Forum: Politik
Obama-Rede in Kuba: Sí se puede! Yes we can
AFP

"Den letzten Überrest des Kalten Kriegs beerdigen": In einer historischen Rede ans kubanische Volk ruft US-Präsident Obama zur Versöhnung auf - und schwärmt von der Demokratie.

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olivervöl 22.03.2016, 18:33
1. Kann er doch nicht

"Yes we can" hört sich gut an, aber Obama kann, wenn es drauf ankommt, doch nicht so wie er wohl will.

Jedenfalls konnte er bislang weder Guantanamo schließen, trotz Wahlversprechen und das Embargo konnte er auch nicht beenden. Vielleicht gelingt das dann einem Präsidenten Sanders.

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lolkp 22.03.2016, 18:37
2. Zeitpunkt

Die entscheidenen Fragen sind doch eher: Warum entscheidet man sich plötzlich dafür dieses Embargo aufzuheben?Die UdSSR exisiert nicht mehr seit fast 30 Jahren...Ich selber war 2015 auf Kuba..der Großteil der Bevölkerung ist sehr sehr skeptisch...als ob es den USA darum gehe der kubanischen Bevölkerung einen besseres Leben zu ermöglichen. Ich denke eher andere Gründe stehen im Vordergrund.
Die Parallelen zu TTIP und den vergleichbaren Abkommen mit Kanada, Mexiko oder kann jeder sehen..Profite für den durchschnittlichen Bürger halten sich in Grenzen

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leser_gestuetzt 22.03.2016, 18:45
3. wenn man schon ...

... den ganzen Rest der Welt gegen sich aufgebracht hat, dann wirken solche Gesten einfach nur noch verzweifelt ...

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doris.beeler 22.03.2016, 18:48
4. Obama in Kuba

Meiner Ansicht nach sollte sich Obama um den Nahen Ostern kuemmern und gekuemmert haben. Was er in Kuba erreichen will ist noch in Frage gestellt. Es sieht auch nicht so aus, dass Castro ihm entgegenkommen wird

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Spiegelkritikus 22.03.2016, 18:59
5.

Obama schwärmt in Kuba von Demokratie. Er sollte mal ehrlich sagen, wie kläglich es um diese in den kapitalbeherrschten USA bestellt ist und wie vielen Ländern die US-Politik mit ihren ständigen Interventionen Demokratie gebracht hat.

Die Kubaner sollten sich vorsehen.

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hugahuga 22.03.2016, 19:04
6.

Zitat von olivervöl
"Yes we can" hört sich gut an, aber Obama kann, wenn es drauf ankommt, doch nicht so wie er wohl will. Jedenfalls konnte er bislang weder Guantanamo schließen, trotz Wahlversprechen und das Embargo konnte er auch nicht beenden. Vielleicht gelingt das dann einem Präsidenten Sanders.
Mag sein - sicher ist aber so viel: Einer Frau Clinton wird das ziemlich gleichgültig sein. Ihr Schwerpunkt liegt mehr auf Macht und Ausdehnung des Imperiums durch weitere regime changes - gerne auch wirtschaftlich und natürlich militärisch. Wir werden uns noch sehr wundern.

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siebenh 22.03.2016, 19:20
7. Schon faszinierend

Alle bisherigen Kommentare gehen in die gleiche Richtung. "Ich bin nicht so naiv, das zu glauben." Toll. Wenn man hier einen Kommentar schreibt, dass es nach Jahrzehnten als Erzfeinde ein guter und wichtiger Schritt ist, dass Obama in Kuba ist, dann wird man mitleidig oder beschimpfend gemaßregelt. Weil man ja naiv ist. Ähnliches passiert auch, wenn man mit Verschwörungstheoretikern und Pegida Anhängern diskutiert. Die wissen auch immer alles besser. Es scheint weit, sogar sehr weit verbreitet zu sein, selbst über komplexe außenpolitische und geschichtliche Hintergründe immer mehr wissen zu wollen, als andere. Ich weiß nur, oder meine etwas darüber zu wissen weshalb beispielsweise Guantanamo nicht geschlossen wurde. Das hat Obama nicht alleine zu verantworten. Dies im Vorfeld zu versprechen war gut gemeint, aber wohl etwas blauäugig. Da hat ihn die republikanische Realität und die Verbortheit der konservativen eingeholt. Den Willen kann man ihm nicht absprechen. Ich bleibe dabei, bisher ist nichts passiert, außer, dass ein wichtiger Schritt getan wurde, das muss man nach 88 Jahren Abstinenz der amerikanischen Präsidenten Herrn Obama einfach mal positiv anrechnen. Überhaupt ist es aberwitzig. Rennen die Amis als Weltpolizei durch die Länder, schreien hier alle Kriegstreiber. Halten sie sich raus, wie Obama es tut, ist es erst recht falsch. Im Notfall kommen halt irgendwann ein paar Drohengeschichten, dann passt das Geschimpfe auch, wenn er was richtig macht. Der Mensch neigt aufgrund der Komplexität der Welt dazu, Dinge schwarz und weiß zu malen, dann isses einfacher. Und meist ist es eben schwarz, weil ja alle schlauer sind und alles blicken.

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ray8 22.03.2016, 19:55
8.

Ja, Deutschland ist wohl wirklich das Land der Nörgler! Da werden Menschen Zeugen von Weltgeschichte, die ausnahmsweise mal nicht von Krieg sondern vom Frieden handelt. Und was fällt ihn dazu ein?! Bitterböse Kommentare. Muss wohl die eigene Unzufriedenheit sein.

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neanderspezi 22.03.2016, 19:55
9. Die USA haben einen Präsidenten, dessen Zustimmungswerte zum Ende seiner Amtszeit noch in den Himmel wachsen

Es muss große Kreise in den USA geben, die den außenpolitischen Anstrengungen des US-Präsidenten in den letzten Jahren, die hauptsächlich der Öffnung ihres verkrusteten politischen Systems gegolten haben, eine regulierende, verkleinernde und mäkelnde Note beizugeben versuchen. Dieser Barack Obama könnte sonst ganz gegen ihr Zutun schließlich doch noch hohe Anerkennungswerte zum Ende seiner Amtszeit einheimsen, die ihr politisches Geschacher zunehmend erbärmlich erscheinen und aus ihm letztendlich einen sehr bedeutsamen Amtsinhaber am Präsidentenhimmel entstehen lassen und last not least ihren politischen Antipoden im Land zusätzlichen Auftrieb verschaffen könnte. Dazu gehört natürlich auch diese ärgerliche Anstrengung Obamas, normale Beziehungen ganz gegen ihren Willen zu einem Inselstaat in Mittelamerika einzuleiten, dessen wirtschaftliche und politische Isolation mittels starrer Handelsblockade seit den 60er Jahren eine Art Aussonderung aus dem Staatengeflecht der beiden Amerikas ermöglichte, einem Staat der es sogar gewagt hatte, sozialistische Ideen auf seinen politischen Banner zu heften und sich aus Überlebenswillen den gegnerischen Mächten in Zeiten des Kalten Krieges angedient hatte.

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