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Neuer Bundespräsident: Gauckmania in Europas Presse
dapd

Mit Joachim Gauck tritt mal ein anderer Typus Mensch das Präsidentenamt in Deutschland an, bemerkt Europas Presse. Das ist "ein Sieg des Mannes von der Straße", meint "La Repubblica". Aber "im Lande der Nörgler" trifft er damit auf viel Kritik, wundert sich "Die Presse" aus Wien. Und "NRC Handelsblad" findet die Debatte um Gauck "typisch deutsch".

CMH 23.03.2012, 12:40
1.

Zitat von sysop
Aber "im Lande der Nörgler" trifft er damit auf viel Kritik, wundert sich "Die Presse" aus Wien.
Korrekt muss es natürlich heissen: "Im Lande der Nörgler und Neider." Soviel Korrektheit sollte schon sein, liebe Österreicher.

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Originalaufnahme 23.03.2012, 12:42
2.

Zitat von sysop
"Die Debatten um den Präsidenten sind sehr deutsch", wusste in Rotterdam das "NRC Handelsblad". "Diese Art Debatte [über die Vergangenheit der Kandidaten] ist nur in Deutschland möglich, dem Land, wo die Vergangenheit immer wieder hochkommt."
Nur gut, dass die Beurteilung, was "typisch deutsch" sei, bei unseren niederländischen Nachbarn so gar nichts mit der Vergangenheit zu tun hat.

[Ironie aus]

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hirnbenutzer 23.03.2012, 12:54
3. Klare Ansage!

Zitat von sysop
Mit Joachim Gauck tritt mal ein anderer Typus Mensch das Präsidentenamt in Deutschland an, bemerkt Europas Presse. Das ist "ein Sieg des Mannes von der Straße", meint "La Repubblica". Aber "im Lande der Nörgler" trifft er damit auf viel Kritik, wundert sich "Die Presse" aus Wien. Und "NRC Handelsblad" findet die Debatte um Gauck "typisch deutsch".
Gauck sagte:
“Die Extremisten anderer politischen Richtungen werden unserer Entschlossenheit in gleicher Weise begegnen. Und auch denjenigen, die unter dem Deckmantel der Religion Fanatismus und Terror ins Land tragen, und die hinter die europäische Aufklärung zurückfallen, werden wir Einhalt gebieten.”
Aus meiner Sicht ist dies die klare Ansage an unsere muslimischen Mitbürger, sich mit Ihrem Glauben kritisch auseinander zu setzen und Ihn auf die Kompatibilität zur Europäischen Aufklärung zu überprüfen und ihn aus dem Mittelalter in die Gegenwart zu entwickeln. Wenn dies geschehen sollte, sind sie herzlich willkommen in einem modernen aufgeklärten Europa. (Jeder kann sich nun Gedanken machen ob das möglich ist)!

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Eliza 23.03.2012, 14:00
4.

Zitat von hirnbenutzer
Gauck sagte: “D[en] Extremisten... auch denjenigen, die unter dem Deckmantel der Religion Fanatismus und Terror ins Land tragen, und die hinter die europäische Aufklärung zurückfallen, werden wir Einhalt gebieten.” Aus meiner Sicht ist dies die klare Ansage an unsere muslimischen Mitbürger, ... [ihren] Glauben kritisch... auf die Kompatibilität zur Europäischen Aufklärung zu überprüfen und ... zu entwickeln. Wenn dies geschehen sollte, sind sie herzlich willkommen in einem modernen aufgeklärten Europa.
So auch meine Sicht und Glückwunsch an Gauck, den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben.

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eduardschulz 23.03.2012, 15:25
5.

Zitat von sysop
Mit Joachim Gauck tritt mal ein anderer Typus Mensch das Präsidentenamt in Deutschland an, bemerkt Europas Presse. Das ist "ein Sieg des Mannes von der Straße", meint "La Repubblica". Aber "im Lande der Nörgler" trifft er damit auf viel Kritik, wundert sich "Die Presse" aus Wien. Und "NRC Handelsblad" findet die Debatte um Gauck "typisch deutsch".
Manchmal bin ich schon froh, in einem Land zu leben, in dem die Presse es nicht wagen würde, einen deutschen Politiker als Vorbild für seine Nachbarn darzustellen. Kann man sich vorstellen, dass ein deutsches Presseerzeugnis einem tschechischen Präsidenten attestieren würde, er könne in Richard von Weizsäckers Fußstapfen treten? Zum Glück nicht. Aber andersrum scheinen manche Tschechen in Redaktionsstuben keine Probleme damit zu haben, wenn sie über Herrn Gauck schreiben, er könne vielleicht in V. Havels Fußstapfen treten.

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Tolotos 23.03.2012, 19:00
6. Neid ist die normale Reaktion der Gesellschaft auf den Filz einer Bananenrepublik!

Zitat von CMH
Korrekt muss es natürlich heissen: "Im Lande der Nörgler und Neider." Soviel Korrektheit sollte schon sein, liebe Österreicher.
Was bleibt der nicht wohlhabende Bevölkerungsmehrheit denn auch sonst übrig, in einem Land, in dem Geld die einzige Einflussmöglichkeit ist, die das System seinen Einwohnern ohne Mandat lässt, politische Teilhabe auszuüben?

PS: Ja, wenn es (wie in Österreich und allen echten Demokratien) auch im deutschen Parlament mehrheitsfähig wäre, die UN-Konvention gegen Korruption zu ratifizieren, dann gäbe es auch weniger Grund darüber zu nörgeln, dass die viele sogenannte Volksvertreter ihre Berufung darin sehen, die Interessen der Meistbietenden gegen das Volk zu vertreten!

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