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Neuer Drohnenkrieg: Trumps leise Killer über der Sahara
AFP

6000 Soldaten, davon 1200 Spezialkräfte, haben die USA in Afrika im Anti-Terror-Einsatz - viele agieren verdeckt. Nun will Donald Trump den Drohnenkrieg in die Sahara tragen. Nigers Regierung ist begeistert.

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sr.pablo 10.11.2017, 09:22
1. Obamas Werk und Trump ihm sein Beitrag

Das Drohnenprogramm wurde unter dem Friedensnobelpreisträger Barrack Obama dramatisch ausgeweitet. Trump hat nur übernommen und führt das weiter, was vor ihm der Friedennobelpreisträger begonnen hat. Hillary würde es auch nicht anders machen. Daher ist "Trumps Killer" schon eine recht irreführende Schlagzeile. Völlig egal wer hier gewählt wird. Die Dinger werden munter weiter und immer zahlreicher fliegen.

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matthias-j 10.11.2017, 09:49
2. Das war jetzt mal ein richtig guter Artikel

Gute Hintergrundinfos, kein Trumpbashing, einfach mal gut recherichert. Mehr davon.

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ugroeschel 10.11.2017, 09:54
3. Die Werte des Westen

Die USA wollen mit den Einsatz von Drohnen verhindern, dass ihre eigenen Soldaten im Kampf getötet werden. Ich halte das für legitim.

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fisa_thul 10.11.2017, 09:58
4. Wer sich hier über die Rechtmäßigkeit aufregt

sollte vielleicht mal Alternativen nennen. Die Sahara ist das größte Rückzugsgebiet für Islamisten. Wenn man die gewähren lässt haben wir ganz schnell dort einen Is, wie z. B. in Mali geschehen. Es scheint als würden in den meisten muslimischen Ländern die Fundamentalisten an die Macht kommen wenn man sie gewähren ließe. Und was soll die Überschrift, "Trumps Drohnen". Das Drohnenprogramm ist vor allem unter Obama massiv ausgebaut worden.

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neurobi 10.11.2017, 09:59
5.

Zitat von FinWir.de
Exekutionen und Anschläge aus der Deckung heraus. Verurteilung und Hinrichtung durch das Militär ohne eine rechtstaatlichen Prozess, geschweige denn einer notwenigen Verteidigung. Bewusste hinnahme von Kolletaralschäden. Ist den USA und Europa vielleicht mal in den Sinn gekommen, dass die Terroristen den Hass auf unsere Werte nur vorgeben und ihre Rekrutierung genau wegen solchen Drohnen, Geheimoperationen und Ausbeutung der "Dritten Welt" stattfindet? Jeden Tag Angst haben zu müssen, dass der plötzliche Tod aus dem Himmel kommt, scheint nicht gerade wohltuend zu sein.
1.) Die Zahl der Kollateralschäden ist geringer als etwa bei dem Einsatz der Russen in Syrien.
2.) Rechtsstaatlicher Prozess? Okay, dann wünsche ich ihnen viel Spaß dabei, diese Leute einem solchen zuzuführen. Wie erklären sie es den Angehörigen der Soldaten, dass ihr Sohn/Tochter, Ehepartner, Vater oder Mutter sterben musste um einen Terroristen vor Gericht zu zerren.
3.) Die Ziele dieser Drohnen, bringen in Monat für Monat mehr Leute um, als Russen und Amerikaner zusammen an Kolleteralschaden verursachen.

Der Tot kommt eher mit dem Jeep als aus der Luft. Irgendwann werden es auch die Leute in Afghanistan, Irak, Libyen, Somalia und sonstwo merken, hoffentich.

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frenchie3 10.11.2017, 10:00
6. Die "Kollateralschäden" sind sehr übel

Aber jedes mal mit Menschenrechten und prozeßloser Verurteilung bei der anvisierten Klientel rumzutröten geht mir gepflegt auf den Senkel. Erklären Sie das doch mal den Hinterbliebenen von Kabul, Berlin, London, Paris, all derer deren Liebste auf Hochzeiten oder in Moscheen beim Gebet (nur so nebenbei: zum gleichen Gott) in die Luft gebombt wurden. Hatten die eine Einladung zu einer Verhandlung? Also, hurtig hin, Vorladungen verteilen und wenn die kommen einen Anwalt bereitstellen und losprozessieren. Aber unter lokalem Recht! Das ist fairer denn die Scharia ist zuständig. Kommt das gleiche raus wie bei der Drohne aber die Menschenrechtler hatten ihre Formalie

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andreass61 10.11.2017, 10:07
7. Frieden

es sieht so aus, als würde baldmöglichst Frieden in großen Teilen Afrikas, dank der USA und ihrer Friedenspolitik, einkehren. Probleme mit Gewalt zu lösen scheinen eine ur amerikanische vorgehensweise zu sein, die noch nie wirklich zum Erfolg führte. Aber solange wenige Menschen viel daran verdienen werden die USA nichts an ihrer Strategie ändern. Frieden sei mit euch.

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radioactiveman80 10.11.2017, 10:09
8. Die Dämonisierung der Drohne...

...scheint vielen eine willkommene Nebelkerze zu sein, um ihre Unzufriedenheit mit den USA per se zu kanalisieren. Fakt ist jedoch, dass der eigentliche Einsatz einer Drohne nur das Ende einer langen Entscheidungskette ist, dem sog. Targeting Process. Dieser beginnt mit Analysen, Aufklärung, Abwägung, politischer & militärischer Bewertung, Planung usw. usw. Ob dann die Bombe fällt oder nicht, entscheidet nicht die Drohne ode ihr Bediener - und ob sie von einer F-15 oder einer Reaper ausgelöst wird, macht unterm Strich keinen Unterschied. Wenn das falsche Ziel getroffen wird, ist im Targeting Process etwas schiefgegangen, dafür gibt es immer Verantwortliche. Und für derartige Einsätze benötigt man (auch bei Drohnenei sätzen) auch Unterstützung von den jeweiligen Ländern, logistisch, militärisch, durch Informanten usw. Viele Nationen wollen ja eine effiziente Bekämpfung der Terroristen, weil sie ihr Land unterhöhlen. Und nach dem dritten Fehlschlag in Folge werden auch diese Länder die Unterstützung infrage stellen, und das wissen die Amerikaner auch. Ob diese Einsätze dann legal und ethnisch vertretbar abläuft, sollte man Juristen überlassen. Und Spezialkräfte haben nun einmal die blöde Eigenschaft, dass die Presse eben nicht informiert oder gar befragt wird. Ich persönlich begrüsse eine Vernichtung z.B. von Boko Haram explizit - Stichwort Fluchtursachen, entführte Mädchen etc. etc. Alles Dinge die auch der geneigte Europäer nicht haben möchte - aber mit Beschwerden über den stinkenden Abfluss kommt man eben nicht weiter, einer muss in den Kanal hinabsteigen und die Fäkalien beseitigen.

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denn76 10.11.2017, 10:12
9.

Zitat von sr.pablo
Das Drohnenprogramm wurde unter dem Friedensnobelpreisträger Barrack Obama dramatisch ausgeweitet. Trump hat nur übernommen und führt das weiter, was vor ihm der Friedennobelpreisträger begonnen hat. Hillary würde es auch nicht anders machen. Daher ist "Trumps Killer" schon eine recht irreführende Schlagzeile. Völlig egal wer hier gewählt wird. Die Dinger werden munter weiter und immer zahlreicher fliegen.
Das übrige Blabla, Obama hat zuerst, und die Hillary hätte bestimmt... Alles irrelevant. Trump hat versprochen sich aus solchen Kriegen rauszuhalten, und hat Hillary als Kriegstreiberin bezeichnet. Jetzt heisst es natürlich Trump hätte es nur übernommen, was für eine damliche Behauptung.

Trump weiss morgens nicht was er mittags machen wird. Erst China böse und unfair, jetzt ein ganz tolles Land mit tollen Führern. Amerika wird sich aus internationalen Konflikten raushalten, jetzt mehr Soldaten und Drohnen in Afrika.

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