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Podcast "Stimmenfang": Entfremdung - warum ein CDU-Stammwähler jetzt die Grünen wählt
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Als Kanzlerin Merkel vor drei Jahren "Wir schaffen das" sagte, hat der jahrelange CDU-Wähler Jürgen Schäfer sie bewundert. Heute wählt er die Grünen. Warum? Die Geschichte einer Entfremdung.

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alpinium 06.09.2018, 13:02
1. Mich hat die CDU schon früher als Wähler verloren

Die Entscheidung sich von der CDU abzuwenden fiel am Tage der großen Schlägerei zu Stuttgart um S21, sowie der durch das BW-Verfassungsgericht für illegal erklärte Kauf des Energieversorgers EnBw. Hinzu kommt noch, alles was für die Zukunft wichtig wäre, wie Atomausstieg, Energiewende, Breitbandausbau, alternative Antriebskonzepte, Abgasbegrenzung, etc. wurde und wird von CDU/CSU sabotiert. Wer seinen Kindern, Enkeln oder Urenkeln einen lebenswerten Planeten hinterlassen möchte kann diese Parteien nicht mehr wählen.

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Neapolitaner 06.09.2018, 13:10
2. Nur konsequent

Das Original von Merkels Politik ist nun einmal bei GRÜN beheimatet. Auf Dauer kann sich die Union den Fliehkräften genauso wenig entziehen wie die SPD. Die Lager werden sich trennen. Herr Schäfer nimmt nur die Zeit voraus. Wie groß das Potenzial ist, welches die Grünen von der Union gewinnen können -. vllt 5% bis 10% der CDU-Wähler, schätze ich. Also nicht besonders viel, aber immerhin.

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amalgam 06.09.2018, 13:20
3. Da ist er nicht allein...

Die Grünen entwickeln sich zu einer liberalen Partei der Mitte im echten Wortsinne, während alle anderen entweder ohne Konzept (SPD), zerrissen (CDU/CSU), extremistisch (rechts: AfD, links: Die Linke) oder arrogant (FDP) daherkommen.

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dgs 06.09.2018, 13:34
4. Mich haben die Grünen verloren

Ich musste schon sehr schlucken, als die Grünen ohne mit der Wimper zu zucken die Umweltthemen in den Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP aufgaben. Gottseidank kam es nicht so weit. Ich wähle die Grünen als Umweltpartei und nicht als Flüchtlingspartei!

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Dmk 06.09.2018, 13:41
5.

Und wieviele sind zur Afd gewandert die mit der Politik Merkels nicht einverstanden sind. Die Grünen kann man nur wählen wenn man mindestens ein Einkommen von 2500 monatlich hat. die normale Bevölkerung kann sich die wünsche der grünen nicht leisten und geht leider zu Afd

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hei-nun 06.09.2018, 13:43
6. Die CSU ist das Problem ...

Genau wie Herr Schäfer im Podcast habe ich ein Problem mit der aktuellen Flüchtlings-Rhetorik der CSU und den daraus abgeleiteten Folgen. Solange sich die CDU nicht stark von der CSU abgrenzt oder am besten ganz trennt, kann ich die CDU nicht mehr wählen. Da die FDP nach ihrem Jamaika-Chaos für mich nie mehr wählbar ist, kommen mir die Grünen mit ihren aktuellen Visionen gerade recht.

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marco.zentgraf 06.09.2018, 13:46
7. Bayern

Den Podcast kann ich mir gerade in der Mittagspause leider nicht anhören.

Als gebürtiger Baden-Württemberger lebe ich nun seit einigen Jahren in Bayern ...und die CSU hat mich spätestens mit den Anbiederungsversuchen von Söder und insbesondere natürlich Seehofer an den rechten Rand verloren, obwohl ich ihre in vielen Bereichen erfolgreiche Arbeit schätze und würdige.

Ja. an die Grünen.

In meinem Heimat-Bundesland funktioniert es auch, das macht mir Mut.

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ernstmoritzarndt 06.09.2018, 13:47
8. Die Grünen wählen????

Das muß nicht sein. Richtig: Union ist nicht mehr wählbar, wurde von mir die vergangenen Jahre immer mit der geballten Faust in der Hosentasche gewählt. AfD? - Nazis oder Nazinahe, siehe Diktion und Verhalten. SPD - dann kann ich gleich CDU wählen. FDP mit dem Holzkopf Kubicki? Nicht vertretbar. Grüne - zu unsichere Kantonisten. Linkspartei? Die haben sich nie von den DDR-Schandtaten ihr Vor - Vorgängerin klar und eindeutig distanziert. Und jetzt? PBC (Partei bibeltreuer christen?) Das kann nicht sein.

Und jetzt?

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ben johnson 06.09.2018, 13:47
9. Dies gilt für viele Wähler

Ich habe schon lange entschieden, weg von der CDU zu gehen. Zum Schwenk in der Flüchtlingspolitik kommen auch die mangelnde Landwirtschaftspolitik und der Stillstand im Kampf gegen den Klimawandel. Ich bin nach der letzten Bundestagswahl nach Bayern gezogen und wenn ich an die CSU als CDU-Ersatz denke, bekomme ich Brechreize.

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