Forum: Politik
Parteitag der Grünen: Raus aus der Wuthöhle
DPA

Die Grünen haben kapiert: Wenn man etwas reißen will, muss man sich zusammenreißen. Der Weckruf der Partei ist deutlich - aber er kommt spät.

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raicen 18.06.2017, 14:12
1. Naja

Überzeugt haben sie mich noch nicht, aber ein Schritt in die richtige Richtung, um zu zeigen, dass die Partei nicht völlig eingeschlafen ist und sich mit einem Versinken in die Bedeutungslosigkeit abgefunden hat, war es immerhin. Mehr Leute wie Hofreiter würden der Partei mMn übrigens gut tun.

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dulcineadeltoboso 18.06.2017, 14:20
2.

Zunächst möchte ich mal anmerken, dass Merkel zwar im vergangenen Jahr angreifbar war, aber sicherlich nicht mit linken Themen. Dann ist festzustellen, dass die letzten Landtagswahlen eine deutliche Rechtsverschiebung ergeben haben. Nun können die Grünen wählen, ob sie sich diesem Trend anschließen wollen, womit sie unglauwürdig würden, oder lieber authentisch bleiben mit Themen wie Feminismus, Ehe für alle oder der Anmaßung, der Autoindustrie (am besten weltweit) etwas vorschreiben zu können. Beides wird keine Punkte bringen.

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rainer82 18.06.2017, 14:23
3. Endlich wieder wählbar!

Das Selbstbewusstsein scheint dann ja wohl wieder zurückgekehrt zu sein. Die Grünen hatten auch nie einen Grund sich zu verstecken. Sie haben sich zuletzt aber unter Wert verkauft. Der Parteitag kam offenbar zur rechten Zeit. Das positive Medienecho sogar der den Grünen sonst noch nie gewogenen konservativen Presse zeigt, dass etwas Grundlegendes passiert sein muss.

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spon-facebook-10000540048 18.06.2017, 14:23
4. Eigentlich

Eigentlich bin ich Grünen-Wähler.
Aber Göring-Eckardts Glückspillenparteitagsfürdiekameras-Rummgetänzel, genauso, wie
Özdemirs westerwellemäßige Prä-Minister-Verklemmtheit lassen mich inwischen
wünschen, dass keine/R der Beiden je ein Regierungsamt bekommt.
Eigentlich schade.

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jojack 18.06.2017, 14:24
5. Schwarz-grün?

Ich war mal der Meinung, dass die Grünen sich flexbilisieren und auf schwarz-grün zuarbeiten sollten. Nach 12 bleiernen Merkel-Jahren, bin ich jedoch der Meinung, dass das überhaupt nicht gut wäre. Warum? Weil wir anstatt lagerübergreifender Konsens-Koalitionen mehr produktiven Streit und mehr Konkurrenz um die besten Konzepte brauchen.

Sowohl eine große Koalition als auch schwarz-grün sind letztlich Betrug am Wählerwillen. Wie soll sich denn bitteschön ein wertkonservativer CDU-Wähler mit der grünen Idee einer "Ehe für alle" anfreunden, die eine schwarz-grüne Koalition womöglich mit sich brächte? Oder umgekehrt: wie soll ein grüner Fundi mit einer CDU-geprägten "law and order" Innenpolitik arrangieren?

Die ideologische Entkernung der Parteien führt letztlich nur dazu, dass die Ränder gestärkt werden - namentlich die Linkspartei und die AfD. Ein politisches Spektrum sollte viele Farben kennen und nicht zu einer Quasi-Einheitspartei vermerkelt werden.

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karljosef 18.06.2017, 14:30
6. Es muss sehr lange her sein,

man erinnert sich kaum, oder?

Die Grünen waren eine echte Alternative zu den sogenannten Volksparteien.

Um Personenkult zu umgehen, wollten sie die Spitzenkräfte jeweils zur Mitte einer Legislaturperiode ausstauschen.

Um zu leben, wie die Leute, die sie vertreten, wurde das Einkommen auf den Durchschnittsverdienst des Volkes gekappt (wenn ich mich richtig erinnere, kam der Rest der Diäten in die Parteikasse).

Und heute?

Die Grünen sind aber dermaßen in die Parteienlandschaft integriert, da muss man schon etwas so "sehr wichtiges" als conditio sine qua non in das Parteiprogramm setzen, dass alle Ehen unabhängig vom Geschlecht anerkennt werden.

Da wären andere Vorschläge, die bei den Schwarzen und Hellroten allerdings auf Widerstand stoßen würden:
- Kampf gegen die Schere zwischen arm und reich,
- Korrektur der von den damals verantwortlichen Grünen mitgeschaffenen Hartz- und Agendagesetzen,
- Kampf gegen Waffenexporte zumindest in Krisengebiete (es erzähle mir bitte niemand etwas von davon abhängigen Arbeitsplätzen, die Anzahl der resultierenden Toten und Schwerverletzten scheinen mir wichtiger),
- Förderung von sinnvoller Entwicklungshilfe,
usw.

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blackp 18.06.2017, 14:31
7. Die Hersteller

von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) aus allerfeinstem Polystyrol wollen denen bestimmt noch zuhören.

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kakimon 18.06.2017, 14:38
8. Verwirrt

Grün war mal ein Schrittmacher mit erst verlachten, dann übernommenen Ideen, die heute selbstverständlich sind. Dafür bin ich dieser Partei dankbar. Aber das Geschrei und das Ereifern jetzt überlagert jeden guten Ansatz. Alles ist "böse, böse, böse". Diesel, Benzin, Kohle, alles muss weg. Und wie ist das vernünftig zu realisieren? Wo sind da die praktikablen Vorschläge? Ab 2030 dürfen die deutschen Autobauer nur noch E-Autos bauen, per Gesetz. Und an 3 Tagen in der Woche gibt es vegetarisches Essen. Wir dürfen nur noch nach der Grünen Fasson selig werden. Frust/Polemik aus.
Ihr habt mal Großes geleistet, Danke dafür. Aber jetzt demontiert ihr euch selbst und alle vernünftigen Ideen gehen im Geschrei unter.
Gruß vom Normalbürger .

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playintime 18.06.2017, 14:42
9.

Zitat von rainer82
Das Selbstbewusstsein scheint dann ja wohl wieder zurückgekehrt zu sein. Die Grünen hatten auch nie einen Grund sich zu verstecken. Sie haben sich zuletzt aber unter Wert verkauft. Der Parteitag kam offenbar zur rechten Zeit. Das positive Medienecho sogar der den Grünen sonst noch nie gewogenen konservativen Presse zeigt, dass etwas Grundlegendes passiert sein muss.
Wenn das Medienecho positiv ist, dann machen die Grünen doch alles falsch.

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