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OSZE zur Türkei: Beobachter werfen Erdogan Machtmissbrauch im Wahlkampf vor
AFP

Von Chancengleichheit keine Spur: Recep Tayyip Erdogan hat die türkische Präsidentschaftswahl klar gewonnen. Jetzt kritisiert die OSZE, er habe im Wahlkampf seine Position als Premier ausgenutzt.

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MHB 11.08.2014, 18:35
50. Da habt Ihr Euren Diktator

Ja, genau, Diktator.


Zitat :

"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."

Dafür saß er vor 20 Jahren sogar mal im Knast ... das mal außen vor, es sagt viel über das Demokratieverständnis dieses Herrn.
In dieser Hinsicht hat er viele Parallelen zu Putin, inkl. Machotum, Gleichschaltung der Medien und Ausschaltung unliebsamer Gegner (Richter, Beamte, Militärs ... ).

Und dazu dann dieser Islamismus ... man darf gespannt sein, wie weit er die laizistischen Errungenschaften von Atatürk zurückdrehen wird und ob die moderne Hälfte der türkischen Gesellschaft irgendwann aufsteht.

Wie dem auch sei, positiv aus meiner Sicht ist, dass die Türkei so auf lange Sicht keinen Weg in die EU finden wird.

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gmbr 11.08.2014, 18:42
51. Wir sind alle Wahlbeobachter!

Das zu erklären ist unnötig. Jeder halbwegs politiach interessierter Mensch weiss, daß Wahlen in solchen Ländern nicht demokratisch laufen.

Nun ist es halt von OSZE bestätigt. Ändert das etwas? Unvorstellbar!

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Kismett 11.08.2014, 18:43
52. Nein, sach

Zitat von sysop
(...) Jetzt kritisiert die OSZE, er habe im Wahlkampf seine Position als Premier ausgenutzt.
Schröder und Merkel bestellten sogar Hochwasser. :-)

Übertrieben Hetze wirkt irgendwann nur noch lächerlich. Wie in den antisemitischen Hetzblättern der Nazis.

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hubertrudnick1 11.08.2014, 18:46
53. Kritiker

Zitat von yilozan
Jeder in der Türkei, der Erdogan kritisiert wird als "Nicht Moslem" bewertet und abgestuft. Alle Politiker die gegen Erdogan kandidieren gelten als Antireligiös. Aufgrund des niedrigen Bildungniveaus in der Türkei profitiert Erdogan von seiner Religiösen Seite und versucht diese immer ins Vorfeld zu bringen. Chancengleichheit hat es seit Erdogans Karrierebeginn nie gegeben.
Kritiker werden so wie in Russland auch nur als Kriminelle bezeichnet und damit ist dieser feine Herr in den Fußstapfen eines Putin gestiegen.

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j.oder 11.08.2014, 18:51
54. Vorsicht ! Ist die Zeit ist reif ?

Da steht doch noch die Drohung im Raum: "Ein Teil der deutschen Medien würden bald erfahren, dass es niemandem zustehe, den türkischen Staat und Erdogan "schamlos zu attackieren"". Neben den lachenden Frauen, "jüdischen Protituierten", ......, Teile der deutschen Medien, stehen jetzt auch noch die OSZE-Beobchter auf der immer länger werdenden Schwarzen Liste des osmanischen Gröfaz. Welche "Erfahrungen" darf man jetzt von Mr.52+% von einer Mindermenge erwarten ?

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morali 11.08.2014, 18:59
55. Hetzkampagne

Zitat von sysop
Von Chancengleichheit keine Spur: Recep Tayyip Erdogan hat die türkische Präsidentschaftswahl klar gewonnen. Jetzt kritisiert die OSZE, er habe im Wahlkampf seine Position als Premier ausgenutzt.
Wenn ich die Hetzkampagnen von Hasnain Kazim lese, erinnert mich das an Goebels Hetzreden. Hat sich irgendwie verSPIEGELt. Traurig....

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richard.bull 11.08.2014, 19:02
56. OSZE ist blind!

Erdogan hat nach aktuellen Zahlen keine 52% bekommen, sondern nur ca. 32-36% reale Stimmen, weil aber Erdogan vor Jahren das Wahlgesetzt geändert hat, fallen die Stimmen von Nichtwähler (Protestwähler oder Personen denen keine Wahlmöglichkeit gegeben wurde!) automatisch zu grossen Teilen an die in der Zählung führenden Partei (ein kleiner Teil der zweit und drittplatzierten Partei). Erdogan sichert sich so seit Jahren den Wahlsieg. Die Mutter eine Bekannten ist alt und sieht schlecht...in der Wahlkabine steht immer ein Wahlhelfer.,..die Wahl ist nicht geheim...die Wahlhelfer versuchen bei Analphabeten, Sehgestörte und sehr alten menschen die Stimme an Erdogan zu geben. Da sagt der Wahlhelfer "lass dir helfen, Grossmutter!". Es gab gestern schon den Skandel in der Türkei, dass einer sehr alten Dame die Wahlstimme an Erdogan gegeben wurde (man bekommt einen Stempel und in den richtigen Kasten einen Stempel setzen!). Die Dame wollte den Konkurrenten von Erdogan wählen, aber sie sieht schlecht...der Wahlhelfer sagte ihr "ganz oben! Mütterchen! Ganz oben ist dein Ihsanoglu". Die Dame kam aus der Kabine und versuchte den Wahlzettel zu falten.....sie ist sehr alt...Ihr sohn kam dazu und wollte ihr helfen. Als er den Zettel öffnete stand der Stempel im Kasten für Erdogan. Er und seine Mutter meldeten dies der Wahlaufsicht...die beiden wurden in einen Nebenraum geführt und für die Wahl gesperrt. Seit Monaten bekommen Sozialhilfe-Empfänger einen indirekten Bonus, wenn Sie Erdogan wählen...das wird über Tricks geregelt. Tausende konnten nicht wählen, weil ihre Wahlzettel fehler enthielten...man sagte Ihnen sie könnten in der zweiten Runde wählen, aber die zweite Runde kommt ja nur bei einem Gleichstand. Die Liste könnte man dutzendfach weiterführen. Erdogan hat zehntausenden der syrischen Flüchtlinge (von 2 Mio Flüchtlingen im Land) schon türk. Pässe verteilt und diese wählen aus Dankbarkeit natürlich ihn. Nichts an dieser Wahl war frei, geheim oder fair. Der Wahlbezirk in deutshland ist auch so ein Trick...es wurden nur in Regionen mit starker religiösen Anteil von Türken die Wahlurnen aufgestellt......z.b. in Stuttgart keine Einzige Wahlurne verfügbar war. Nur 8,9% der Türken in Deutschland sollen gewählt haben,aber jede Nicht-abgegebende Stimme geht am Ende zu 60% an Erdogan wegen der Regelungen "Nichtwählerstimmen werden anteilig verteilt). Die Demokratische Republik wird seit 10 Jahren von Erdogan abgebaut und die EU schaut zu. Sie hat sogar diesen Abbau unterstützt, weil wegen der EU-Beitrittsverhandlungen hat Erdogan auch Verfassungsänderungen durchgesetzt, welche ihn jetzt für weitere 10 Jahre im Amt halten. Diese islamische Diktatur ist von Deutschland/Frankreich/EU unterstützt worden......ein Feindbild pflegen ist immer nützlich!

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wi_hartmann@t-online.de 11.08.2014, 19:03
57. Türkei Wahl

Etwas besser verpackt laufen die Wahlen zum Bundestag und die
Landtagswahlen nicht anders ab.
Der Staatsrundfunk/fernsehen berichtet fast ausschließlich über
die "staatstragenden" Parteien und läßt deren Vertreter in allen
Sendeformaten ausführlich zu Worte kommen. Um dies abzu-
sichern werden aus Steuermitteln Millionenbeträge abgezweigt.
Mit dieser Medien/Finanzmacht werden "Neulinge" am Meinungs-
markt (z. B. AfD) als Rechts- oder Linksradikale diffamiert.

Harry

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KingTut 11.08.2014, 19:03
58. Rechtsstaat

Zitat von sysop
Von Chancengleichheit keine Spur: Recep Tayyip Erdogan hat die türkische Präsidentschaftswahl klar gewonnen. Jetzt kritisiert die OSZE, er habe im Wahlkampf seine Position als Premier ausgenutzt.
Ist jemand über diese Vorwürfe wirklich verwundert? In einem funktionierenden Rechtsstaat wäre Erdogan erst gar nicht zur Wahl angetreten, da er sich in einem Amtsenthebungsverfahren wegen zahlreicher Vergehen hätte verantworten müssen. Dazu zählen unter anderem Korruption und Begünstigung von Familienmitgliedern sowie die Niederschlagung von Demonstrationen mit Todesfolge und Schwerverletzten. Auch sein Umgang mit dem Minenunglück treibt einem die Zornesröte ins Gesicht.
Insofern ist Erodgan seiner Linie auch beim türkischen Präsidentschaftswahlkampf treu geblieben. Arme Türkei, Ihr werdet noch früh genug erkennen, was ihr euch da eingehandelt habt.

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zeisig 11.08.2014, 19:15
59. EU Beitritt egal.

Zitat von MHB
Ja, genau, Diktator. Zitat : "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten." Dafür saß er vor 20 Jahren sogar mal im Knast ... das mal außen vor, es sagt viel über das Demokratieverständnis dieses Herrn. In dieser Hinsicht hat er viele Parallelen zu Putin, inkl. Machotum, Gleichschaltung der Medien und Ausschaltung unliebsamer Gegner (Richter, Beamte, Militärs ... ). Und dazu dann dieser Islamismus ... man darf gespannt sein, wie weit er die laizistischen Errungenschaften von Atatürk zurückdrehen wird und ob die moderne Hälfte der türkischen Gesellschaft irgendwann aufsteht. Wie dem auch sei, positiv aus meiner Sicht ist, dass die Türkei so auf lange Sicht keinen Weg in die EU finden wird.
Es gibt für große Teile der türkischen bevölkerung wichtigere Dinge als ein EU-Beitritt. Nämlich die Erhaltung ihrer konservatieven moralischen und religiösen Wertvorstellungen. Und ein konsequenter Regierungschef, der diese Werte nicht auf dem Marktplatz verkauft sondern verteidigt, ist den Leuten allemal lieber als irgend ein hohles Geschwafel von Demokratie oder ein EU Beitritt. Ich respektiere das. Ich muß ja schließlich nicht in der Türkei leben. Und Sie vermutlich auch nicht. So what?

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