigen Politikern, mit all den
bekannten Folgen für die Mehrheit der Bürger. SPD Agenda war der Vorreiter-das Wissen die Bürger.

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sonkaioshin 13.01.2018, 18:06
8. Wagenknecht hat Recht...

Es gibt einige gute Leute bei der Linken... Nur leider werden sie von vielen absolut unwählbaren flankiert das es nichts bringt.
Solange Kipping noch die Politik vorgibt, wird die Linke bundesweit maximal an der 10% verharren. Die alt Kommunisten und naiven Idealisten werden noch bleiben... Aber der Rest... Daher wird die Linke Eher noch verlieren.

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D. Brock 13.01.2018, 18:08
9. Interessanter Vorschlag ...

... allerdings hat man den Eindruck, dass die Idee wohl eher Lafontaine zuzuschreiben ist und Wagenknecht eher einer Marionette im Rampenlicht gleicht. Letzteres ist ausgesprochen schade, denn in der Vergangenheit hatte Sarah Wagenknecht den Eindruck erweckt, selbstständig denken und handeln zu können.
Unabhängig davon ist der Gedanke an eine für viele wählbare sozialdemokratische - meinetwegen auch "linke" Partei - verführerisch und dieser Gedanke wird durch die sich selbst zerstörende SPD gar noch attraktiver.
Klar auch, dass die Partei "Die Linke" das nicht pauschal unterschreiben kann, weil es praktisch die Selbstauflösung der eigenen Partei bedeuten würde, die jedoch gerade relativ (an sich selbst gemessen) hohe Zustimmungsraten erfährt. Realistisch gesehen wird diese Partei "Die Linke" jedoch nie Volkspartei, bleibt wohl für immer Protestpartei und deshalb - und aufgrund des stetigen Zurückschreckens der Rest-SPD - nie an einer Regierung beteiligt sein.
Tatsächlich müsste sich die SPD konsequenterweise auflösen, was aufgrund des viel zu attraktiven Postengeierns nicht passieren wird (die lässt sich mit dieser armseligen Politik eher aus dem Parlament wählen, als sich aufzulösen).
Wie also etwas (notwendiges) Neues gründen, ohne Altes zu zerstören? ... Geht wahrscheinlich wirklich nicht.

Allerdings hat Frau Kipping recht, wenn sie bemerkt, dass eine Einzelperson und Populismus allein nicht zu einer funktionierenden Volkspartei führen können. Tja ...

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