Forum: Politik
Podcast "Stimmenfang": Anpacken statt streiten!
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"Es geht ständig nur um Flüchtlinge": Viele unserer Podcast-Hörer finden, in der politischen Debatte muss es auch um andere Themen gehen. Darum haben wir sie gefragt: Was soll die GroKo jetzt dringend angehen?

ellge 16.08.2018, 17:56
1. Themen

Solange sich kein klares Ziel bei der Behandlung des Zuwanderungsdrucks abzeichnet, das auch die Gegner der Einwanderung befriedigt und überzeugt, bleibt das Thema trotz der Ablenkungsmanöver auf der Tagesordnung.

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joergzs 16.08.2018, 18:03
2.

1. Breitbandversorgung in allen Teilen Deutschland - also den Standard der anderen Länder der westlichen Welt erreichen.
2. Mehr Wohnungen mit bezahlbaren Mieten.
3. Nachhaltige Verkehrspolitik: E-Auto, ÖPNV (Natürlich mit Internet)
4. Schulen aus dem vorletzten Jahrhundert führen.

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redepest 16.08.2018, 18:08
3. Wichtige Ansätze,

aber bei weitem noch nicht alles, was wichtiger und brennender wäre als die ewige Flüchtlingsdebatte. Dazu zählen alle Themen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten verschnarcht wurden oder mangels Attraktivität einfach ignoriert wurden. Hier jeweils mit Beispielen:
Bildungspolitik (Lehrermangel, Studienhype vs. Fachkräftemangel, Zustand von Schulen und Universitäten, Bildungsinhalte),
Verkehrspolitik (Straßen- (und Brücken-) zustand, Dieselbetrug, alternative Antriebssysteme
- nicht nur Mono-Elektrizität, ÖPNV, Bundesbahn, Güter-Fernverkehr, Tempolimit zur CO2 Vermeidung, Digitalisierung...)
Bundeswehr (Zustand, Personal, Führungsstandards, Material, Qualifikation, ...),
Landwirtschaft (Umweltsünden, Tierschutz, Antibiotikaverbrauch, Fleischqualität, Subventionsunfug...)
Gesundheitspolitik (Pflegekatastrophe, Arzneimittelqualität und -Sicherheit, Zweiklassenmedizin, Ärzteversorgung in der Praxis, Klinikversorgung - weniger Quantität - mehr Qualität, …)
Finanzpolitik (Besteuerung internationaler (Internet-) Konzerne, …)

… und da fiele einem noch sehr viel mehr ein, oder?

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Schnabbelschnute 16.08.2018, 18:20
4. Angehen müssen

....die soziale Grundsicherung Hartz 4, die Reallohnentwicklung, die Stärkung der gesetzlichen Rente statt Förderung der privaten Altersvorsorge, bezahlbares Wohnraum bzw Mieten stärker Regulieren....vor allem weniger Europa, weniger Waffenexporte, und weniger Einwanderung solange nicht alle in der EU gleich viele Flüchtlinge aufnehmen!
Aber ich sehe keine der Regierungsparteien Kompetent genug dieses zu schaffen bzw umzusetzen, denn neben der Ungleichheit und Ungerechtigkeit in Deutschland haben wir auch ein riesiges Lobbyismusproblem, und die sind grundsätzlich gegen. die Interessen des gemeinen Volkes!

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JürgenHammerbeck 16.08.2018, 18:33
5.

Die Vorredner haben schon so viele gute Ideen gehabt - nur den Politikern fällt nichts ein. Sie bekommen keine leistungsbezogenen Gehälter/Pensionen. Im Gegenteil, für Lobbyarbeit werden sie später in der freien Wirtschaft fürstlich belohnt. Nur in Wahlkampfzeiten machen sich Spitzenpolitiker mal auf, und reden zum Volk. Leider klappt das im Osten nicht mehr - wenn man die Sorgen von Menschen zu lange vernachlässigt, hört einem keiner mehr zu. Das ist gefährlich für die Demokratie.

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Actionscript 16.08.2018, 18:38
6. Hochschulpolitik: Forschung und Zeitverträge

Das Thema wird zwar manchmal angesprochen, doch es müsste einen viel stärkeren Fokus bekommen. Deutschland hinkt in der Forschung in verschiedenen Bereichen hinterher, weil Wissenschaftler, zu denen ich auch gehöre, ständig auswandern. Der Grund: fehlende Stellen, althergebrachte Strukturen, unmögliche Zeitvertragspolitik. Es hat sich praktisch in der Hochschulpolitik nichts getan bis auf, dass es noch schlimmer für Wissenschaftler geworden ist.

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Sportzigarette 16.08.2018, 19:32
7. Sie spüren Duck?

Zitat von ellge
Solange sich kein klares Ziel bei der Behandlung des Zuwanderungsdrucks abzeichnet, das auch die Gegner der Einwanderung befriedigt und überzeugt, bleibt das Thema trotz der Ablenkungsmanöver auf der Tagesordnung.
Es ist aber eben nur ein Thema, das einer bestimmten Gruppe wichtig ist. Je höher der Bildungsdurchschnitt umso weniger wird die "Flüchtlingskrise" überhaupt als solche wahrgenommen. Weil intelligente Menschen wissen, dass unser Land wichtigere Probleme zu lösen hat, als die "Flüchtlingskrise" von vor 2 Jahren, an der man im Nachhinein sowieso nichts mehr ändern kann. Momentan kommt doch kaum noch jemand. Wenn, dann wäre Integration jetzt das Thema in diesem Zusammenhang, aber da kommt von den ganzen Kritikern gar nichts ausser schneller Abschiebung! Die Menschen sind jetzt hier, machen wir alle das Beste draus für unser Land. Da können Sie auch mal was tun!

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hugahuga 16.08.2018, 22:39
8.

Zitat von Sportzigarette
Es ist aber eben nur ein Thema, das einer bestimmten Gruppe wichtig ist. Je höher der Bildungsdurchschnitt umso weniger wird die "Flüchtlingskrise" überhaupt als solche wahrgenommen. Weil intelligente Menschen wissen, dass unser Land wichtigere Probleme zu lösen hat, als die "Flüchtlingskrise" von vor 2 Jahren, an der man im Nachhinein sowieso nichts mehr ändern kann. Momentan kommt doch kaum noch jemand. Wenn, dann wäre Integration jetzt das Thema in diesem Zusammenhang, aber da kommt von den ganzen Kritikern gar nichts ausser schneller Abschiebung! Die Menschen sind jetzt hier, machen wir alle das Beste draus für unser Land. Da können Sie auch mal was tun!
So lange hier nahezu täglich Bürger durch Flüchtlinge zu Schaden kommen (heute die tödliche Messerattacke auf einen Arzt in Offenburg) - wird es nicht gelingen, das Thema vom ersten Platz wegzuschreiben.
Unser aller Sicherheit ist bedroht und wer das leichtfertig unter "ferner liefen" einsortieren will, macht sich mitschuldig.

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