Forum: Politik Neues Logo, neue Farbe, starke Rede: FDP versucht Neustart
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Die FDP hat sich ein neues Logo zugelegt und den Zweitnamen gewechselt - die Liberalen sind jetzt Freie Demokraten. Ob's hilft? Auf dem Dreikönigstreffen schwört der Vorsitzende Linder seine Parteifreunde auf den Neuanfang ein. zum Artikel Antworten
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#351 07.01.2015, 12:08 von mac4me

Demotivation der Leistungsträger?

Zitat von Pless1
Haben wir wirklich dieses Problem? Ich wäre mir da nicht so sicher. Zur Bundestagswahl ist auch hier im SPON in einem "Faktencheck" gut dargelegt worden, dass diese vermeintlich sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich so gar nicht nachweisbar ist... Das Reiche reicher werden ist zunächst mal kein "Problem" - es sei denn man gönnt anderen grundsätzlich etwas nicht. Wenn Arme ärmer werden ist das aber ein Problem. Die Frage ist, wie man dieses nachhaltig löst. Der eine Ansatz ist der, die vorhandenen Mittel denen abzunehmen, die mehr haben, also das klassische "linke" Werkzeug der Umverteilung. Diese erzeugt aber das Problem, dass sich die Leistung für die Leistungsträger weniger lohnt was dazu führt, dass sie teilweise nicht mehr erbracht wird. Das ist nicht sinnvoll. Außerdem sind gerade diese Kräfte oft sehr mobil. Junge Arzte zum Beispiel wamdern lieber aus als in Deutschland als Landarzt zu arbeiten. Sinnvoller als den vorhandenen Kuchen in immer kleine Stücke zu schneiden, wenn mehr Leute satt werden sollen ist es, einen größeren Kuchen zu backen. Dazu benötigen wir Rahmenbedingungen, die für mehr Investitionen in Arbeitsplätze sorgen. Dafür steht die FDP mehr als jede andere Partei, und ich bin mir sicher, dass das letztlich die bessere Alternative ist.
Das ist ein Scheinargument.

"Leistungsträger" bringen meistens gar nicht mehr Leistung als andere, sondern befinden sich einfach in einer Marktposition, in der sie mehr verlangen können. Die neoliberale Denkweise hat das aber, d.h. dieses mehr verlangen können, Zu "Leistung" umdefiniert. Das ist der Denkfehler!

Es gibt durchaus Manager, die sehr viel geleistet haben, zum Beispiel ein Unternehmen aufgebaut haben wie Steve Jobs. Der hat Milliarden verdient und kaum einer wird es ihm neiden. Und dann gibt es Manager, die haben kaum etwas geleistet, zum Beispiel Hartmut Mehdorn oder Wowereit als ehemaliger BBI- Aufsichtsratsvorsitzender. Wir haben im Gegenteil kläglich versagt und werden nicht einmal dafür zur Verantwortung gezogen.

Wenn ein Sparkassendirektor 24.000 € im Monat verdient und ein EU-Kommissar oder städtischer Müllabfuhr-Direktor nicht viel weniger, so hat das zum Beispiel mit Leistung kaum etwas zu tun.

Man kann sicher darüber streiten, aber mit einem Telefonannruf 50.000 € zu verdienen, wie es Lobbyisten tun, hat nichts, aber auch gar nichts mit Leistung zu tun.

Die Neidkeule der Neoliberalen zieht einfach nicht mehr, denn inzwischen hat sich herumgesprochen, wie diese Leute zu ihrem Geld kommen.

Solche Leute wären auch mit weniger zufrieden, da bin ich sicher. Da könnten sie nur ihre Gier und Anmaßung nicht ausleben. Sie müssten halt nur dazu gezwungen sein, das sind sie aber nicht.

Die Einschränkungen, die sich ergeben, wenn in diesen Gehaltsbereichen Einbußen entstehen, sind nicht mit denen zu vergleichen, die bei den wirklich Armen durch Gehaltsverzicht entstehen.

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#352 07.01.2015, 16:48 von Pless1

[quote] Demotivation der Leistungsträger?

Das ist ein Scheinargument.

"Leistungsträger" bringen meistens gar nicht mehr Leistung als andere, sondern befinden sich einfach in einer Marktposition, in der sie mehr verlangen können. Die neoliberale Denkweise hat das aber, d.h. dieses mehr verlangen können, Zu "Leistung" umdefiniert. Das ist der Denkfehler! Es gibt durchaus Manager, die sehr viel geleistet haben, zum Beispiel ein Unternehmen aufgebaut haben wie Steve Jobs. Der hat Milliarden verdient und kaum einer wird es ihm neiden. Und dann gibt es Manager, die haben kaum etwas geleistet ....[quote]

Es geht hier doch gar nicht um die Beurteilung verschiedener Leistungen irgendwelcher Manager.

Ein ganz banales Beispiel. Meine Frau (kaufm. Angestellte, 44) würde gern nach Ende der Elternzeit in knapp drei Monaten wieder arbeiten, wegen unserer drei Kinder in Teilzeit. Bei unserem gemeinsamen Grenzsteuersatz (rd. 45%) zzgl. SV bliebe ihr netto aber kaum mehr als verlängerte Kinderbetreuung und Fahrt zur Arbeit kosten - sie würde also faktisch für null arbeiten.

Meine Frau hat über 20 Jahre einen guten Job gemacht, aber dieses Rechenexempel macht natürlich keinen Sinn, was dazu führt, dass sie trotz guter Qualifikation nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht - letztlich wegen fehlender monetärer Motivation.

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#353 07.01.2015, 17:19 von bammy

Zitat von mac4me
Das ist ein Scheinargument. "Leistungsträger" bringen meistens gar nicht mehr Leistung als andere, sondern befinden sich einfach in einer Marktposition, in der sie mehr verlangen können. Die neoliberale Denkweise hat das aber, d.h. dieses mehr verlangen können, Zu "Leistung" umdefiniert. Das ist der Denkfehler!
Um erst mal in diese Position zu kommen, muß man in der Regel Leistung erbracht haben.
Wenn man als Maschinenbauingenieur sich seinen Arbeitgeber aussuchen kann und sein Gehalt verhandeln kann, weil es nicht genügend davon gibt, dann muß erst mal ein Studium entsprechend abgeschlossen worden sein. Das ist die Leistung, die sich dann lohnen muß, sonst wandern diese Fachkräfte ab. Das ist das was der Forist meint.

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#354 07.01.2015, 17:28 von 002614

Warum

[QUOTE=Pless1;22860209][quote] Demotivation der Leistungsträger?

Das ist ein Scheinargument.

"Leistungsträger" bringen meistens gar nicht mehr Leistung als andere, sondern befinden sich einfach in einer Marktposition, in der sie mehr verlangen können. Die neoliberale Denkweise hat das aber, d.h. dieses mehr verlangen können, Zu "Leistung" umdefiniert. Das ist der Denkfehler! Es gibt durchaus Manager, die sehr viel geleistet haben, zum Beispiel ein Unternehmen aufgebaut haben wie Steve Jobs. Der hat Milliarden verdient und kaum einer wird es ihm neiden. Und dann gibt es Manager, die haben kaum etwas geleistet ....
Zitat von
Es geht hier doch gar nicht um die Beurteilung verschiedener Leistungen irgendwelcher Manager. Ein ganz banales Beispiel. Meine Frau (kaufm. Angestellte, 44) würde gern nach Ende der Elternzeit in knapp drei Monaten wieder arbeiten, wegen unserer drei Kinder in Teilzeit. Bei unserem gemeinsamen Grenzsteuersatz (rd. 45%) zzgl. SV bliebe ihr netto aber kaum mehr als verlängerte Kinderbetreuung und Fahrt zur Arbeit kosten - sie würde also faktisch für null arbeiten. Meine Frau hat über 20 Jahre einen guten Job gemacht, aber dieses Rechenexempel macht natürlich keinen Sinn, was dazu führt, dass sie trotz guter Qualifikation nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht - letztlich wegen fehlender monetärer Motivation.
wird wohl schon lange nicht mehr über die Inhalte diskutiert, wenn von der FDP die Rede ist?
Die Themen der FDP ernsthaft zu diskutieren wäre sinnvoller als seitenlang die neuen Farben zu kommentieren und mit Schlagwörtern wie neoliberal, Lobyisten usw. wegzuwischen.

Zugegeben, die Gedankengänge der FDP-Politik sind etwas anspruchsvoller, die positiven Effekte für die Gesellschaft sind schwerer nachzuvollziehen.
Viel leichter ist es, Personen und deren Handlungen lächerlich zu machen.

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#355 14.01.2015, 17:00 von bonngoldbaer

Wärme

"Magenta soll der Partei, der soziale Kälte unterstellt wird, aber einen wärmeren Touch verleihen."
Gibt es wirklich Wähler, die wegen einer solchen kosmetischen Korrektur, das Grundsatz- und das Wahlprogramm einer Partei vergessen? Ich fürchte, Ja.

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#356 14.02.2015, 11:36 von gleitner1

Euro

Der kleine Hans zu seiner Mutter: Mama, warum ist die europäische Wirtschaft zusammengebrochen?
Mutter: Ja, das liegt daran, dass die intelligentesten Menschen Europas mit ihren akademischen Titeln und hochbezahlten Posten in der Politik NICHT GEWUSST haben, was passiert, wenn man einem wirtschaftlich schwachen Land eine harte Währung überstülpt.
Darauf der kleine Hans: Aber das sind ja dann Idioten!
Mutter: Ja. Oder sie haben das absichtlich gemacht.

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