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Podcast "Stimmenfang": Jamaika - jetzt, vielleicht, wirklich?
REUTERS

Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Aber Sieger sehen anders aus. Warum diese Wahl viele Verlierer hat und worauf es auf dem Weg in ein Jamaika-Bündnis ankommt, hören Sie in unserer Bonus-Episode vom Wahlabend.

shardan 25.09.2017, 13:07
1. Das wird spannend

Das wird spannend. Bisher hat es Merkel hervorragend verstanden, jeden Koalitionspartner zu verheizen, offen gestanden glaube ich nicht, dass sich daran irgend etwas ändern wird. Bei der FDP mussten schon gute Leute erfahren, wie geschickt Merkel da taktiert - ob "Mr. Thermomix" Lindner sich da durchsetzen kann, bleibt abzuwarten, ich zweifle daran. Der CDU-Maulwurf bei den Grünen, Özdemir, wird ähnliche Erfahrungen machen. Ob die Grün-Wähler die Ergebnisse eines Bündnisses mit der CDU im dritten Rang (Schwächste Partei in der Koalition) letztlich goutieren werden, bleibt ebenfalls abzuwarten. Auch da sind wohl Zweifel angebracht. Man wird sich wohl irgendwie über die Legislaturperiode retten, aber die nächste Wahl kommt bestimmt. Da wird sich zeigen müssen, ob das so ankommt.

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echoanswer 25.09.2017, 13:11
2. Die Koalition der Besserverdienenden

wird den Osten noch weiter abhängen. Niemand im Osten fühlt sich von so einer Koalition vertreten. In vier Jahren werden wir sehen, wie schnell die Wahl von Gestern vergessen wurde. Nämlich heute. Dann "Rummst" es noch einmal.

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beobachter68 25.09.2017, 13:18
3. Falsch!

Frau Merkel hat ihr taktieren, aussitzen, ignorieren bis es nicht mehr geht betrieben, weil SPD mitgemacht hat. Die Wähler aber ganz anders reagiert...
Das Beste was Frau Merkel jetzt tun kann ist zurückzutreten.
12 Jahre Merkel war auch ein wichtiger Grund für gravierende Stimmenverluste der CDU. 12 Jahre Merkel sind 4 Jahre zu viel.

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Shoxus 25.09.2017, 13:35
4. Das niemand

bisher Fr. Merkel den Rücktritt nahegelegt hat, nach diesem desaströsem Ergebnis ( über 8% verloren), zeigt den Führerkult, dem die CDU seit 12 Jahren erlegen ist. Einfach nur gruselig. *kopfschüttel*

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neutralfanw 25.09.2017, 13:41
5.

Jetzt wird sich zeigen, wie "stark" Herr Lindner ist. Ein wenig Opposition spielen, geschwollen daherreden oder Verantwortung übernehmen. Es ist doch einfach und lukrativ in der Opposition zu sitzen. Bevor er wieder ein Unternehmen in den Sand setzt, wird er wissen, was für ihn persönlich den größten Vorteil bringt. So lebt er bereits seit 20 Jahren.

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spon_2316845 25.09.2017, 14:17
6. Den Schuss nicht gehört

Noch ist Jamaika nicht Wirklichkeit und FDP und die Grünen verbreiten nicht gerade Euphorie bei dem Thema. Dass die SPD nicht mehr will, ist sehr sinnvoll für die SPD. Verständlich beides, denn bis jetzt hat Frau Merkel noch immer der Partei geschadet, welche mit ihr regiert hat. Jamaika könnte das nackte Grauen werden, denn Frau Merkel hat offenbar vor, weiter zu machen, wie bisher. Gestern hatte sie im Fernsehen das letzte Wort und hätte was Konstruktives sagen können. Etwas, dass in die Zukunft weist. Stattdessen sagte sie: In der Ruhe liegt die Kraft. Wie sagt eine Bekannte von mir in solchen Fällen so schön? Diese Frau hat den Schuss nicht gehört.

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meerwind7 25.09.2017, 14:22
7. Lindner hat eine großen Brocken bereits beiseite geräumt

Mit seiner Zustimmung zum Klimaschutz in der Berliner Runde hat Lindner einen großen Klotz für Koalitionsverhandlungen bereits beiseite geräumt. Diese Zustimmung hat er übrigens ohne quantitative Begrenzung gemacht. Mit welchen politischen Instrumenten der Klimaschutz nun erreicht wird, ob mit marktlichen Methoden oder planwirtschaftlich, wird den meisten (Grün- ) Wählern egal sein, die Ergebnisse sind immer dieselben: Weniger Kohle, langsamer fahren mit kleineren oder elektrischen Autos, mehr Solarenergie, über Genehmigungen für Windenergie entscheiden Kommunen, Landkreise und Landesregierungen. Die Grünen müssen nur aufpassen, dass die Ergebnisse eindeutig in den Koalitionsvertrag kommen.

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allesamt 25.09.2017, 15:28
8. Zu gegensätzlich

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Grünen und die FDP zusammenpassen - Beispiele: hier der Öko-Kurs gegen Unternehmensinteressen, dort das Eintreten für Unternehmer; hier das Russland-Bashing mit Sanktionsforderungen, dort die Forderung nach Abschaffung der Sanktionen.

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