Forum: Politik
Podcast "Stimmenfang": #Aufstehen, sammeln und dann?
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Bislang zeigt sich die SPD ungerührt von Sahra Wagenknechts linker Sammlungsbewegung. Aber es gibt SPD-Mitglieder, die begeistert davon sind. Warum? Und was steckt hinter dem Projekt #Aufstehen?

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Crom 23.08.2018, 17:09
1.

Aufstehen? Bei dieser "Sammlungsbewegung" legt man sich besser hin und wartet auf was wirklich neues. Mir fehlt eine politische Bewegung, welche sich weniger von Ideologie sondern mehr von Rationalität leiten lässt. Da gibt's aktuell gar nichts im Angebot.

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SuperWeidi 23.08.2018, 17:28
2. Wenn etwas wirklich unwichtig ist,

dann dieses Thema. SPON acht hier aktiv Wahlwerbung für die Linken. Echt traurig.

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rainer goetzendorf 23.08.2018, 17:31
3. Die Idee von Sarah Wagenknecht ist gut

Die Idee von Sarah Wagenknecht ist gut. Es kann in einer so großen Gesellschaft doch nicht wahr sein, dass die Sozialaspekte und die wirklichen Interessen der Bürger nicht zum Zuge kommen, weil die Wirtschaft die Politiker in ihrem Sinne steuert. Es ist naiv zu glauben, dass allein Wirtschaftsinteressen die Linien der Politik bestimmen sollen. Und Wagenknecht, die ich für eine der wenigen kanzlerfähigen Politiker im Bundestag halte, zusammen mit Lafontaine, dem ehemals charismatischen Vorsitzenden der SPD, könnte es eine gute Politik werden. die Linken allein können ja die Gunst der Stunde leider nicht ausnutzen, weil sie an der falschen Flüchtlingspolitik festhalten. Das Problem wird aber sein, dass diese neue Bewegung nicht genügend Unterstützung kriegen wird, sondern nur die Enttäuschten in der SPD, der Grünen- und der Linkspartei einsammeln wird. Dies wird zu einer Änderung der Politik nicht führen. Besser wäre es, Elemente der direkten Demokratie auf Bundesebene einzuführen. Dann brauchte man auch nicht ständig neue Parteien zu gründen. Die Begründung hierfür kann hier nachgelesen werden: https://goesdirektedemokratie.com/

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RudiLeuchtenbrink 23.08.2018, 17:50
4. "Aufstehen" ist eine gute Idee

die neue Bewegung von Sarah Wagenknecht wird mehr als die AfD mobilisieren. Die 30% Konservativen haben schon gewählt, wenn die Linke sich einigt dann mobilisiert sie die Nichtwähler. Das wird ein Schock für alle Parteien, hier keimt für die Abgewandten von Mitte bis links liberal eine neue Hoffnung. Für einen denkenden AfD Funktionär muß dies ein Grauen sein. Jetzt heißt es nicht mehr "Merkel muß weg" blablabla, sondern Ideen an die Front.

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ruhepuls 23.08.2018, 18:10
5. "Debattieren"...

Das sind keine "Aufsteher" sondern Debattierer. Es wird nicht lange dauern, dann verlieren sie sich in endlosen Diskussionen darüber, was nun richtige linke Politik ist. Es ist traurig, aber wahr: Linke sind einfach nicht realitätsfähig, denn zur Realität gehören auch Kompromisse und Akzeptanz von Notwendigkeiten, auch wenn sie der eigenen Ideologie nicht entsprechen.

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mainstreet 23.08.2018, 19:01
6. Jetzt hilfTnur noch links!

Es geht um das Prinzip. Wie kann die Presse die Meinungsfreiheit von Einzelnen sprich die Teilnahme an einer Demonstration so zur Schau stellen das diese vor dem Arbeitgeber mit Konsequenzen zu rechnen haben. Es geht um das Prinzip und nicht darum ob linke oder rechte Demo oder neutrale Demo wie für Volksabstimmungen zu sein.
Ist die Presse jetzt die Polizei die die Filmarbeit macht?
Ein ungeheuerlicher Vorgang was sich die Presse da anmaßt und ich meine nicht Weitwinkelaufnahmen das da demonstriert wurde.
Bedeutet Pressefreiheit das zur Schaustellen von Personen aud Demos? Das hat es in der Bundesrepuplik noch nie gegeben obwohl man die Einschränkung machen muß das eine Person von sich aus aktiv die Polizei eingeschaltet hat so das die Demonstraionsteilnehmer im großen und Ganzen nicht betroffen waren von den Aufnahmen.
Dennoch jetzt hilft nur noch links und die Presse darf Gesichter von Demonstarionsteilnehmern nicht puplizieren (WeItwinkelaufnahmern)
Das darf keine Schule machen!

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vera gehlkiel 23.08.2018, 19:24
7. @rainer goetzendorf

Lafontaine war jahrelang ein sehr beliebter Ministerpräsident, das kann man kaum sein und bleiben ohne den massiv engen Kontakt zur Wirtschaft. Damals war er, wenn es um das Saarland ging, ganz folgerichtig auch noch einer der geistigen Vorreiter im Hinblick auf die Flexibilisierungsdiskussion. Und erhielt SPD-Intern die gleiche Kritik, Tür und Tor für den Neoliberalismus aufzustossen, wie er sie jetzt anderen zumisst. Lafontaine hat auch die "Amerikanisierung" des Wahlkampfs bei der SPD durchgesetzt, war der entscheidende Mann dafür, dass Inhalte möglichst vage blieben, und die schiere Tatkraft des zu wählenden Personals sich in den Vordergrund drückte. Ich war übrigens seinerzeit, noch ein halbes Kind, dafür, das gefiel mir, wie der alte Mief abgeräumt wurde. Charismatisch in dem Sinn, dass er für traditionelle Werte in einer SPD, die damals an ihrer eigenen Rückschrittlichkeit krankte, wie das ganze Land im übrigen auch, trotz des erkennbaren Zeitenwandels unverdrossen einstand, war Rudolf Scharping, den Lafontaine dann im Handstreich entmachtete. Bei den damaligen Linken, denen ich nahestand, war Lafontaine sicher kein Sympathieträger, sondern galt als Teil eines überständigen Bonzentums mit ein paar Anflügen von "Nicht ganz reaktionär sein", so ähnlich wie heute vielleicht Merkel. Wäre alles OK damit, würde Lafontaine hier nicht eine üble Geschichtsklitterung betreiben, um die SPD weiter reinzureiten, und würden ihm das nicht allzu viele Menschen allzu leichtfertig abnehmen. Von ihm färbt das Misstrauen auf Wagenknecht ab, und deshalb ist man wohl in der SPD zu recht sehr vorsichtig. Dort will man auch mal etwas Ruhe haben, die man für die Runderneuerung einfach auch benötigt. Und die man, als Anhänger/in der parlamentarischen Demokratie und einer offenen Gesellschaft, welche den Neoliberalismus überwinden kann, dieser für unser Land überlebenswichtigen Gruppierung auch einfach einräumen sollte. Die Linke sieht weiterhin nicht, was not tut, darüber wird sich eine Sammlungsbewegung aber eventuell, unabhängig von der Intention ihrer Gründer/innen, hinwegsetzen können, von daher hab ich selbst an sich erst einmal nichts dagegen. Ausser es wird eben zu einem nihilistisch-fundamentalistischen SPD-Bashing-Club, wie er Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht sicher vorschwebt.

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teloudis 23.08.2018, 19:38
8. Oha, ein Pegida Man unter uns

Zitat von mainstreet
Es geht um das Prinzip. Wie kann die Presse die Meinungsfreiheit von Einzelnen sprich die Teilnahme an einer Demonstration so zur Schau stellen das diese vor dem Arbeitgeber mit Konsequenzen zu rechnen haben. Es geht um das Prinzip und nicht darum ob linke oder rechte Demo oder neutrale Demo wie für Volksabstimmungen zu sein. Ist die Presse jetzt die Polizei die die Filmarbeit macht? Ein ungeheuerlicher Vorgang was sich die Presse da anmaßt und ich meine nicht Weitwinkelaufnahmen das da demonstriert wurde. Bedeutet Pressefreiheit das zur Schaustellen von Personen aud Demos? Das hat es in der Bundesrepuplik noch nie gegeben obwohl man die Einschränkung machen muß das eine Person von sich aus aktiv die Polizei eingeschaltet hat so das die Demonstraionsteilnehmer im großen und Ganzen nicht betroffen waren von den Aufnahmen. Dennoch jetzt hilft nur noch links und die Presse darf Gesichter von Demonstarionsteilnehmern nicht puplizieren (WeItwinkelaufnahmern) Das darf keine Schule machen!
Er will sicherlich, um Gottes Willen, nicht gefilmt werden. keine Nahaufnahmen bitte, nur Weitwinkel aufnahmen bitte. Und die Kamera Männer sollen sich gefälligst daran halten. Wenn man sich im Freiraum begebt um Blödsinn zu skandieren, darf die Presse das tun.

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fortelkas 23.08.2018, 20:54
9. Natürlich wissen wir heute nicht,

was eine linke politische Sammlungsbewegung erreichen kann. Tatsache ist, dass eine solche Bewegung, zunächst ohne Apparat und weitgehend unorganisiert, eben eine Bewegung von unten, den etablierten Parteien nicht schmeckt. Die Angst geht um, und das spürt man auch bereits in Beiträgen auf diesem Forum. Warten wir es doch einmal ab! Fehlt nur noch, dass jetzt schon untersucht wird, ob eine solche Bewegung denn wohl auch ministrable und regierungsfähige Politiker hervorbringt. Das wäre dann eben typisch deutsch. Noch einige Bemerkungen zu den Veröffentlichungen auf diesem Forum. Warum sollte SPON nicht seine Sympathie für eine solche Bewegung auch politisch zeigen? Bürgerliche und rechte Presse gibt es in Deutschland wahrlich genug, die eher links orientierte Presse ist eine Minderheit. Die immer wieder durchschimmernden persönlichen Angriffe gegen Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine sind einfach peinlich. Politische Phantasie haben beide, und das ist in dieser Phase zunächst einmal wichtig.
Erwin Fortelka

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