Forum: Politik
Pentagon-Bericht: Syrische Kämpfer sollen US-Waffen an Extremisten weitergegeben habe

Schwerer Rückschlag für das Pentagon im Kampf gegen islamische Extremisten in Syrien: Von den USA trainierte Rebellen sollen Qaida-nahen Kämpfern Militärgerät ausgehändigt haben.

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boardinggoofy 26.09.2015, 09:03
1. Verrannt!!!

Da haben sich die USA in eine Schnapsidee verrannt, ohne die Situation vor Ort richtig eingeschätzt zu haben. Al-Nusra und IS waren Bestandteil der Anti-Assad-Allianz bis die Gruppen unter einander zerstritten waren. Ob man sich Aghannistan, den Irak, Lybien oder Syrien ansieht, sobald die Warlords auf einer Kriegsseite mehr Profit für sich erahnen, wechseln sie die Seiten und mit Ihnen ihre Schergen, samt den Waffensystemen und jeder kocht sein eigenes Süppchen. Biologische Systeme stabilisieren sich meist selbst ganz gut, solange sich der Mensch nicht zu sehr einmischt.

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omnium_consensu 26.09.2015, 09:06
2. ...kaum zu glauben!

haha, im Ernst, damit hätte ich nun ja gar nicht gerechnet, dass die syrischen angeblich US-freundlichen "Oppositionellen" ihre Waffen nach Erhalt munter weiterverschieben, aus welchen Beweggründen auch immer. Heute für Wegerecht, morgen des Profits wegen, übermorgen der Rückkehr zu den religiösen Wurzeln.

Der Leser fragt sich - ist die Abgabe moderner Waffen an diese instabilen und heterogen zusammengesetzten Gruppierungen wirklich nur Blödheit der Amerikaner oder schon Berechnung?

Die Loyalitäten und Bündnisse wechseln in diesen Gebieten doch je nach Tagesform.

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niklot1147 26.09.2015, 09:06
3. Statt 5.400 jährlich nur 4 oder 5 Kämpfer insgesamt

Na so was, da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Wer hätte das gedacht, da liefert man Waffen und Ausrüstung an 4 oder 5 Kämpfer, die von der Anzahl her für 5.400 gedacht waren. Und die verkaufen sie dann weiter an die "richtigen" Kämpfer. Von denen werden sie dann auch gleich "verwendet".Damit konnte doch niemand rechnen. Leute, glaubt ihr das eigentlich selber?!

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lupenreinerdemokrat 26.09.2015, 09:07
4.

Das trifft es wohl am besten.
Vier oder fünf der von USA über Saudi-Arabien mit Waffen unterstützte "Rebellen" kämpfen tatsächlich gegen den IS (das werden dann wohl die Ausbilder von "Academi" sein).

Die restlichen Lieferungen gehen, wie allgemein bekannt, direkt in Richtung IS und Al Nusra und das ist von den USA mit größter anzunehmender Wahrscheinlichkeit auch so gewollt.
Ebenso sind die sogenannten "Luftwaffeneinsätze" wohl kaum dazu gedacht, den IS wirklich zu schwächen. Ein bisschen Symbolpolitik, um die wirklichen Absichten zu verschleiern...

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jbkdge14.god 26.09.2015, 09:13
5.

Um's mal mit Loriot zu sagen:
Ach?


Seufz. Ganz ehrlich. Ja, wer hätte das bloß gedacht, dass das passieren könnte? Wirklich. Damit konnte man doch nicht rechnen. Echt.

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f-rust 26.09.2015, 09:14
6. na so was? es ist ein SKANDAL,

wenn sich Politik und Medien DARÜBER erstaunt zeigen. DAVOR wurde seit Jahr und Tag gewarnt. Wir werden doch alle verar.... - sowohl von den USA-Oligarchen, die dahinter stehen, wie von ihren Hintersassen in der EU als leider auch von den Systemmedien, die ihre Verantwortung, sachlich und kritisch gegenüber ALLEN Seiten zu berichten (nicht nur gegen Russland schreiben und Putin dämonisieren), nicht wahr genommen haben. Übrigens auch in Bezug auf Ungarn/Orban; Migrationswaffe etc.

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Newspeak 26.09.2015, 09:15
7. ...

Sowas kommt total überraschend. Das ist ja noch nie vorgekommen. Als Lösung würde ich vorschlagen, nochmal Waffen hinzuschicken. Ein zweites Mal machen die das bestimmt nicht.

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lillime2 26.09.2015, 09:18
8. Ohne Worte ...

... da fällt mir das Stichwort "gemäßigte Rebellen" ein.
Hatte man doch schon mal den Ausdruck.
Wie viele Flüchtlinge hätte man mit dem Geld versorgen können. Die Türkei veralbert die USA und den Westen bis zum geht nicht mehr.

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seneca55 26.09.2015, 09:20
9. US-Helden im Syrienkrieg

500 Mio. USD geben die Amis jährlich für Rekrutierung und Ausbildung ihrer Söldner im Syrienkrieg seit 2014 aus, aber das Ergebnis ist mager. In den ersten 2 Jahren hat das Pentagon und die CIA offenbar nur ca. 120 Söldner in der Türkei für den Krieg in Syrien ausgebildet und ausgerüstet, aber nur noch 4-5 sollen davon noch aktiv sein statt 5.400?! Der große Rest ist zu Al Qaida übergelaufen oder erschossen worden sein und haben ihre Waffen an die Qaida übergeben. Schöne Aussichten für die Politik der USA in Syrien und Irak!

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