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Personalnot bei der Bundeswehr: Von der Leyen will Italiener, Polen und Rumänen anwer
DPA

Um die Personalnot bei der Bundeswehr zu lindern, will Ursula von der Leyen EU-Ausländer anwerben. In Osteuropa regt sich Widerstand: Polens Außenminister mahnt, der Armeedienst sei "eng verbunden mit der Nationalität".

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Interzoni 27.12.2018, 14:03
1. Hoffentlich

mit ausführlicher Gesinnungsprüfung, denn rechtsradikale Einzelkämpfer und Netzwerke haben wir ja schon. Stichwort Hannibal...

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gunpot 27.12.2018, 14:05
2. Da sind ja wieder einmal die

Superbedenkenträge am Werke. Was die offizielle polnische Seite angeht, so dürfte das bei dem derzeitigen absolut nationalistischen Kurs der Regierung nicht verwundern. Wenn ich mir nun aber das Ziel anschaue, eine gemeinsame europäische Streitmacht auf die Beine zu stellen. So sind wir angesichts der Haltung einiger Staaten noch weit davon entfernt. Soldaten aus mehreren Ländern der EU in unsere Streitmacht zu integrieren, wäre eine bedeutende Vorstufe einer zukünftigen europäischen Verteidigungsgemeinschaft.

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uubittner 27.12.2018, 14:06
3. Personalnot bei der Bundeswehr

Aus eigener Erfahrung weiß ich nur allzu gut das die Bewerbungen nur halbherzig bearbeitet bzw. wahrgenommen werden. Auf Messen und verschiedenen Veranstaltungen wird damit geworben wie modern die Bundeswehr ist, leider erkennt mann schnell das die Bundeswehr immer noch in den 70er zuhause ist.
Aber um das eigentliche Thema aufzugreifen, warum es keine ausreichenden Bewerbungen gibt, man sollte den Job bei der Bundeswehr attraktiver gestalten, Ausbildung, Perspektiven, Gehalt vielleicht auch Wohnraum.
Ich denke es gibt viele Ideen und Möglichkeiten hier Abhilfe zu schaffen man muß es nur wollen.
Und die denkbare schlechteste ist, Menschen für billiges Geld ( wird bei uns in der Firma gerne auch als best cost verkauft ) in die Bundeswehr zu holen, das ist es was den Damen und Herren letzt endlich vorschwebt.
U.B.

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MisterD 27.12.2018, 14:08
4. Ein absolut richtiger Schritt..

die Einwände Polens bezüglich der Nationalitätund Verbundenheit müssen einen stark verwundern. Was will man uns damit sagen? Polen dürfen nicht in die Bundeswehr, warum? Weil ein Gewissenskonflikt entsteht, wenn die Bundeswehr Polen überfällt, oder umgekehrt? Wenn in jeder Armee 50% EU-Ausländer dienen, ist dem ja schonmal wirksam vorgebeugt... wegen der besseren Bezahlung, klar. Da wird Polen und Rumänien es schwer haben, auch weil die Behandlung der Soldaten in den westlich geprägten Armeen wesentlich humaner ist, als in ehemaligen Ostblockstaaten. Genau darum braucht mn endlich die gemeinsamen europäischen Streitkräfte. Das ist ein weiterer Schritt dorthin und letztlich zu den Vereingten Staaten von Europa...

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spon_3653303 27.12.2018, 14:10
5. Idee sehr vernünftig

Die Rekrutierung von Soldaten aus dem EU-Ausland kann man nur begrüßen. Die Idee ist vernünftig und zukunftsorientiert, kann sie doch nicht zuletzt auch als Vorstufe zur Bildung einer Europäischen Armee dienen. Auch wenn einige heillos zurückgebliebene Nationalisten es noch nicht begriffen haben: nicht nur bei der Wahrung unseres Wohlstands, auch in puncto Sicherheit liegt unsere Zukunft zu allererst im Vereinten Europa. Ansonsten mag ein Blick in die Geschichte auch die Nationalisten trösten: schon im Dreißgjährigen Krieg und später noch bei den Kriegen gegen die Türken oder im Pfälzischen Erbfolgekrieg waren zigtausende "armer" Schweizer Bauernbuben in den Armeen deutscher Fürsten als Soldaten (Söldner) engagiert - und die Schweiz besteht als "Nationalstaat" heute noch!

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alt-nassauer 27.12.2018, 14:16
6. Wie groß ist denn die Verzweiflung?

Gleich vorne weg, weder noch Rechtes oder Linkes Gedankengut bei dem Thema - Verteidigung muss sein!

Aber gleich damit zukommen "Söldner" bzw. eine Art Fremdenlegion daraus zu machen. Geht mir Persönlich zu weit.

Wehrpflicht, Sozialen Dienst (Pflege usw.) oder etwas in der Umwelt für ALLE Jugendliche (Mann und Frau) bis zu einem gewissen Alter.

Dann bleiben auch wieder mal auf Grund der festgestellten Wehrpflicht auch welche dabei...

Ich halte die Abschaffung der Wehrpflicht und Zivildienst als eine der größten Torheiten.

Aber wie Frau von der Leyen und ihre Berater das sehen, erschließt sich mir nicht.

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deepocean 27.12.2018, 14:16
7. Pragmatismus ....

in allen Ehren, aber da wird eine Grenze überschritten..... der Soldatenberuf unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von anderen Tätigkeiten und erfordert ein Höchstmass an Loyalität... das sollte der Ministerin eigentlich klar sein. Natürlich gibt es, unabhängig von Herkunft, Menschen mit sehr unterschiedlichen Haltungen dazu....

Das Einzige was ich dieser Idee abgewinnen kann, ist wenn es eine Europäische Armee gäbe.... aber bevor so etwas Wirklichkeit wird hat Europa wohl noch ganz andere Probleme zu lösen... wenn es dann übverhaupt noch einen "Vereintes" Europa gibt..........

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Luscinia007 27.12.2018, 14:18
8.

Die Anwerbung von ausländischen Söldnern ist die logische Konsequenz der Umwandlung der Bundeswehr von einer Wehrdienstarmee der Bürger in Uniform zur Berufsarmee. Das ist in anderen Ländern so üblich: Die Fremdenlegion war in Frankreich schon immer die Truppe für obskure Einsätze und Himmelfahrtskommandos. Die Briten hatten immer ihre Truppen aus den Kolonien, und selbst heute stammt ein Teil der britischen Truppen armen Commonwealth-Staaten. Zitat des bis 2009 amtierenden Armeechefs Lord Richard Dannatt: "Ich hatte rund 2.500 Soldaten von den Fidschi-Inseln unter meinem Kommando – mehr als der Fidschi-Kollege selbst" (Zitat standard.at). In den USA erhält ein Einwanderer die Staatsbürgerschaft nachdem er zu Friedenszeiten 5 Jahre in der Armee gedient hat, nach einem Kriegseinsatz gibt's die Urkunde sofort.
Der Vorschlag von Von der Leyen ist nur die logische Konsequenz aus der Umwandlung der Bundeswehr in eine Berufsarmee.

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Bitte mal umdenken 27.12.2018, 14:20
9. Soldatengesetz 9 -Eid und feierliches Gelöbnis

Zur Erinnerung:
Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe .

Ich teile die Zweifel, EU-Bürger als Soldaten in die Bundeswehr zu integrieren.

Stattdessen ist es besser , mit starken nationalen Kontingenten eine schlagkräftige europäische Streitmacht aufzubauen.
Bündelungen der nationalen militärischen Fähigkeiten in der Europäischen Gemeinschaft, ein wichtiger Schritt zur Sicherung von Frieden und Freiheit in Europa.

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