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Polit-Aufsteiger Tsipras: Griechenlands charmanter Brandstifter
AFP

Schluss mit dem Sparen, Milliarden für die Armen: Mit solchen Botschaften kommt Alexis Tsipras bei den Wählern in Griechenland an. Schon Ende Januar könnte der Linke regieren. Sein Aufstieg wird Folgen haben - für ganz Europa.

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fraumarek 29.12.2014, 21:38
1. Ein Träumer ohne ökonomischen Verstand

Er wird Griechenland schneller in den Abgrund treiben als alle seine Vorgänger. Mit diesem "Programm" des ungebremsten Geldausgebens ist der wirtschaftliche Absturz Griechenlands GARANTIERT.

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Tolotos 29.12.2014, 21:41
2. Warum sollen nicht die Steuersünder zahlen?

Ich weiß nicht, wie das in Griechenland ist, aber Deutschland verliert durch Steuerdumping durch Steueroasen wie Luxemburg weitaus mehr Steuereinnahmen als die Pläne der Linken die Griechen kosten würden!

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Hermes75 29.12.2014, 21:43
3. Demokratie

Von mir aus können die Griechen auch Herr Tsipras zum neuen Regeierungschef wählen. Das ist Demokratie.
Allerdings sollen sie dann auch alle sich daraus ergebenden Folgen tragen. Das ist Verantwortung.
Niemand soll aber nachher sagen können, sie hätten nicht gewußt was sie taten.

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tlhuerth 29.12.2014, 21:45
4. Wenn Tsipras gewählt wird,

dann wird er sehr schnell erkennen müssen, dass er nur 2 Optionen hat. Raus aus dem Euro und dann sein Programm durchsetzten und in den Staatsbankrott reiten oder den Eurobehalten, einen schlanken Staat bauen und unsinnige Regulierungen beseitigen, damit eine Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands erwachsen kann. Mehr kann er nicht machen. Es gibt einfach keinen Mittelweg im Falle Griechenlands und Tsipras wird sich eher auf die Seite stellen, von der Geld zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit der Regierung kommt. Die Banken in Griechenland können sich auch kaum bewegen, daher werden sie dem Staat auch kein Geld geben. Zwingen kann man sie dazu auch nicht. Woher kommt also das Geld? Vom IWF, der Weltbank und der EZB ist die Antwort und die werden Forderungen durchsetzen, damit die Kredite an Griechenland irgendwann wieder zurückkommen.

So sehr es sich einige wünschen das es funktioniert, was Tsipras verspricht, hat Griechenland eigentlich nur eine einzige Wahl: Den Euro behalten und den Staat so umbauen, dass Rahmenbedingungen entstehen, die ein Wachstum der Wirtschaft möglich macht. Etwas anderes zu wählen wird eindeutig in den Untergang führen und Griechenland auf Jahrzehnte hinaus zurück auf Schwellenlandniveau zurückwerfen.

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MoorGraf 29.12.2014, 21:49
5. Na dann viel Glück!

es ist auf jeden Fall spannend und ein Lehrbeispiel, ob z.B. ein Ausstieg aus dem Euro denkbar ist oder wie mit "ungehorsamen und unfolgsamen" Griechen umzugehen ist, wenn diese sich plötzlich nicht mehr an die Spardiktate halten.

Meine persönliche Einschätzung für den Fall einer Griechenlandpleite: die Jugend, die keine Arbeit findet, wird auf dem Restkontinent suchen und z.B. in D mit sehr offenen Armen empfangen werden. Die Industriellen werden ihre Produktion (und Wohnsitze) soweit möglich in das Ausland verlagern und ausgebildete Facharbeitskräfte (Ärzte, Pfleger aber selbst gelernte Landwirte, wenn sie denn auf dem eigenen Hof nicht mehr weitermachen können) werden abwandern.

Mal schaun, wer dann noch übrig bleibt... die, die übrigbleiben, werden natürlich über kostenlosen Strom jubeln und Tsipras begeistert wählen...

Das ist meine persönliche Einschätzung, vielleicht kommt es aber auch ganz anders...

wie gesagt: es wird spannend sein, das zu sehen und lehrreich für weitere Kandidaten, die keine Lust mehr haben, sich im Konsum auf das einzuschränken, was sie selber erwirtschaften. Ich hoffe, die Italiener, Franzosen etc. gucken genau hin.

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brux 29.12.2014, 21:52
6. toll

300.000 neue Beamte ist genau, was Griechenland jetzt braucht.

Mich wundert nur, dass offenbar ein Drittel der Griechen die Menschen in den anderen 18 Euro-Staaten fűr totale Deppen hält. Aber vermutlich weiss man gar nicht, wer derzeit den Griechen ihre Gehälter, Renten und Mieten zahlt. Deutschland garantiert ja nur 27% der Kredite an Griechenland. Deutschland kann sich einen griechischen Zahlungsausfall leisten, viele andere aber nicht. Aber Tsipras wird sicherlich auch noch eine Beleidigung fűr Finnen oder Slowaken einfallen.

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keinuntertan 29.12.2014, 21:56
7. Plutokratie oder Demokratie?

Wer soll regieren? Wer soll bestimmen? Die Anleger? Die Banken? Oder das Volk? Wenn die Demokratie noch eine Zukunft haben soll, muss der Plutokratie das Rückgrat gebrochen werden. Vielleicht wird Griechenland, das Mutterland der Demokratie, auch zum Mutterland einer demokratischen Wiedergeburt Europas, bei der zukünftig das Volk die Entscheidungen trifft -- und nicht das Kapital / IWF / Weltbank / EZB / Wallstreet.

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Wassup 29.12.2014, 21:59
8. Griechenlands Steueroase: Zypern

Zitat von Tolotos
Ich weiß nicht, wie das in Griechenland ist, aber Deutschland verliert durch Steuerdumping durch Steueroasen wie Luxemburg weitaus mehr Steuereinnahmen als die Pläne der Linken die Griechen kosten würden!
Es ist noch gar nicht lange her, da wurde das Geld reicher russischer Oligarchen auf Zyperns Bankonten mit den Steuermitteln des kleinen Mannes in Europa gerettet.

Wollten die Gründerväter Europa wirklich solch ein Europa?

Schluss mit der Rettung der Vermögen
- mittels der Steuergelder des kleinen Mannes!

Liebe Staatsbankrotteure:
sorgt endlich das die Reichen Steuern bezahlen - auch in den Ländern wo es angeblich keinen Reichtum gibt.

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warholandy 29.12.2014, 22:04
9. hmm

immer diese Linkenhysterie - letztlich haben linke Ideen die soziale Marktwirtschaft erfolgreich gemacht - hinter diesen linkenfeindlichen "Thesen" steckt doch nur das Interesse Pfründe nicht zu verlieren. Wenn Reiche höher besteuert werden sollen heißt es im Artikel "warum soll dies Herrn Tsipras besser gelingen als seinen Vorgängern?" Soll das etwa ein Gegenargument sein?

Die Versorgung armer Schichten der Gesellschaft mit lebensnotwendigen Gütern soll Kosten verursachen? Ja fließt denn das Geld für diese Güter nicht komplett wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück - eben WEIL es für lebensnotwendige Güter zur Verfügung gestellt wird - also für diese ausgegeben werden muss. Da fallen überhaupt keine Kosten an - das Geld fließt eben nur durch bedürftige Hände, und das ist gut so.

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