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Nordkoreas Machthaber in China: Kim und Xi demonstrieren Einigkeit
Xinhua/AP

Vor einem möglichen Treffen mit dem US-Präsidenten hat Nordkoreas Machthaber China besucht. Nun sagt Kim, die Beziehungen zu Peking seien auf ein neues Hoch befördert worden. Auch Xi spricht von einem "neuen historischen Kapitel".

Augustusrex 10.01.2019, 10:08
1. Der kleine Kim

Der hat sich von Xi die neuesten Richtlinien abgeholt. Der ist doch praktisch eine Marionette der Chinesen. Nur dank deren Protektion existiert dieses Juche-Regime in Nordkorea noch.

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sfk15021958 10.01.2019, 12:20
2. Trump kann ...

...sich auf den Kopf stellen...! Kim kann offensichtlich so gut wie alles machen, was die USA irritiert, Xi wird es absegnen ..und die USA - resp. Trump - werden nichts erreichen! China spielt wie immer mit verdeckten Karten!

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neanderspezi 10.01.2019, 13:52
3. Verständnis füreinander ist hier gleichermaßen angebracht

Südkorea liegt zu China bedeutend näher als zu den USA und sollte an einem friedlichen Verhältnis zum Norden der Halbinsel und zu China ein vergleichsweise bedeutend größeres Interesse haben als zu den transpazifischen, sich als Schutzengel aufführenden USA, die vor allen Dingen ihren Zugang auf den asiatischen Kontinent möglichst fest verankert haben möchten, gewissermaßen aus lauter Menschenfreundlichkeit und Wohlwollen zu den Asiaten und deren Märkte. Wenn man die Bevölkerungszahlen betrachtet, ist es schon erstaunlich welch machtvolles Auftreten sich die USA glauben herausnehmen zu dürfen, aber da in der Entwicklung von Staatswesen und ihrer globalen Bedeutsamkeit ohnehin alles im Fluss ist, darf man hierzu durchaus annehmen, dass justierende Einflüsse dieses außergewöhnliche Ungleichgewicht mit der Zeit auszugleichen verstehen, betrachtet die Weltöffentlichkeit ohnehin Veränderungen im Weltgeschehen gewöhnlich doch nur über sehr kurze Zeitspannen.

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justus65 10.01.2019, 14:40
4. Ausgleich nötig

Der "kleine" Kim hat sich mit China abgestimmt - muss er wohl auch. Ich bin wahrlich kein Fan der Kim-Diktatur, aber er hat erste Schritte eingeleitet und da fände ich es durchaus berechtigt ihm in Bezug auf die Sanktionen auch etwas entgegen zu kommen. Man kann einfach nicht erwarten, dass eine Seite alles erfüllt und dann erst die andere Seite zu Verhandlungen über deren Zugeständnisse bereit ist.
@neanderspezi:
Es mag sein, dass die USA sich teilweise gegenüber anderen Staaten nicht gerade toll benehmen, aber wenn die Entwicklung der Machtverhältnisse auf der Erde so weiter geht, wie das der Fall ist, werden sie sich noch nach der Hegemonie der USA zurücksehnen. Sie können sich ja mal als ersten Vorgeschmack die letzten Äußerungen der chinesischen Führung gegenüber Taiwan anhören. Alternativ fragen sie bei Uiguren oder Tibetern nach. Bezüglich der Umgangsformen der weiteren Alternative können sie sich ja mal im Baltikum oder in der Ukraine umhören.

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neanderspezi 10.01.2019, 15:22
5. Die Gier des Einzelnen wird auch staatlicherseits eifrig kultiviert

Ich sehne mich weder nach einer Hegemonie der USA, noch nach einer Hegemonie Chinas, selbst eine Hegemonie der bescheiden auftretenden EU oder gar Russlands fände ich reichlich unerträglich. Es gibt aber etwas, was ich als sehr wünschenswert ansehen würde, das wäre ein friedliches und rücksichtsvolles Zusammenwirken aller Staaten auf dem Globus, ausgeklügelte Friedenssicherung und ohne sich durch extremes Machtstreben besonders hervorzutun. Vielleicht wäre aber eine solche überstaatlich wirksame Rücksichtsnahme und Toleranz nur mit einem spezifisch staatliche Interessen kontrollierenden und ausgleichenden überstaatlichen System zu erreichen, das auch in der Lage wäre, Missachtung eines solchen zwischenstaatlichen Verhaltens machtvoll in die Schranken zu weisen.

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shr00m 10.01.2019, 15:59
6. Mimik

Ich denke nicht, dass sich Kim dank China viel erlauben kann. Man muss nur Xis Gesicht deuten. So genervt guckte er selbst beim kürzlichen Treffen mit Trump nicht mal ansatzweise. Auch China hat genug. Übrigens sind die Südkoreaner Trump für seine Initiative dankbar und hoffen auf ein produktives 2. Treffen. Auch wenn man Trump nicht mag sollte man auf Entspannung hoffen. Da wäre er auch nicht der erste Präsident. Clinton tat das auch und es schien erfolgversprechend, wurde dann jedoch von W. Bush bei Amtsantritt sofort wieder abgewürgt. Der Gipfel der Absurdität wäre, wenn eine Entspannung tatsächlich kein totaler Fehlschlag wäre und der nächste Demokrat das dann prompt wieder kaputtmacht.

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