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Podcast "Stimmenfang": CSU: Kleinste Partei, größtes Problem
REUTERS

Die CSU ist eine der größten Verlierer der Wahl. Warum sich Horst Seehofer dieses Mal verzockt haben könnte und die Partei jetzt das Nadelöhr für Sondierung ist, hören Sie im neuen Podcast.

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Pollowitzer 28.09.2017, 13:57
1. Die Größe der CSU ist nicht...

...das Problem - das Wahlergebnis ist das Problem - sonst würden CDU/CSU niemals mit den Grünen kugeln - jetzt sind sie aber wegen des Machterhalts gezwungen - die Grünen würden sonst weiter in der Bedeutungslosigkeit dümpeln - die Linke mit Sahra Wagenknecht wäre sinnvoller für Deutschland.
Der Wähler wollte Özdemir und Göring-Eckard nicht an den Hebeln der Macht - nun haben wir den Salat.

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alternativlos 28.09.2017, 14:02
2. Auch ein Narrativ...

...und sei es noch so klein, muss sich an der Wirklichkeit messen lassen. Wird es verdrängt, nimmt es der Freiheit seinen Lauf und einer Gesellschaft ihre Geschichte.

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tulius-rex 28.09.2017, 14:08
3. totale Fehlwahrnehmung und Selbstüberschätzung

Nicht nur, dass die gesamte Republik von der CSU am laufenden Band mit kruden Stammtischideen erpresst wird (Ausländermaut, Betreuungsgeld...), nun schwingt sich diese 6,2%-Partei auch noch auf das Zünglein an der Waage zu spielen. Es geht hier in aller Ernsthaftigkeit um die deutsche Wirtschaft und deren Glaubwürdigkeit in den Märkten und nicht um irgendwelche Provinzbedürfnisse einer regionalen Splitterpartei. Wenn der gescheiterte Herr Seehofer (er war ja auch als Gesundheitsminister schon eine Zumutung) seine CSU obsolet gemacht hat indem er auf die eigenen CDU-Parteitruppen das Feuer eröffnet hat, dann wird die CSU eben zugrunde gehen. Da weint niemand.

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KaWeGoe 28.09.2017, 14:12
4. CSU und die 5 % - Hürde

Wenn ich unser Wahlrecht richtig verstanden habe, sitzt die CSU im Bundestag, weil ihre 38,x % Prozent in Bayern 6,x % bundesweit bedeuten.

Das heißt doch aber auch:
Wenn die Bayern mal zur Vernunft kommen und bei gleicher bundesweiter Wahlbeteiligung der CSU weniger als 30 % geben, fliegt die CSU aus dem Bundestag, weil sie die 5 % Hürde nicht packt.

Die 2. Möglichkeit, diese Furunkel los zu werden, wäre eine bundesweit hohe Wahlbeteiligung zu organisieren (und sei es mit massenhaft ungültigen Stimmen). D.h. jemand, der mit den zur Wahl stehenden Parteien unzufrieden ist, macht einen Strich durch den Wahlzettel.
Das ist dann auch ein deutliches Votum - ein Misstrauensvotum, das aber gleichzeitig die Wahlbeteiligung erhöht.

D.h. - nicht nur die Bayern haben es in der Hand, ob die CSU in den Bundestag kommt - die Nicht-Bayern können es der CSU zumindes schwerer machen.

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florian29 28.09.2017, 14:15
5. Ich sehe nicht wie eine Partei

die fast 40% der Zweitstimme in Bayern gewann, wie die CSU, auf die Mini-Partei Grüne, die nicht einmal 9% erreichte, großartig Rücksicht nehmen muss...

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neurobi 28.09.2017, 14:22
6.

Zitat von Pollowitzer
Der Wähler wollte Özdemir und Göring-Eckard nicht an den Hebeln der Macht - nun haben wir den Salat.
Das würde ich nicht sagen. Die Grünen wurden gewählt um ein Schwarz-Gelbe Mehrheit zu verhindern und in einer Jamaika-Koalition die FDP am sozialen und ökologischen Kahlschlag zu hindern.

Deswegen habe ich zumindest für die Grünen gestimmt.

Das beste für die SPD wäre, wenn die Union, getrieben von der CSU jetzt weiter nach rechts schwenken würde. Für jeden Wähler den sie rechts (AfD/FDP) gewinnt wird sie zwei in der Mitte (SPD und Grüne) abgeben.

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muellerthomas 28.09.2017, 14:23
7.

Zitat von Pollowitzer
Der Wähler wollte Özdemir und Göring-Eckard nicht an den Hebeln der Macht - nun haben wir den Salat.
Wen wollten "die Wähler" denn? Oder anders gefragt: Wie kommen Sie auf die Idee, es gäbe so ewtas wie einen einheitlichen Wählerwillen? Ich will z.B. vor allem die CSU nicht in der Regierung haben, die Linke aber auch nicht.

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Graven 28.09.2017, 14:26
8.

Zitat von KaWeGoe
Wenn ich unser Wahlrecht richtig verstanden habe, sitzt die CSU im Bundestag, weil ihre 38,x % Prozent in Bayern 6,x % bundesweit bedeuten. Das heißt doch aber auch: Wenn die Bayern mal zur Vernunft kommen und bei gleicher bundesweiter Wahlbeteiligung der CSU weniger als 30 % geben, fliegt die CSU aus dem Bundestag, weil sie die 5 % Hürde nicht packt. Die 2. Möglichkeit, diese Furunkel los zu werden, wäre eine bundesweit hohe Wahlbeteiligung zu organisieren (und sei es mit massenhaft ungültigen Stimmen). D.h. jemand, der mit den zur Wahl stehenden Parteien unzufrieden ist, macht einen Strich durch den Wahlzettel. Das ist dann auch ein deutliches Votum - ein Misstrauensvotum, das aber gleichzeitig die Wahlbeteiligung erhöht. D.h. - nicht nur die Bayern haben es in der Hand, ob die CSU in den Bundestag kommt - die Nicht-Bayern können es der CSU zumindes schwerer machen.
Die CSU würde auch im Bundestag sitzen, sollte sie die 5% Hürde nicht schaffen. Sobald eine Partei mindestens 3 Direktmandate eringen kann, ist sie im Bundestag.
Die CSU hat alle bayerischen Direktmandate gewonnen.

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Darwins Affe 28.09.2017, 14:28
9. Wahlrecht!

Zitat von KaWeGoe
Wenn ich unser Wahlrecht richtig verstanden habe, sitzt die CSU im Bundestag, weil ihre 38,x % Prozent in Bayern 6,x % bundesweit bedeuten. Das heißt doch aber auch: Wenn die Bayern mal zur Vernunft kommen und bei gleicher bundesweiter Wahlbeteiligung der CSU weniger als 30 % geben, fliegt die CSU aus dem Bundestag, weil sie die 5 % Hürde nicht packt. Die 2. Möglichkeit, diese Furunkel los zu werden, wäre eine bundesweit hohe Wahlbeteiligung zu organisieren (und sei es mit massenhaft ungültigen Stimmen). D.h. jemand, der mit den zur Wahl stehenden Parteien unzufrieden ist, macht einen Strich durch den Wahlzettel. Das ist dann auch ein deutliches Votum - ein Misstrauensvotum, das aber gleichzeitig die Wahlbeteiligung erhöht. D.h. - nicht nur die Bayern haben es in der Hand, ob die CSU in den Bundestag kommt - die Nicht-Bayern können es der CSU zumindes schwerer machen.
Sie kennen halt das deutsche Wahlrecht nicht. Um als Partei im BT auch unterhalb der 5%-Grenze vertreten zu sein, braucht man mindestens 3 Direktmandate. Schauen Sie mal, wieviel Direktmandate die CSU in Bayern geholt hat --- alle!

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