Forum: Politik
Obamas Dilemma: "Ich war für die Waffenhersteller ein hilfreicher Präsident"
REUTERS

Auf allen Kanälen drängt US-Präsident Obama auf neue Waffengesetze - jetzt verteidigt er seine Pläne bei einem Bürgergespräch und in der "New York Times". Doch jede seiner Initiativen führt erst mal dazu, dass die Amerikaner sich mit neuen Pistolen und Gewehren eindecken.

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argumentumabsurdum 08.01.2016, 08:42
1. Zur Hilflosigkeit verdammt

Wenn Obama die Waffengesetze "verschärfen" will, geht es um bloße Symbolik - ebenso wie bei dem Protest dagegen seitens der Waffenlobbies. Ändern kann sich nichts. Selbst wenn, mal ganz unrealistisch gedacht, der Verkauf von Schusswaffen komplett verboten würde, wäre durch das bestehende Waffenvolumen ein gedecktes Angebot für den Schwarzmarkt garantiert. Genau das macht Obamas Pläne auch so unwirksam; wer eine Waffe will, bekommt eine. Legal oder illegal, wie heißt es so schön: sch...egal!

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Bueckstueck 08.01.2016, 08:47
2. Jeder Präsident war hilfreich

Nicht nur Gunlobby Sklaven wie Bush. Clinton hat, wie Obama jetzt, versucht dem unkontrollierbaren Waffenschiebertum einen Riegel vorzuschieben und hat zweimal im Kongress verloren und so die verdammte NRA noch stärker gemacht als zuvor.

Dazu lief erst kürzlich eine Dokumentation die die ganze Schizophrenie der Waffenlobby entlarvt. Selbst Rep. Senatoren die NRA Mitglied sind und wissen, dass was passieren muss und sich deshalb für moderate Reformen einsetzten, wurden von der NRA-Mafia abgeschossen. Und das obwohl 80% deren Mitglieder durchaus für sinnvolle Reformen sind.

Am Ende geht es halt doch nur darum sicherzustellen, dass die Geldgeber der NRA - die Schusswaffenindustrie - weiterhin hemmungslos alles an jeden verticken kann.

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polltroll 08.01.2016, 08:58
3.

Sicher noch etwas zu früh für einen politischen Nachruf, aber er war für die USA ein, um ein vielfaches besserer Präsident als sein Vorgänger, der es geschaft hat die ganze Welt ins Chaos zu stürzen. An diesem Erbe werden noch einige Präsidenten im eigenen Land zu knabbern haben. Nicht auszudenken was passieren würde wenn einer wie der Trump die Fäden in die Hand bekäme!

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Olaf 08.01.2016, 09:07
4.

Es ist ja auch schwer zu Argumentieren, dass weniger Waffen weniger Tote bedeuten, wenn gerade das Gegenteil passiert.

Trotz Zunahme der Waffenverkäufe geht die Anzahl der Toten durch Schusswaffengebrauch in den USA zurück. Auch wenn durch die Meldungen in den Medien ein anderes Bild entsteht.

http://www.welt.de/vermischtes/article143346240/Immer-mehr-Waffen-immer-weniger-Morde.html

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Darknessfalls 08.01.2016, 09:13
5. Genug

Ich will nichts mehr über dieses waffenvernarrte Volk lesen; es interessiert mich und vermutlich auch den Rest der zivilisierten Welt nicht, ob und wie viele US-Amerikaner sich tagtäglich über den Haufen schießen.
Es langweilt, regelmäßig über Schulmassaker und dergleichen zu lesen, zumal sich an der Grundsituation in absehbarer Zukunft nichts ändern wird: ungebildete oder scheingebildete Menschen bewaffnen sich bis an die Zähne, können aber mit den Machtinstrumenten nicht umgehen und richten damit unermesslichen Schaden an. Ganz im Sinne des "get rich or die tryin´".

Und ganz offensichtlich ist die Bevölkerung damit einverstanden, wie sonst erklärt es sich, dass ein Lobbyverband wie die NRA ein Land in Geiselhaft nehmen kann? Es tut sich nichts.
Na und? Bewaffnet Lehrer, Dozenten, Schüler und Studenten, am besten ab der Krabbelgruppe. Pistolen aus High-Tech-Kunststoff sind auch für Kinderhände leicht zu bedienen, und wenn die Kindergartentante einem blöd kommt - bullet to the head. Je mehr sich umnieten, desto besser, irgend wann ist entweder die Munition alle oder die Ziele abgeknallt.

Es gibt dermaßen viele, wesentlich wichtiger Nachrichten, aber irgend wie schaffen es die Unsäglichen Staaten von Amerika mit ihrer lächerlichen Bewaffnungsphilosophie immer wieder auf die Titelseiten. Bei BLÖD wäre das nicht weiters verwunderlich, aber dass der Spiegel auf der gleichen Welle reitet, ist zumindest bedenklich.
Was ist mit Snowden, der NSA-BND-Affäre, den ausufernden Einsätzen unserer Bundeswehr (die ursprünglich unser Land verteidigen sollte - und zwar genau hier!); die Selbstbedienungsmentalität unserer Polit-Kaste, der kommenden Verarmung weiter Teile der Bevölkerung ab Rente; was wird aus dem unübersehbaren Rechtsruck in Deutschland, dem die Exekutive mindestens ebenso desinteressiert gegenübersteht wie dem jahrzehntealten Problem internationaler Kriminellenorganisationen (gilt auch für Großbanken...)? Kann man oder will man nicht? Man fragt sich schon, was die Granden aus Wirtschaft und Politik gegen euch in der Hand haben...
Kein Wort über maßlose Geldverschwendungen im öffentlichen Bereich, Großmannssucht a la Kassel-Calden, Stuttgart 21, Elbphilharmonie, BER... Klar, da werden keine Konsequenzen gezogen, wie könnte man auch die Drahtzieher solcher hirnbefreiten Projekte zur Rechenschaft ziehen - wo kämen wir da hin?
Und so schließt sich der Kreis: die Amis mit ihrem dämlichen Waffengesetz - das ideale Ablenkungsmanöver.

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Beat Adler 08.01.2016, 09:15
6. 300 Millionen Schusswaffen im Privatbesitz

300 Millionen Schusswaffen im Privatbesitz, wenn die Jagdwaffen, Repetier-Buechsen, Schrotflinten davon ausgenommen werden bleiben bestimmt ueber 200 Millionen Schusswaffen, Faustfeuerwaffen, Halbautomatische (Sturm)Gewehre, etc. uebrig, die jede Einzelne registriert sein sollte, um unbefugter Umgang damit einzuschraenken. Wie soll das gehen?
In der kleinen Schweiz sollen die Kantone die etwas ueber 2.5 Millionen Schusswaffen im Privatbesitz registrieren. Das geht kaum vorwaerts. Bei einer obrigkeitshoerigen Bevoelkerung!

In den USA kann jederzeit ein Privater sein Schiesseisen an eine andere Privatperson ausleihen, verschenken, verkaufen, vererben. Wer soll solch ein Register aktuell halten? Auch das geht nicht. Das wird in den USA als Eingriff in die Privatsphaere abgelehnt.
Die Idee, dass nur jemand der ein gutes Leumundszeugnis hat und nie psychiatrisch auffaellig wurde eine Waffe von einem lizensierten Haendler kaufen darf, ist gut aber sehr fern der US-amerikanischen Realitaet. Das hilft, wenn ueberhaupt, nur in ferner Zukunft, so in etwa 200 bis 300 Jahren;-(

Gegen ein Praesidentendekret, das die Rechtshoheit der Bundesstatten einschraenkt, kann ein Solcher vor dem obersten Gericht klagen. Es ist also nicht einmal gegeben, dass Obamas Vorstoesse, so gut sie auch gemeint sein werden, zu sowas wie Erfolg fuehren.
Hillary Clinton scheint sich in ihrer Wahlkampagne eindeutig auf die Seite der besseren Regulierung von Waffen zu stellen. Ihre Gegner haben aber Alles, vom .50 cal Scharfschuetzengewehr bis zum Saturday night special zur Verfuegung, um sie zu stoppen. Das wird eine sehr heikle Aufgabe fuer ihre Personenschuetzer.
Immer wenn sich die NRA auf den 2. Verfassungszusatz beruft, denke ich, dass die Schusswaffen, die 1794 ueblich waren, eigentlich genuegen, um das "Beduerfnis" nach Waffenbesitz zu befriedigen;-)

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0815jrb 08.01.2016, 09:24
7. Tolles Land

Alkohol darf man in den meisten Staaten erst ab 21 trinken, Führereschein ab 16, wählen ab 16 (18) aber ein Vater kann seinem 12-jährigen Sohn jederzeit ein Gewehr kaufen? Ein erwachsener Mensch der seinem 12-jährigen Sohn eine Waffe kauft ist geistig nicht zurechnungsfähig und gehört umgehend weggsperrt!
Ein Land in dem die Waffenlobby das sagen hat, probagiert sich als Krönung der westlichen Welt.
Nur weiterhin immer schön alles aus dem "gelobten" Land übernehmen, dann wird es auch bei uns bald Knarren im Supermarkt geben.

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peeka(neu) 08.01.2016, 09:26
8. 30.000

Tote im Jahr durch Schusswaffengebrauch bedeutet bei 300 Millionen Einwohnern eine etwa doppelt so hohe Tötungsrate wie beim Strassenverkehr in Deutschland, wo auf 80 Millionen Einwohner etwa 4.000 Tote kommen.

Der Strassenverkehr muss bei jedem Vergleich als "viel gefährlicher als alles andere" herhalten.

Die Zahl von 30.000 Toten durch Schusswaffen müsste also eigentlich eine Reisewarnung auslösen.

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krypton8310 08.01.2016, 09:35
9.

Das mag jetzt zynisch klingen aber es gibt viele Dinge für die man das Risiko auf sich nimmt zu sterben. Warum ist das bei Waffen anders als bei Zigaretten, Alkohol oder Autofahrten? Weil Waffen vermeidbar sind, Autos aber nicht? Die Amerikaner haben rund 35.000 Verkehrstote pro Jahr. Das sind 116 pro 1 mio. Einwohner. Wir haben 43 Verkehrstote pro 1 mio Einwohner. Die Amerikaner haben also auch ein "Einsparpotential" von knapp 22.000 Toten im Verkehr verglichen mit Deutschland. Aber nur die Waffen werden stigmatisiert. Wenn man Waffen mag, kann man das Risiko dafür zu sterben tragen. In den USA ist es ähnlich hoch wie beim Autofahren ums Leben zu kommen. In meinen Augen vertretbar.

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