Forum: Politik
Österreichische Initiative: EU-Politiker verschmähen "Europe first"-Anstecker
AFP

Er wollte Donald Trumps Wahlkampfslogan kontern: Österreichs Finanzminister hat bei einem EU-Treffen Buttons mit dem Spruch "Europe first" verteilt. Doch viele Kollegen verzichteten.

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caput medusae 09.09.2018, 13:30
1. Was du nicht willst....

Wenn man der Meinung ist, dass Trumps institutionalisierter Egoismus auf Staatsebene falsch ist, falsch für die Welt, falsch für Freunde und Verbündete und auch falsch für die USA selbst, dann ist eine derart infantile Replik ebenso falsch.
Glaube ich, dass Österreich diesen Aspekt einfach nicht bedacht hat? Nein, die "Ausrede" er hätte damit versucht die Gemeinsamkeit der EU auszudrücken ist mehr als fadenscheinig. "Gemeinsam sind wir stark" oder etwas Ähnliches wäre für diese Intention angemessen gewesen. "EU First" ist aus genau der gleichen Schublade wie "America first" von Trump und die Schublade ist ganz tief unten.

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opus_111 09.09.2018, 13:47
2. Es haben leider nur die Populisten Europa entdeckt ...

Es ist so zum K..., dass nur die Populisten auf Europäischer Ebene wirklich zusammenarbeiten. Die etablierten Parteien quer durch Europa sehen immer noch nur das eigene Land. Die EU ist eine Familie wo alle sagen "wir sind eine Familie" und trotzdem jeder ist nur auf sich bedacht. Anstrengung der Euro als gleichberechtigter Weltwährung durchzusetzen, Fehlanzeige. Anstrengung für eine gemeinsame Aussen und Sicherheitspolitik, ggfs. unabhängig von der USA, Fehlanzeige. Anstrengungen Wohlstand und Beschäftigung in der EU besser zu verteilen, Fehlanzeige. Stattdessen, die Kranken kräftig in die Eier treten wenn sie schon Mal am Boden liegen (s. Griechenland, Portugal, z. Teil auch Irland, auch sogar Spanien und Italien. Alleine deswegen weil ich keinen Deutschen Nachfolger für Juncker, als bester Kompromiss vielleicht doch Barnier. Deutschland, bei weitem der größte Nutzniesser von der EU/Euro, ist mir immer noch zu arrogant, selbstherrlich und vor allem US-hörig. Das ist auch warum ich zu meinem eigenen Widerwillen derzeit nur AfD wähle (eine AfE gibt es leider nicht). Nicht Wählen geht nicht, aber die etablierten sind nur noch zum kotzen. Erst aus deren Asche wird wohl ein Phoenix aufstehen, zur Selbstkritik bzw. Richtungswechsel sind sie anscheinend nicht mehr in der Lage ...

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PeterVietz 09.09.2018, 14:05
3. "Europe together"...

...wäre der richtige Spruch gewesen.

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claus7447 09.09.2018, 14:09
4.

Zitat von opus_111
Es ist so zum K..., dass nur die Populisten auf Europäischer Ebene wirklich zusammenarbeiten. Die etablierten Parteien quer durch Europa sehen immer noch nur das eigene Land. Die EU ist eine Familie wo alle sagen "wir sind eine Familie" und trotzdem jeder ist nur auf sich bedacht. Anstrengung der Euro als gleichberechtigter Weltwährung durchzusetzen, Fehlanzeige. Anstrengung für eine gemeinsame Aussen und Sicherheitspolitik, ggfs. unabhängig von der USA, Fehlanzeige. Anstrengungen Wohlstand und Beschäftigung in der EU besser zu verteilen, Fehlanzeige. Stattdessen, die Kranken kräftig in die Eier treten wenn sie schon Mal am Boden liegen (s. Griechenland, Portugal, z. Teil auch Irland, auch sogar Spanien und Italien. Alleine deswegen weil ich keinen Deutschen Nachfolger für Juncker, als bester Kompromiss vielleicht doch Barnier. Deutschland, bei weitem der größte Nutzniesser von der EU/Euro, ist mir immer noch zu arrogant, selbstherrlich und vor allem US-hörig. Das ist auch warum ich zu meinem eigenen Widerwillen derzeit nur AfD wähle (eine AfE gibt es leider nicht). Nicht Wählen geht nicht, aber die etablierten sind nur noch zum kotzen. Erst aus deren Asche wird wohl ein Phoenix aufstehen, zur Selbstkritik bzw. Richtungswechsel sind sie anscheinend nicht mehr in der Lage ...
Sehr geehrter opus_111,

bei ihrer Grundeinstellung sollten sie sich das mit der AfD mal gründlich überlegen. Sehen sie - sie werden kaum eine Partei finden mit denen sie 100 % übereinstimmen - ich selbst gehöre zu einer im Bundestag vertretenen Partei - und glauben sie wie oft ich hadre! Zu einer "realen Politik gehören eben teilweise Sachzwänge, vorgaben, Gesetze und auch der Koalitionspartner - je nach dem. Aber um es mit Worten eines Foristen zu sagen: wenn mir das Bier in der Kneipe nicht schmeckt muss ich aus der Toilette trinken? Und wenn ich es so lese: der Ursprung - und davon ist nichts geändert: die AfD will den Euro abschaffen - Militär-Allianzen mit Putin eingehen, dabei sind dann noch die netten Bemerkungen von Herrn Gauland wie "Merkel jagen!" den "missliebigen Journalisten die Akkreditierung entziehen!" und "Wir werden auf der Straße Widerstand ausleben, wir werden das System überwinden!" - wollen Sie das alles ....

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sander 09.09.2018, 14:21
5. Endlich mal ein Europäer!

Europe first: Klar hört sich das kurz das wie ein nationalistischer Rückzug an.
Um genau den geht es aber nicht. Im Gegenteil. Der Slogan appeliert doch gerade für die Überwindung nationaler Egoismen.
Herr Loger, vielen Dank für Ihren Mut. Bleiben Sie dran! Weiter so!
Hätte die nationalistisch-egoistische Mehrheit in unserem Europa-Parlament nicht letztes Jahr gegen die Einführung transnationaler Listen gestimmt, meine Stimme hätten Sie bei der näschten Europawahl sicher!

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gluonball 09.09.2018, 14:27
6. Wäre auch gelogen.

Schließlich versuchen die Eu-Länder doch sich gegenseitig auszuspielen und sich das maximal abzugreifen.
Ersichtlich aus der Steuerpolitik von der die Mega-Konzerne profitieren. Dann zahlen diese eben nur 0,1% Steuern auf ihre Gewinne aus der gesamten Eu aber wenn diese 0,1% in nur ein Land fließen (Dänemark, Luxemburg) dann lohnt es sich für das Land und der Rest kann eben sehen wie er zurecht kommt.
EU-First? Das ich nicht lache.

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opus_111 09.09.2018, 15:24
7. Danke für Ihre Antwort, aber ..

Zitat von claus7447
Sehr geehrter opus_111, bei ihrer Grundeinstellung sollten sie sich das mit der AfD mal gründlich überlegen. Sehen sie - sie werden kaum eine Partei finden mit denen sie 100 % übereinstimmen - ich selbst gehöre zu einer im Bundestag vertretenen Partei - und glauben sie wie oft ich hadre! Zu einer "realen Politik gehören eben teilweise Sachzwänge, vorgaben, Gesetze und auch der Koalitionspartner - je nach dem. Aber um es mit Worten eines Foristen zu sagen: wenn mir das Bier in der Kneipe nicht schmeckt muss ich aus der Toilette trinken? Und wenn ich es so lese: der Ursprung - und davon ist nichts geändert: die AfD will den Euro abschaffen - Militär-Allianzen mit Putin eingehen, dabei sind dann noch die netten Bemerkungen von Herrn Gauland wie "Merkel jagen!" den "missliebigen Journalisten die Akkreditierung entziehen!" und "Wir werden auf der Straße Widerstand ausleben, wir werden das System überwinden!" - wollen Sie das alles ....
Sehr geerhrter Klaus7447,

vielen Dank, dass Sie sich als Mitglied einer im Bundestag vertreten Partei die Mühe machen auf einem Kommentar aus dem Volk überhaupt zu reagieren. Vielleicht steckt in Ihnen der Funke eines Phoenix, der die etablierten noch zu meiner Lebzeiten retten könnte. Wie gesagt, ich Teile sehr wohl Ihr Bedauern, dass ich derzeit AfD wähle. Aber nicht wählen kommt für mich nicht in Frage. Übrigen bei den von Ihnen genannten 100%, das erwarte ich gar nicht. 51% wäre schon ausreichend. Nicht, dass ich 51% bei der AfD entdecke. Aber ist ist schon schön, dass sie Euch so piesacken. Wenn man sein Ziel nicht von oben kommend erreicht, muss man es halt von unten versuchen. Um Ihre Analogie aufzugreifen, wenn man nicht durch die Tür kommt, muss man es eben durch die Kanalisation versuchen.

Die von Ihnen gelistete Übel sind durchaus zutreffend, will ich natürlich auch nicht. Bis auf das Thema Putin ist für der Rest nur Mob. Zum Putin , ich will keine Allianz mit ihm aber ist die Allianz mit Trump einen Deut besser? Seit Bush ist der ganze mittlere Osten nur noch ein Trümmerfeld. Die NATO /westliche Beteiligung in Syrien folgt nur das Ziel, Russland aus dem Mittelmeerraum zu vertreiben. Das werden sich die Russen nie und nimmer bieten lassen. Nato/der Westen haben alle nicht-fundamentalistische (aber zugegeben auch despotische) Regime aus dem ME vertrieben. Was aber danach kam bzw. noch kommt ist aber nur Chaos! Das Verhältnis Westen zum Russland seit der Wiedervereinigung kann man aber man mit einem Indianerspruch zusammenfassen. "White man speaks with forked tongue" (z.B. NATO Erweiterung)

Aber zum eigentlichen Thema zurück, der Vorschlag vom Sander unten wäre doch die Richtung, die eingeschlagen werden sollte, oder? Ich denke, wenn wir die Geschichten der EU Länder anschauen, nichts hat positiver gewirkt als ein starkes Parlament. Warum also nicht das Europaparlament mehr Geltung geben? Das wäre vielleicht wirklich eine Möglichkeit die nationale Egoismen durchzubrechen. Gerne mit einem zweiten Kammer als Gegenpol. Letzteres aber deutlich transparenter als diese hinter-zimmer EU-Kommission.

Ach, ich höre jetzt auf bevor die Spiegel Webmaske voll wird ....

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maxbee 09.09.2018, 16:00
8.

Wozu brauchen EU-Politiker einen Anstecker mit der Aufschrift "Europe first"? Das ist doch schon immer die Politik der EU gewesen! Im Unterschied zu Trump lediglich versteckt hinter wohlklingenden Worten.

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mike40667 09.09.2018, 16:39
9. Wer hört schon auf Trump ?

Der Slogan "Amerika first" war und ist doch gar nicht ernst zu nehmen sondern war nur eine simple Plattitüde , um den dummen Durchschnitts US Amerikaner zu überzeugen, diesen Dollar Baron zu wählen.
Übrigens hat der Vater die Dollars gemacht, sein Sohn durfte auch mal Businessman spielen, hat aber kläglich versagt. Die internationale Wirtschafts und Finanzpolitik ist ein knallhartes Geschäft ,in dem nur Fakten zählen
und keine leeren, patriotischen Sprüche. Letztendlich macht Trump doch nur das, was ihm seine Berater vorgeben da er doch nur Experte für kuriose Auftritte ist.

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