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Nordkorea-Gipfel: Plötzlich beste Freunde
AFP

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un feiern in Singapur eine große Friedenskonferenz. Doch die Ergebnisse des Gipfels bleiben vage - es geht beiden um etwas anderes.

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willibaldus 12.06.2018, 12:21
1.

Jetzt haben wir ein ganz grossartiges Papier. Ähnliche Papiere hatten auch schon andere US Präsidenten zuvor mit NK Führern produziert. Aber nicht mit so schönen Fotos. US und NK Präsident auf Augenhöhe. Damit hat Kim III mehr erreicht als seine beiden Vorfahren und kann stolz nach Hause fliegen.

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elke.leser 12.06.2018, 12:24
2. Warum so viel Spott und Häme?

Bezüglich Korea Hat Trump jedenfalls mehr weitergebracht als der bombenabwerfende Herr Nobelpreisträger.

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huz6789 12.06.2018, 12:27
3. Ein bisschen Hoffen

Immerhin ein Gespräch. Besser als das Getöse vorher ist es allemal. Ob das tatsächlich der Beginn eines Friedensprozesses ist, darf bezweifelt werden. Menschlich sind die Beiden kaum vertrauenswürdig. Es bleibt also ein bisschen Hoffen.

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Xperienced 12.06.2018, 12:27
4. Es wird genauso kommen wie bei Putin

das Freundschafts-Pendel wird bei nächster Gelegenheit aus nichtigem Grund wieder in Feindschaft zurückschwingen. Mutmaßlich offener und härter als zuvor. Ein politischer Borderliner wie Trump kann gar nicht anders.

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Palisander 12.06.2018, 12:30
5. Warum

muss man die Motive hinterfragen? Geht es nicht in erster Linie darum das es eine Chance für eine friedliche Lösung gibt? Und für ein besseres Leben der Menschen in Nord Korea? Kein weiteres Aufrüsten mit Atomraketen?
Da erscheint es mir ehrlich nebensächlich welche persönlichen Motive ein Trump oder Kim hatten. Regierende sind alle Eitel und Ehrgeizig. Oder denken sie wirklich das eine Merkel diese Eitelkeit nicht in sich trägt? Da haben sie wohl das Interview am Sonntag verpasst? Und bei aller Kritik an Trump, ich habe lange keinen amerikanischen Präsidenten mehr erlebt der so viel für sein Land rausholt wie dieser. Er geht jetzt schon phänomenal in die Geschichte dieser Welt ein. Er hat bisher keinen Krieg angezettelt (bei Clinton wäre der Iran bereits bombardiert worden) alleine das rechne ich ihm an. Ich mag ihn auch nicht. Aber meine persönliche Abneigung verstellt mir nicht die Sicht auf die Dinge.

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ncpw 12.06.2018, 12:34
6. Wie ein schlechter Witz...

Ein "Dealbreaker" trifft einen anderen "Dealbreaker" und machen zusammen einen Deal und lassen sich dafür frenetisch feieren. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es einfach nur ein schlechter Witz. Die Ergebnisse lesen sich zwischen den Zeilen, als ob man einen Vorvertrag für einen eventuellen Vorvertrag abgeschlossen hätte. Dieser hält wahrscheinlich nur an, bis die nächsten Zwischenwahlen vorbei sind. Vielleicht sehe ich das auch nur zu pessimistisch, aber ähnliche "grossartigste Deals aller Zeiten!" wurden schon häufiger mit Nordkorea gemacht, waren aber nie von Bestand.

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Outdated 12.06.2018, 12:36
7. Weils nicht wahr sein darf.

So in etwa sind hier viele Reaktionen zu lesen.
Natürlich handelt es sich ersteinmal um eine Absichtserklärung, das Trump hier aber möglicherweise den größten diplomatischen Erfolg der letzten Jahrzehnte erreicht hat, das Trump vielleicht diesen ewig schwelenden Konflikt beenden kann, das darf nicht stimmen.
Weil aller Jubel für Barack Obama, für Hillary Clinton, alles schlecht Reden, all das wäre falsch gewesen.

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gs_49 12.06.2018, 12:37
8. 2:0 für Kim

Zweierlei hat Kim bei diesem Treffen erreicht: Die jetzt offizielle Anerkennung als international geachteter Staatsmann, der mit dem US-Präsidenten auf Augenhöhe verhandelt und die Zusage der USA, die Manöver mit Südkorea zu beenden. Was hat er dafür gegeben: Vage Absichtserklärungen gegen eine zusätzlich von Trump in Aussicht gestellte "Sicherheitsgarantie", wobei völlig offen ist, ob diese nun für den Staat Nordkorea gilt oder für das Regime Kim. Der Text der von Kim und Trump unterschriebenen Erklärung geht nicht über das hinaus, was auch schon Clinton und der südkoreanische Präsident unterschreiben durften. Fehler: Trump hat die schriftliche Zusicherung, dass die sterblichen Überreste der in Nordkorea gefallen US-Soldaten den USA übergeben werden.
Auch wenn es im Zwischenergebnis nun 2:0 für Kim steht und sich dieser Gipfel, als von beiden Protagonisten innenpolitisch motivierter Showakt beweist, so ist es doch gut, dass Verhandlungen begonnen haben. Den Weg zu diesen Verhandlungen hat nicht Trump bereitet, sondern dieses Verdienst gebührt dem IOC-Präsidenten und dem Präsidenten von Südkorea. Dass der sich in der Gipfel-Pressekonferenz von Trump wegen angeblich her zu geringer Beteiligung an den bisherigen Manöverkosten einen rüpeligen Rüffel anhören darf, geschenkt. Trump eben.
Und nun? Es gibt keinen Zeitplan, keinen Fahrplan und im "Deal" nicht eine Silbe zu den Menschenrechten in Nprdkorea - aber jede Menge Gründe für Trump, sich als historischen Friedensengel zu feiern. Trump eben.

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karl-der-gaul 12.06.2018, 12:42
9. NK - Iran

Trump hat versprochen einen ausgehandelten NK Vertrag dem USA Kongress vorzulegen und abstimmen lassen ungleich wie Obama das Iran Abkommen nur selbst unterschrieben hatte, garantiert nur solange er im Amt war. Hoffentlich schafft Trump das.

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